Köln (ots) -
ARD-DeutschlandTREND: Mehrheit spricht sich für besondere staatliche Unterstützung der Autoindustrie aus
62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, der Staat sollte die heimische Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders unterstützen, um Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland zu sichern. Ein Drittel (32 Prozent) stimmt dieser Aussage nicht zu. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.319 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.
Auch andere Maßnahmen zum Schutz der europäischen Automobilindustrie werden mehrheitlich unterstützt. Aktuell wird in der Europäischen Union darüber diskutiert, staatliche Förderprogramme wie Kaufprämien für Elektro-Autos oder das Dienstwagenprivileg nur noch dann zu gewähren, wenn die Produktion der Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb der Europäischen Union erfolgt. Zwei von drei Deutschen (65 Prozent) fänden das richtig, jeder Vierte (24 Prozent) fände das falsch. Gleichzeitig werden Zölle auf chinesische Auto-Importe mehrheitlich befürwortet. Aktuell erhebt die EU sie auf den Import chinesischer Elektroautos. 37 Prozent sprechen sich für eine Ausweitung der Zölle auf alle chinesischen Auto-Importe aus, 25 Prozent halten die aktuell geltenden Zölle für angemessen, 24 Prozent würden sie zurückfahren.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland schätzen die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich kritisch ein, aber etwas besser als noch im Juni. Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) bewerten die wirtschaftliche Lage aktuell als weniger gut bzw. schlecht (-6), jeder Fünfte (20 Prozent) als sehr gut bzw. gut (+7). Zugleich sind vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern (81 Prozent) der Meinung, die Autoindustrie sei für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sehr wichtig bzw. wichtig; 17 Prozent sehen das anders.
Fast drei von vier Deutschen (73 Prozent) finden, die deutsche Automobilindustrie habe in den vergangenen Jahren die Entwicklung alternativer Antriebe wie Elektroautos verschlafen; jeder Fünfte (19 Prozent) stimmt dieser Aussage nicht zu. 47 Prozent sind der Meinung, Deutschland übertreibe es mit dem Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in Zukunft vor allem auf seine Stärke beim Verbrenner setzen; ebenso viele (47 Prozent) stimmen dieser Aussage nicht zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.319 Befragte
- Erhebungszeitraum: 31. August bis 2. September 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Wie beurteilen Sie die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
- Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die Automobilindustrie für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands?
- Die deutschen Autohersteller stehen aktuell wirtschaftlich unter Druck. Zur Lage der deutschen Automobilindustrie nun einige Aussagen. Geben Sie jeweils an, ob Sie diesen eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.
- Die deutsche Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren die Entwicklung alternativer Antriebe wie Elektroautos verschlafen.
- Deutschland übertreibt es mit dem Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in Zukunft vor allem auf seine Stärke beim Verbrenner setzen.
- Der Staat sollte die heimische Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders unterstützen, um Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland zu sichern.
- Die Europäische Union erhebt aktuell Zölle auf den Import chinesischer Elektroautos, nicht auf Hybrid- und Verbrenner-Autos. Wie sehen Sie das: Sind die aktuellen Zölle auf chinesische Elektro-Autos angemessen? Sollten diese Zölle zurückgefahren oder auf alle chinesischen Auto-Importe ausgeweitet werden?
- In der Europäischen Union gibt es verschiedene staatliche Förderprogramme wie Kaufprämien für E-Autos oder das Dienstwagenprivileg. Aktuell wird darüber diskutiert, solche Förderprogramme nur noch dann zu gewähren, wenn die Produktion der Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb der Europäischen Union erfolgt. Fänden Sie das eher richtig oder eher falsch?
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Pressekontakt:
WDR Kommunikation
Tel. 0221 220 7100
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Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6694/6345273
ARD-DeutschlandTREND: Mehrheit spricht sich für besondere staatliche Unterstützung der Autoindustrie aus
62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, der Staat sollte die heimische Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders unterstützen, um Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland zu sichern. Ein Drittel (32 Prozent) stimmt dieser Aussage nicht zu. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.319 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.
Auch andere Maßnahmen zum Schutz der europäischen Automobilindustrie werden mehrheitlich unterstützt. Aktuell wird in der Europäischen Union darüber diskutiert, staatliche Förderprogramme wie Kaufprämien für Elektro-Autos oder das Dienstwagenprivileg nur noch dann zu gewähren, wenn die Produktion der Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb der Europäischen Union erfolgt. Zwei von drei Deutschen (65 Prozent) fänden das richtig, jeder Vierte (24 Prozent) fände das falsch. Gleichzeitig werden Zölle auf chinesische Auto-Importe mehrheitlich befürwortet. Aktuell erhebt die EU sie auf den Import chinesischer Elektroautos. 37 Prozent sprechen sich für eine Ausweitung der Zölle auf alle chinesischen Auto-Importe aus, 25 Prozent halten die aktuell geltenden Zölle für angemessen, 24 Prozent würden sie zurückfahren.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland schätzen die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich kritisch ein, aber etwas besser als noch im Juni. Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) bewerten die wirtschaftliche Lage aktuell als weniger gut bzw. schlecht (-6), jeder Fünfte (20 Prozent) als sehr gut bzw. gut (+7). Zugleich sind vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern (81 Prozent) der Meinung, die Autoindustrie sei für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sehr wichtig bzw. wichtig; 17 Prozent sehen das anders.
Fast drei von vier Deutschen (73 Prozent) finden, die deutsche Automobilindustrie habe in den vergangenen Jahren die Entwicklung alternativer Antriebe wie Elektroautos verschlafen; jeder Fünfte (19 Prozent) stimmt dieser Aussage nicht zu. 47 Prozent sind der Meinung, Deutschland übertreibe es mit dem Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in Zukunft vor allem auf seine Stärke beim Verbrenner setzen; ebenso viele (47 Prozent) stimmen dieser Aussage nicht zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.319 Befragte
- Erhebungszeitraum: 31. August bis 2. September 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Wie beurteilen Sie die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
- Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die Automobilindustrie für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands?
- Die deutschen Autohersteller stehen aktuell wirtschaftlich unter Druck. Zur Lage der deutschen Automobilindustrie nun einige Aussagen. Geben Sie jeweils an, ob Sie diesen eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.
- Die deutsche Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren die Entwicklung alternativer Antriebe wie Elektroautos verschlafen.
- Deutschland übertreibt es mit dem Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in Zukunft vor allem auf seine Stärke beim Verbrenner setzen.
- Der Staat sollte die heimische Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders unterstützen, um Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland zu sichern.
- Die Europäische Union erhebt aktuell Zölle auf den Import chinesischer Elektroautos, nicht auf Hybrid- und Verbrenner-Autos. Wie sehen Sie das: Sind die aktuellen Zölle auf chinesische Elektro-Autos angemessen? Sollten diese Zölle zurückgefahren oder auf alle chinesischen Auto-Importe ausgeweitet werden?
- In der Europäischen Union gibt es verschiedene staatliche Förderprogramme wie Kaufprämien für E-Autos oder das Dienstwagenprivileg. Aktuell wird darüber diskutiert, solche Förderprogramme nur noch dann zu gewähren, wenn die Produktion der Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb der Europäischen Union erfolgt. Fänden Sie das eher richtig oder eher falsch?
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