DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutscher Auftragseingang steigt im Juli unerwartet dank Großaufträgen
Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Juli besser als erwartet entwickelt, was vor allem an Großaufträgen lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 13,1 (Juni: 7,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen monatlichen Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert. Der für Juni vorläufig gemeldete monatliche Anstieg von 3,1 Prozent wurde auf 3,7 Prozent revidiert.
Deutsche Industrie erhält viele Rüstungsbestellungen
Nach Aussage von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, sind die Rüstungsaufträge der Bundesregierung ein maßgeblicher Treiber des deutschen Auftragseingangs im Juli gewesen. "Dazu passt auch der kräftige Anstieg der Inlandsaufträge um 9,1 Prozent gegenüber dem Juni", schreibt er in einem Kommentar. Die Auslandsaufträge sei zweigeteilt gewesen: Während die Neubestellungen aus der Eurozone um 12,1 Prozent zulegten, sanken die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 10,1 Prozent. Negativ auf das Gesamtergebnis habe sich vor allem der Auftragsrückgang in der Automobilindustrie (minus 12,5 Prozent) ausgewirkt.
Deutscher Industrieumsatz sinkt im Juli deutlich
Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juli deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging er gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent zurück und lag auf Jahressicht um 0,6 Prozent niedriger. Der vorläufig für Juni gemeldete Umsatzrückgang von 1,3 Prozent wurde auf 0,5 Prozent revidiert.
Deutscher Dienstleistungsumsatz sinkt im Juni
Der Dienstleistungsumsatz in Deutschland ist im Juni gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging der reale Umsatz (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,7 Prozent zurück. Für Mai meldeten die Statistiker einen revidierten Anstieg um 1,5 (vorläufig: 1,5) Prozent und für April ein Plus von 0,9 (1,4) Prozent. Für das zweite Quartal ergibt sich ein Umsatzanstieg von 0,9 Prozent.
Großinsolvenzen in Deutschland auf neuem Hoch
Die Zahl der Großinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 auf einen neuen Höchststand geklettert. Nach Daten des Kreditversicherers Allianz Trade stellten 33 Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz einen Insolvenzantrag - ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit verfestigt sich der Negativtrend nach dem Rekordjahr 2025 mit damals 94 Großinsolvenzen weiter. Am stärksten betroffen war im ersten Halbjahr die Automobilbranche mit sieben Fällen, gefolgt vom Einzelhandel sowie dem Maschinenbau.
Chinas starke Handelsdynamik dürfte sich im August fortgesetzt haben
Chinas starke Handelsdynamik hat sich nach Einschätzung von BofA Securities in einem Kommentar wahrscheinlich auch im August fortgesetzt. Das Exportwachstum des Landes in US-Dollar werde sich im August von 23,9 Prozent im Juli wieder auf 25 Prozent im Jahresvergleich beschleunigen, gestützt durch die anhaltende Stärke bei Chip- und Automobilausfuhren, so die Bank. Das Importwachstum habe sich wahrscheinlich von 27,5 Prozent leicht auf 26 Prozent im Jahresvergleich abgeschwächt, heißt es weiter.
Japans Finanzministerin: Werden weiterhin auf fiskalische Balance achten
Japan wird nach Aussage von Finanzministerin Satsuki Katayama trotz Haushaltsforderungen der Ministerien in Rekordhöhe weiterhin ein Gleichgewicht zwischen fiskalischer Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum anstreben. Katayama sagte, die Summe von 143 Billionen Yen (umgerechnet 787 Milliarden Euro) stehe im Einklang mit den Bemühungen von Premierministerin Sanae Takaichi, die Abhängigkeit von Nachtragshaushalten zu verringern. Zusammengenommen beliefen sich der Nachtragshaushalt für das Geschäftsjahr 2025 und die regulären Ausgaben dieses Jahres auf rund 141 Billionen Yen.
Inflation auf den Philippinen schwächt sich leicht ab, bleibt aber hoch
Die Inflation auf den Philippinen hat sich im August zwar leicht abgeschwächt, verharrte aber auf einem hohen Niveau. Der Preisdruck wurde weiterhin durch den Konflikt im Nahen Osten, El Nino und Lohnerhöhungen aufrechterhalten. Der Verbraucherpreisindex stieg im August im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent und schwächte sich damit leicht von 6,2 Prozent im Juli ab. Dies geht aus Daten hervor, die die philippinische Statistikbehörde am Freitag veröffentlichte.
+++ Konjunkturdaten +++
Japan/Ausgaben privater Haushalte Juli -3,6% (PROGNOSE: -1,3%) gg Vorjahr
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Juli -6,8% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Juli 58,2%
Japan/Konsumneigung Juli -2,3 Pkt gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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September 04, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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