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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Starker Arbeitsmarkt nährt Zinsangst

DJ MÄRKTE USA/Etwas leichter - Starker Arbeitsmarkt nährt Zinsangst

DOW JONES--Die US-Börsen tendieren am Freitag im Verlauf etwas leichter, nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten für August überraschend stark ausgefallen sind. Das wiederum gibt Zinserhöhungssorgen neue Nahrung und treibt vor allem am kurzen Ende des Anleihemarkts die Renditen nach oben. Etwas Unterstützung kommt von fallenden Ölpreisen, die Inflationsängste lindern. Die Anleger agieren jedoch vorsichtig, weil in den USA ein langes Wochenende bevorsteht. Am Montag bleiben die dortigen Börsen wegen des Feiertags Labor Day geschlossen. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,4 Prozent auf 53.453 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite gibt um 0,3 Prozent nach.

Im vergangenen Monat entstanden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 162.000 Stellen, während Volkswirte im Konsens den Beschäftigungsaufbau auf 53.000 geschätzt hatten. Die Arbeitslosenquote lag wie erwartet bei 4,1 Prozent, der durchschnittliche Stundenlohn stieg ungefähr im erwarteten Rahmen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht aktuell wieder kaum verändert bei 4,76 Prozent, nachdem sie zunächst bis auf 4,81 Prozent gestiegen war. Der Dollarindex zieht um 0,2 Prozent an.

Am Vortag waren die Renditen gefallen, nachdem US-Notenbankgouverneur Christopher Waller die Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte, die bis dahin am Markt weithin im September erwartete Zinserhöhung aufzuschieben. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch im laufenden Monat wurde daraufhin noch mit gut 50 Prozent eingepreist, am Mittwoch waren es etwa 70 Prozent gewesen. Waller wollte die Zinsentscheidung indessen von der Inflation abhängig machen. Den Ausschlag dürften daher die in der kommenden Woche anstehenden Verbraucher- und Erzeugerpreise geben.

Am Ölmarkt kommt es zu Gewinnmitnahmen. US-Öl der Sorte WTI verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 90,55 Dollar je Barrel. Brentöl macht zwischenzeitliche Verluste wett und notiert unverändert bei 95,55 Dollar, nachdem es am Donnerstag im Verlauf aber zeitweise über 97 Dollar gekostet hat. Der festere Dollar und die höheren Marktzinsen belasten dagegen das Gold; der Preis für die Feinunze fällt um 0,7 Prozent auf 4.441 Dollar.

Unternehmensnachrichten kommen unter anderem von Lululemon. Die Aktien des Anbieters von Sportbekleidung brechen um rund 18 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Ziele schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt hat. Vor allem die Kernprodukte verkaufen sich noch immer schlecht.

Dagegen springen American Outdoor Brands um 42 Prozent nach oben. Der Anbieter von Camping-, Angel- und Jagdausrüstung hat im ersten Geschäftsquartal den Umsatz überraschend stark gesteigert.

Adobe verbilligen sich um 6,3 Prozent. Das Unternehmen bekommt mit Anil Chakravarthy einen neuen CEO. Dieser ist als bisheriger Leiter des Geschäftsbereichs Customer Experience Orchestration zwar ein Branchenkenner, doch hatten Anleger wohl darauf gesetzt, dass der Adobe-Veteran David Wadhwani zum neuen CEO ernannt wird. Wadhwani, der den Bereich Creativity and Productivity von Adobe verantwortete, wird das Unternehmen nun verlassen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.452,62  -0,4  -233,49    53.686,11 
S&P-500         7.723,76  -0,3   -23,95    7.747,71 
NASDAQ Comp      26.497,25  -0,3   -86,81    26.584,06 
NASDAQ 100       29.511,86  +0,1   +29,54    29.482,32 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,36 +0,03    4,42      4,33 
5 Jahre           4,53 +0,02    4,58      4,50 
10 Jahre          4,76 +0,00    4,81      4,75 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 19.00 Uhr 
EUR/USD          1,1622  -0,0  -0,0002     1,1624     1,1637 
EUR/JPY          181,38  +0,2   0,2800      181,1    180,8000 
EUR/CHF          0,9406  +0,2   0,0019     0,9387     0,9377 
EUR/GBP          0,8595  +0,0   0,0002     0,8593     0,8591 
USD/JPY          156,06  +0,2   0,2700     155,79    155,3500 
GBP/USD          1,3518  -0,0  -0,0003     1,3521     1,3543 
USD/CNY          6,7108  -0,1  -0,0073     6,7181     6,7181 
USD/CNH          6,7067  -0,2  -0,0109     6,7176     6,7161 
AUS/USD          0,721  +0,2   0,0011     0,7199     0,7205 
Bitcoin/USD      79.497,00  -2,4 -1.985,20    81.482,20   80.930,97 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,55  -0,8   -0,75      91,3 
Brent/ICE         95,55  +0,0    0,03      95,52 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.441,19  -0,7   -31,67    4.472,86 
Silber           66,22  -1,1   -0,74      66,95 
Platin         1.824,83  -0,1   -1,42    1.826,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr

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September 04, 2026 12:35 ET (16:35 GMT)

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