DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Labor Day" geschlossen.
TAGESTHEMA
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen. Sie kommt laut vorläufigem Endergebnis auf 43,8 Prozent der Stimmen. Die CDU büßt mehr als die Hälfte der Stimmen ein und kommt auf 17,2 Prozent. Die Linke erreicht 8,6 Prozent, die SPD 9,3 Prozent und die Grünen 8,9 Prozent. Das BSW schafft mit 5,3 Prozent den Sprung in den Landtag. Die FDP wird mit 2,6 Prozent nicht mehr im Landtag vertreten sein. Die Hauptgeschäftsführerin des Industrieverbands BDI hat die Bundesregierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu mehr Reformeifer aufgerufen und die Wirtschaftspolitik radikaler Parteien kritisiert. "Die Antwort auf dieses Landtagswahlergebnis darf kein politischer Stillstand im Bund sein", sagte Tanja Gönner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gerade jetzt komme es darauf an, dass die Bundesregierung eine Reformagenda für mehr Investitionen, Innovationen und Wachstum entschlossen umsetze und ausbaue. "Die Rezepte radikaler Parteien sind dafür untauglich", sagte sie. "Deshalb muss die politische Mitte jetzt zeigen, dass sie handlungsfähig ist", forderte die BDI-Hauptgeschäftsführerin. Nötig sei eine auf Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum ausgerichtete Politik - auf Landesebene wie im Bund, sagte Gönner. Von diesem Ziel dürfe ein Landtagswahlergebnis nicht ablenken.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
08:00 DE/Hannover Rück SE, Pressefrühstück beim Rendez-Vous de Septembre in Monte Carlo
14:15 CH/Swiss Re Group, PK beim Rendez-Vous de Septembre in Monte Carlo
AUSBLICK KONJUNKTUR
- DE
08:00 Produktion im produzierenden Gewerbe Juli
saisonbereinigt
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
- EU
11:00 BIP (3. Veröffentlichung) 2Q
Eurozone
PROGNOSE: +0,4% gg Vq/+1,0% gg Vj
2. Veröff.: +0,4% gg Vq/+1,0% gg Vj
1. Quartal: 0,0% gg Vq/+0,5% gg Vj
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 26.024,00 -0,2 E-Mini-Future S&P-500 7.713,25 -0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.597,00 +0,1 Topix (Tokio) 4.124,21 +0,5 Hang-Seng (Hongk.) 25.386,57 -1,0 Shanghai-Comp. 3.924,10 -0,2 Freitag: INDEX Schluss +/- % DAX 26.046,40 +0,2 DAX-Future 26.110,00 +0,3 MDAX 32.355,32 +0,3 TecDAX 4.022,75 -0,1 SDAX 18.734,04 +0,7 Euro-Stoxx-50 6.392,93 +0,2 Stoxx-50 5.431,56 +0,2 XDAX 26.058,14 +0,0 Dow-Jones 53.414,25 -0,5 S&P-500 7.718,60 -0,4 Nasdaq Composite 26.506,99 -0,3
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Auf einen relativ ruhigen Handelstag stellen sich Händler am Montag an Europas Börsen ein. Mit dem US-Feiertag werde es am Nachmittag an Vorgaben fehlen. Diese seien angesichts der Diskussion um die US-Schuldenkrise und den Renditeanstieg derzeit extrem wichtig. Vor allem die weitere Entwicklung nach dem starken Arbeitsmarktbericht am Freitag stehe bei den US-Staatsanleihen im Fokus. Aktuell werden zehnjährige Papiere wieder über 4,78 Prozent gehandelt, eine Entspannung zeichnet sich hier nicht ab. Im Fokus stehen nun die US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag. Nur deutlich schwächere Daten als erwartet könnten Warsh noch als Ausrede dienen, heißt es weiter. Mit Interesse wird auch auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gewartet, auch hier steht der Inflationsausblick im Fokus. Diskutiert werde auch über den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt, Bedeutung für die Börse habe dieser jedoch nicht, heißt es.
