DJ US-Arbeitsmarkt überrascht im August mit starkem Stellenplus
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der US-Arbeitsmarkt hat im August überraschend stark zugelegt. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 162.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 53.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 9.000 Jobs nach oben revidiert: Das Ministerium meldete für Juli nun ein Stellenplus von 21.000 (vorläufig: Verlust von 23.000) und für Juni von 31.000 (vorläufig: 20.000).
Die separat erhobene Arbeitslosenquote stagnierte im August - wie von Ökonomen erwartet - bei 4,1 Prozent. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.
Die sogenannte Erwerbsquote - also der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtheit der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter - stieg von 61,4 auf 61,6 Prozent.
Für die Federal Reserve unter ihrem Chef Kevin Warsh verkompliziert sich das Bild im Vorfeld der nächsten Ratssitzung zusehends. Der anhaltende Nahost-Konflikt und die dadurch stark gestiegenen Ölpreise drohen die Inflation erneut anzuheizen. Nachdem die Teuerung bereits seit mehreren Jahren über dem Zwei-Prozent-Ziel liegt, wächst in den Reihen der Währungshüter die Sorge vor Zweitrundeneffekten.
Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent auf 37,75 Dollar. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 3,1 (3,2) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,0 Prozent erwartet.
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September 04, 2026 08:39 ET (12:39 GMT)
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