Mainz (ots) -
Warum kooperieren Menschen? Welche Strategien helfen bei Entscheidungen? Die Spieltheorie hat Antworten. Mathematische Modelle können erklären, warum Menschen kooperieren, drohen oder zögern - und warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Die "NANO Doku" "Kann Spieltheorie die Welt retten?" begleitet Forscher, die mithilfe spieltheoretischer Modelle Konflikte analysieren. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen im "NANO Talk" "Neue Utopien - Erzählungen für eine bessere Zukunft" über die Frage, wie sich angesichts einer bedrohlichen Zukunft positive Erzählungen entwickeln lassen, die Orientierung geben, statt das Handeln zu lähmen. Die "NANO Doku" ist ab Sonntag, 6. September 2026, 6.00 Uhr, in der 3satMediathek zu sehen.
"NANO Doku: Kann die Spieltheorie die Welt retten?"
Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde - und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Die Spieltheorie untersucht, was geschieht, wenn der eigene Erfolg von den Entscheidungen anderer abhängt. Auf der Frankfurter "Dippemess" demonstriert der Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das "Chicken Game" im Autoscooter: Wer bei dieser Mutprobe dem gegnerischen Fahrzeug ausweicht, verliert das Spiel.
In einer WG zeigt das Gefangenendilemma am Geschirrspüler: Für den Einzelnen scheint Nichtstun bequem, für alle zusammen wird es zum Problem. Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels erklärt, wie Kooperation bei Nierenspenden organisiert werden kann. Auf dem Fußballplatz wird Unberechenbarkeit zur Strategie, in der Weltpolitik werden Drohungen und Ultimaten zum riskanten Machtspiel. Besonders deutlich zeigt sich die Bedeutung der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forscherinnen und Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo liegen die Grenzen der Theorie? Und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden?
"NANO Talk: Neue Utopien - Erzählungen für eine bessere Zukunft"
Ob KI und Robotik oder die Klimakrise und das Artensterben: Die Liste möglicher Untergangszenarien ist lang. Die Kollapsologie-Bewegung hält den Zusammenbruch für unausweichlich und bereitet sich auf das Ende der "thermo-industriellen Zivilisation" vor. Ihre Anhänger setzen auf solidarische Kleingruppen, die das Überleben ermöglichen. So wird aus ihrer Dystopie eine neue Utopie mit Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Neuanfang. Doch prägen tatsächlich nur die aktuellen Krisen den negativen Zeitgeist? Ohne positive Erzählungen droht Handlungsunfähigkeit. Und düstere Prognosen können zu selbsterfüllenden Prophezeiungen werden. Utopie und Dystopie bedingen sich gegenseitig. So machen Dystopien zum Beispiel auf Widersprüche und Gefahren aufmerksam und werden oft zu Türöffnern neuer positiver Utopien.
Wie das funktioniert, darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen: Theresa Hannig, Schriftstellerin und Kolumnistin über Zukunftsfragen bei der taz, Petra Schaper Rinkel, Innovationsforscherin und Professorin für Wissenschafts- und Technikforschung des digitalen Wandels an der Universität Graz, sowie Philipp Staab, Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität.
Kontakt
Bei Fragen zur Pressemitteilung erreichen Sie Annette Reichert, ZDF-Kommunikation, per E-Mail unter reichert.a@zdf.de.
Sie erreichen die ZDF-Kommunikation per E-Mail unter pressedesk@zdf.de oder telefonisch unter 06131 - 70-12108.
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Weitere Informationen
Im 3sat-Pressetreff (https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/nano-doku-kann-spieltheorie-die-welt-retten-und-nano-talk-neue-utopien-erzaehlungen-fuer-eine-bessere-zukunft) steht für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten die "NANO Doku" zur Preview bereit (nach Log-in).
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6348/6345270
Warum kooperieren Menschen? Welche Strategien helfen bei Entscheidungen? Die Spieltheorie hat Antworten. Mathematische Modelle können erklären, warum Menschen kooperieren, drohen oder zögern - und warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Die "NANO Doku" "Kann Spieltheorie die Welt retten?" begleitet Forscher, die mithilfe spieltheoretischer Modelle Konflikte analysieren. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen im "NANO Talk" "Neue Utopien - Erzählungen für eine bessere Zukunft" über die Frage, wie sich angesichts einer bedrohlichen Zukunft positive Erzählungen entwickeln lassen, die Orientierung geben, statt das Handeln zu lähmen. Die "NANO Doku" ist ab Sonntag, 6. September 2026, 6.00 Uhr, in der 3satMediathek zu sehen.
"NANO Doku: Kann die Spieltheorie die Welt retten?"
Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde - und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Die Spieltheorie untersucht, was geschieht, wenn der eigene Erfolg von den Entscheidungen anderer abhängt. Auf der Frankfurter "Dippemess" demonstriert der Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das "Chicken Game" im Autoscooter: Wer bei dieser Mutprobe dem gegnerischen Fahrzeug ausweicht, verliert das Spiel.
In einer WG zeigt das Gefangenendilemma am Geschirrspüler: Für den Einzelnen scheint Nichtstun bequem, für alle zusammen wird es zum Problem. Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels erklärt, wie Kooperation bei Nierenspenden organisiert werden kann. Auf dem Fußballplatz wird Unberechenbarkeit zur Strategie, in der Weltpolitik werden Drohungen und Ultimaten zum riskanten Machtspiel. Besonders deutlich zeigt sich die Bedeutung der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forscherinnen und Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo liegen die Grenzen der Theorie? Und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden?
"NANO Talk: Neue Utopien - Erzählungen für eine bessere Zukunft"
Ob KI und Robotik oder die Klimakrise und das Artensterben: Die Liste möglicher Untergangszenarien ist lang. Die Kollapsologie-Bewegung hält den Zusammenbruch für unausweichlich und bereitet sich auf das Ende der "thermo-industriellen Zivilisation" vor. Ihre Anhänger setzen auf solidarische Kleingruppen, die das Überleben ermöglichen. So wird aus ihrer Dystopie eine neue Utopie mit Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Neuanfang. Doch prägen tatsächlich nur die aktuellen Krisen den negativen Zeitgeist? Ohne positive Erzählungen droht Handlungsunfähigkeit. Und düstere Prognosen können zu selbsterfüllenden Prophezeiungen werden. Utopie und Dystopie bedingen sich gegenseitig. So machen Dystopien zum Beispiel auf Widersprüche und Gefahren aufmerksam und werden oft zu Türöffnern neuer positiver Utopien.
Wie das funktioniert, darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen: Theresa Hannig, Schriftstellerin und Kolumnistin über Zukunftsfragen bei der taz, Petra Schaper Rinkel, Innovationsforscherin und Professorin für Wissenschafts- und Technikforschung des digitalen Wandels an der Universität Graz, sowie Philipp Staab, Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität.
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