DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Produktivität wächst im zweiten Quartal um 1,4 Prozent
Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im zweiten Quartal 2026 nach revidierter Rechnung saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten ein Plus von 1,4 Prozent erwartet, nachdem bereits bei der ersten Schätzung eine Zunahme von 1,4 Prozent ausgewiesen worden war.
US-Arbeitslosenanträge in der vergangenen Woche wieder gestiegen
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche wieder leicht gestiegen. Insgesamt blieb die Entwicklung aber stabil, während sich die Schaffung neuer Stellen verlangsamt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag in der Woche zum 29. August bei 206.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das sind 2.000 mehr als in der Vorwoche, deren Wert auf 204.000 nach oben korrigiert worden war. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 205.000 Anträgen gerechnet.
US-Handelsdefizit hat sich im Juli ausgeweitet
Das Handelsdefizit der USA hat sich im Juli ausgeweitet, wie aus den am Donnerstag vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten hervorgeht. Die US-Importe überstiegen die Exporte um 88,6 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 71,2 Milliarden Dollar im Juni. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten ein Defizit von 90 Milliarden Dollar erwartet. Die Lücke ist das Ergebnis eines Anstiegs der Importe um 2,8 Prozent im Juli gegenüber dem Vormonat auf 399,3 Milliarden Dollar, während die Exporte um 2,1 Prozent auf 310,7 Milliarden Dollar sanken.
US-Dienstleistungssektor im August erneut gewachsen - ISM
Die Aktivität im US-Dienstleistungssektor ist im vergangenen Monat weiter gewachsen und setzte damit eine 26-monatige Serie fort, wie eine Umfrage unter Managern ergab. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management für den Dienstleistungssektor lag im August bei 55,4 gegenüber 54,1 im Juli. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem unveränderten Wert im Monatsvergleich gerechnet. Ein Wert von über 50 deutet auf Wirtschaftswachstum hin, während ein Wert von unter 50 auf eine Schrumpfung hindeutet.
Fed-Gouverneur Waller: Würde Zinspause bei günstigen Inflationsdaten im August unterstützen
Fed-Gouverneur Christopher Waller hat am Donnerstag erklärt, dass er eine Zinspause bei der Notenbanksitzung in zwei Wochen unterstützen würde, falls die Inflationsdaten für August die jüngsten Fortschritte aus Juni und Juli bestätigen. Sollte sich dieser Fortschritt jedoch umkehren, könnte er eine Zinserhöhung befürworten.
Markterwartungen an Fed-Zinserhöhung sinken stark
Für Händler ist eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat mehr oder weniger ein Münzwurf. Laut Daten der CME preisen sie eine rund 50-prozentige Chance auf eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt ein. Noch am Vortag hatten die Anleger eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für eine Anhebung eingepreist.
Chefvolkswirt der BoE für Zinserhöhung trotz unsicherem Kriegsverlauf
Die Bank of England sollte nach Ansicht ihres Chefvolkswirts Huw Pill den Leitzins anheben. Damit lasse sich das Risiko begrenzen, dass die Inflation für längere Zeit über dem Zielwert verharre, sagte Pill am Donnerstag. Dies gelte, obwohl der Verlauf des Krieges im Nahen Osten höchst unsicher bleibe. Pill befürwortet seit langem ein höheres Zinsniveau als seine Kollegen im neunköpfigen geldpolitischen Ausschuss (Monetary Policy Committee). Im Juli stimmten zwei weitere Mitglieder mit ihm für eine Zinserhöhung, während sechs Mitglieder für ein Festhalten am aktuellen Zinsniveau votierten.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/mgo
(END) Dow Jones Newswires
September 03, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
