DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
UNIPER - Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper könnte schon in wenigen Monaten einen neuen Eigentümer bekommen. Wie das Handelsblatt von zwei mit dem Verkaufsprozess befassten Personen erfahren hat, peilen die beteiligten Banken unter Federführung von JP Morgan an, bereits Ende November oder Anfang Dezember verbindliche Kaufangebote einzuholen. Der Verkaufsprozess könnte damit noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Insider befürchten, dass der vom Uniper-Management und dem Betriebsrat favorisierte Börsengang als Ausstiegsoption der Bundesregierung dann unwahrscheinlich wird. Frühestmöglicher Termin für einen Börsengang sei Anfang Februar, bestätigten mehrere in die Vorbereitung des Börsengangs involvierte Personen dem Handelsblatt. (Handelsblatt)
VOLKSWAGEN - Sparmaßnahmen bei Volkswagen reichen nach Einschätzung des Automobilexperten Stefan Bratzel nicht aus, um aus der Krise zu kommen. "Einsparungen allein werden Volkswagen nicht retten", sagte der Leiter des Center of Automotive Management (CAM) der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Zwar müsse VW "seine Kosten drastisch senken und das auch zügig". Die Überkapazitäten in den heimischen Werken setzten den Autobauer zunehmend unter Druck. Neben einem Stellenabbau könne eine Erhöhung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich ein Weg sein, um die hohen Produktionskosten zu senken. Die Schließung von vier Werken hält Bratzel jedoch für übertrieben: "Zwei Standorte sollten reichen." Darüber hinaus fordert Bratzel mehr Investitionen in neue Wachstumsfelder - etwa autonomes Fahren oder Robotik. (NOZ)
COMMERZBANK/UNICREDIT - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat sich am Donnerstag mit dem Vorstandsvorsitzenden der italienischen Unicredit getroffen und dabei über die geplante Übernahme der Commerzbank gesprochen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ging es vor allem um die Rolle der Commerzbank in Frankfurt und die Folgen einer Übernahme für den Finanzstandort. Konkret wünscht sich die Landesregierung unter anderem, dass der rechtliche Sitz und der Sitz des Vorstands der Bank dauerhaft in Frankfurt bleiben sollen. Die Unicredit-Tochtergesellschaft Hypovereinsbank hat ihren Sitz in München, weshalb Insider davon ausgehen, dass auch aus der bayerischen Landeshauptstadt Forderungen kommen könnten, wonach die Bank dort ihren Hauptsitz haben sollte. Zudem forderte Rhein nach Informationen der FAZ von Orcel, dass die Commerzbank als Aktiengesellschaft deutschen Rechts erhalten bleiben soll. Dazu gehören eine eigenständige Börsennotierung, ein Mindeststreubesitz von 25 Prozent plus einer Aktie und eine eigene Banklizenz in Deutschland. (FAZ)
REVOLUT - Revolut hat von den zuständigen Behörden eine vorläufige nationale US-Banklizenz erhalten. Die Lizenz würde es dem in London ansässigen Konzern nach vollständiger Zulassung ermöglichen, US-Kunden versicherte Einlagen anzubieten. Dies würde bedeuten, dass das Unternehmen für das Angebot von Bankdienstleistungen nicht mehr mit regulierten Partnerbanken zusammenarbeiten müsste. Mitgründer und CEO Nik Storonsky sagte, die Genehmigung sei "ein wichtiger erster Schritt", der Revolut das "Fundament gibt, um auf dem größten Finanzmarkt der Welt aufzubauen und Millionen von Amerikanern das volle Revolut-Erlebnis zu bieten". (Financial Times)
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September 04, 2026 00:29 ET (04:29 GMT)
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