(...) Wer Sicherheit, Wirtschaft und Gesellschaft in die Hände von Politikern geben will, die Deutschland zum Spielball der Großmächte und eines romantisch-neurotischen Volksglaubens machen, der weiß nicht, was er tut. Die Sympathien dafür kommen aus dem Bedürfnis, "reinen Tisch" zu machen. Den wird es aber nicht geben, nicht in Sachsen-Anhalt, nicht im Bund. Bei aller berechtigten Kritik an der Unvollkommenheit dieser Koalition muss man ihr doch dankbar sein, die Deutschen jeden Tag daran zu erinnern, was demokratische Politik eigentlich ist: nicht die Zerstörung, nicht die reine Lehre, sondern das Mögliche. Die Tragik der Koalition ist, dass sie in der neuen Zwei-Lager-Landschaft, die sich in Deutschland aus Anti-AfD und Pro-AfD abzeichnet, nicht den Jubel, sondern die Jammerei auf ihrer Seite hat./yyzz/DP/zb
