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3 bis 7 Tage nach dem Unfall: Warum NurExones Behandlungsfenster ein praktischer Vorteil sein könnte

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Mehr als 18.000 neue traumatische Rückenmarksverletzungen treten nach Angaben des US-amerikanischen National Spinal Cord Injury Statistical Center jedes Jahr allein in den Vereinigten Staaten auf. Jeder dieser Fälle beginnt als medizinischer Notfall. Zunächst müssen Wirbelsäule und Kreislauf stabilisiert, mögliche Kompressionen des Rückenmarks untersucht und weitere Schäden begrenzt werden. Erst danach lässt sich Art und Schwere einer Verletzung umfassender beurteilen - und klären, wer überhaupt für eine experimentelle regenerative Therapie infrage kommen könnte.

Für NurExone Biologic Inc. (ISIN: CA67059R1091) ist das Behandlungsfenster deshalb ein zentraler Teil der Entwicklungsstrategie. Der präklinische Wirkstoffkandidat ExoPTEN wird zunächst nicht für Menschen entwickelt, die seit vielen Jahren mit einer chronischen Rückenmarksverletzung leben. Adressiert werden neue akute Verletzungen innerhalb eines vergleichsweise langen Zeitraums nach dem Trauma. Die oft genannte Zahl von weltweit mehr als 15 Millionen Betroffenen entspricht daher nicht jener Patientengruppe, die NurExone mit dem ersten klinischen Programm erreichen möchte.

Aus einer Verletzung entstehen mehrere Schadensphasen

Bei einem Unfall entsteht zunächst der primäre mechanische Schaden: Nervenfasern werden gequetscht, gedehnt oder durchtrennt, Blutgefäße können reißen und Zellen unmittelbar absterben. Anschließend setzt eine sekundäre Kaskade ein. Entzündung, Schwellung, Durchblutungsstörungen und weitere zelluläre Prozesse können das geschädigte Areal vergrößern.

Diese zweite Phase erklärt, warum der Zeitpunkt für regenerative Ansätze so wichtig ist. Eine Therapie muss früh genug verfügbar sein, um noch beeinflussbare biologische Prozesse zu erreichen. Gleichzeitig darf das Zeitfenster in der Praxis nicht so eng sein, dass Diagnostik, Stabilisierung, Einwilligung, Transport in ein spezialisiertes Traumazentrum und Verabreichung kaum zu organisieren sind. Ein in Tagen statt Stunden bemessenes Fenster könnte deshalb einen wichtigen praktischen Vorteil bieten: Das Behandlungsteam gewinnt Zeit, die akute Versorgung abzusichern und die Eignung für eine Studie fundiert zu beurteilen.

Chronische Verletzungen bilden ein anderes Entwicklungsfeld

Einen Gegenpol bildet NervGen Pharma Corp. (ISIN: CA64082X2032). Das Unternehmen entwickelt NVG-291 derzeit vor allem für chronische Halsmarkverletzungen ein bis zehn Jahre nach dem Trauma. In der kleinen chronischen Kohorte einer Phase-1b/2a-Studie berichtete NervGen 2025 über eine statistisch signifikante Verbesserung der motorischen Verbindung zu einem Handmuskel. Ein zweiter ko-primärer Endpunkt für einen Beinmuskel erreichte keine statistische Signifikanz. Inzwischen bereitet NervGen eine zulassungsrelevante Studie bei chronischen Rückenmarksverletzungen vor.

Dieser Ansatz steht nicht im Widerspruch zur akuten Strategie von NurExone. Er zeigt vielmehr, dass unter dem Sammelbegriff Rückenmarksverletzung verschiedene therapeutische Felder entstehen. Bei chronischen Verletzungen geht es unter anderem darum, in bereits umgebautem und vernarbtem Nervengewebe neue Plastizität zu ermöglichen. In der akuten Phase sollen Folgeschäden begrenzt und Bedingungen geschaffen werden, die Nervenregeneration und funktionelle Erholung unterstützen.

NurExone untersucht ein Zeitfenster von drei bis sieben Tagen

ExoPTEN kombiniert aus mesenchymalen Stammzellen gewonnene Exosomen mit einem therapeutischen Wirkstoff gegen PTEN. Das Protein wirkt vereinfacht als Bremse für neuronales Wachstum. Die beladenen Exosomen sollen die Fracht zum geschädigten Gewebe transportieren und dort regenerative Prozesse unterstützen. Für die geplante klinische Entwicklung untersucht das Management zunächst eine Behandlung drei bis sieben Tage nach der Verletzung.

Präklinisch gibt es Hinweise, dass die Transportkomponente über mehrere Tage am Verletzungsort ankommt. In einem Rattenmodell reicherte sich markiertes ExoPTEN selbst dann am geschädigten Gewebe an, wenn es erst drei, fünf oder sieben Tage nach einer Rückenmarkskompression verabreicht wurde. Die Grenze der Aussage ist wichtig: Gemessen wurde die Anreicherung am Zielgewebe. Damit ist nicht bewiesen, dass eine um sieben Tage verzögerte Behandlung dieselbe funktionelle Wirkung erzielt.

In weiteren Tierstudien berichtete NurExone, dass behandelte Ratten Bewegungs- und Gehfähigkeit zurückgewannen. In einem Modell nennt das Unternehmen eine motorische Erholung bei 75 Prozent der Tiere. Diese Daten machen den Ansatz anschaulich, bleiben jedoch präklinisch. Sicherheit und Wirksamkeit von ExoPTEN wurden noch nicht am Menschen untersucht.

Das Zeitfenster entscheidet über mehr als die Biologie

Für NurExone wird der angestrebte Korridor damit zu einem operativen Bestandteil der Entwicklung. Er beeinflusst, wie viele Traumazentren an einer Studie teilnehmen können, wie sorgfältig geeignete Personen identifiziert werden und ob die Verabreichung in bestehende Abläufe passt. Die geplante intrathekale Gabe soll den Wirkstoff direkt in die Rückenmarksflüssigkeit bringen.

Ob das Konzept und das angestrebte Zeitfenster auf den Menschen übertragbar sind, muss erst eine klinische Prüfung zeigen. Die Positionierung ist dennoch klar: NurExone entwickelt ExoPTEN zunächst für neue akute Rückenmarksverletzungen - mit einem Behandlungsfenster, das in Tagen und nicht in Stunden oder Minuten gemessen wird.

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Lassen Sie sich in den Verteiler für NurExone Biologic und/oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler NurExone" und/oder "Nebenwerte".

NurExone Biologic Inc.
ISIN: CA67059R1091
Land: Israel & Kanada
www.nurexone.com

Quelle
https://sites.uab.edu/nscisc/faq/

https://www.ninds.nih.gov/health-information/disorders/spinal-cord-injury

https://nervgen.com/nervgen-pharma-reports-full-year-2025-financial-results-and-provides-business-updates/

https://www.globenewswire.com/news-release/2024/09/06/2942347/0/en/nurexone-demonstrates-extended-therapeutic-window-of-exopten-post-spinal-cord-injury-in-preclinical-study.html

https://nurexone.com/nurexone-announces-clinical-trial-plans-for-acute-spinal-cord-injury-therapy-at-annual-meeting-of-american-spinal-injury-association/

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Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung der NurExone Biologic vorgelegt, um die Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.

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