Rückblick: Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht überraschte mit extrem starken Daten, die allerdings Zinserhöhungssorgen nährten, die wiederum die Aktienkurse bremsten. Konjunkturaktien in Deutschland wurden von überraschend gute Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gestützt. Zusammen mit Hoffnungen auf einen Wendepunkt bei VW strahlte dies auf den gesamten Auto- und auch Stahlsektor aus. VW sprangen mit der angekündigten Restrukturierung um 6,5 Prozent nach oben, BMW, Mercedes, Stellantis und Renault um bis zu 1,8 Prozent. Der Automobilsektor stieg um 1,2 Prozent. Profiteur des Konjunkturoptimismus war auch die zuliefernde Stahlindustrie, wo Arcelormittal um 2,4 Prozent, Salzgitter um 5,8 Prozent und Thyssenkrupp um 6,5 Prozent stiegen. Die Aktien von AT&S waren mit 11,2 Prozent stärkster Wert im Stoxx-600-Index. Das österreichische Tech-Unternehmen ist durch bullishe Kommentare von Oddo wieder in den Fokus gerückt.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Gut behauptet - Eine neuerliche Gewinnwarnung des US-Herstellers von Sportbekleidung Lululemon bremste vor allem Puma mit minus 1,8 Prozent. Adidas konnten sich bis zum Handelsende um 0,3 Prozent ins Plus arbeiten. Dazu standen Index-Änderungen in der DAX-Familie im Blick: Hugo Boss (+0,7%) und Ströer (-1,5%) tauschen ihre Plätze im MDAX und SDAX. OHB (-0,2%) rücken für Cancom (-0,4%) in den TecDAX auf. Keine Änderung wird es dagegen zum 21. September im DAX geben. Die Lufthansa-Aktie legte um 1,8 Prozent zu, obwohl sie es auch im dritten Anflug nicht in den DAX geschafft hat. Sie dürfte vom zeitweilig deutlich nachgebenden Ölpreis gestützt worden sein.
XETRA-NACHBÖRSE
Im nachbörslichen Handel am Freitag gab es kaum Bewegung. Wichtige Unternehmensmeldungen wurden nicht veröffentlicht.
USA - AKTIEN
Etwas leichter - Die überraschend stark ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für den August nährten die Zinserhöhungssorgen, wobei zeitweise deutlicher fallende Ölpreise Inflationsängste linderten. Anleger agierten auch wegen des bevorstehenden langen Wochenendes vorsichtig. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Unternehmensnachrichten kamen unter anderem von Lululemon. Die Aktien des Anbieters von Sportbekleidung brachen um 17,4 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Ziele schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt hatte. Dagegen sprangen American Outdoor Brands um 44,7 Prozent nach oben. Der Anbieter von Camping-, Angel- und Jagdausrüstung hat im ersten Geschäftsquartal den Umsatz überraschend stark gesteigert. Adobe verbilligten sich um 6,7 Prozent. Das Unternehmen bekommt mit Anil Chakravarthy einen neuen CEO. Dieser ist zwar ein Insider, Anleger hätten aber lieber den bisherigen Leiter des Bereichs Creativity and Productivity, David Wadhwani, auf dem Posten gesehen. Er wird Adobe nun verlassen. Die Tesla-Aktie fiel um 5,9 Prozent, nachdem die US-Bundesaufsichtsbehörden eine Untersuchung des lenkradlosen Cybercab des Elektroautoherstellers eingeleitet hatten, um festzustellen, ob es den Sicherheitsstandards entspricht.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- 2 Jahre 4,38 +0,05 10 Jahre 4,78 +0,02
Vor allem am kurzen Ende der Zinskurve zogen die Renditen nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten zeitweise kräftiger an. Im späteren Verlauf kamen sie dann wieder zurück. Ursächlich könnten neue Forderungen des US-Präsidenten an die Federal Reserve gewesen sein, die Zinsen zu senken. Die Zehnjahresrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,78 Prozent.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:30 Uhr EUR/USD 1,1609 -0,0 -0,0004 1,1613 1,1620 EUR/JPY 181,21 -0,1 -0,2100 181,4200 181,3200 EUR/CHF 0,9411 +0,1 0,0007 0,9404 0,9406 EUR/GBP 0,859 +0,0 0,0001 0,8589 0,8592 USD/JPY 156,08 -0,1 -0,1600 156,2400 156,0200 GBP/USD 1,3509 -0,1 -0,0012 1,3521 1,3521 USD/CNY 6,7114 +0,0 0,0006 6,7108 6,7109 USD/CNH 6,7106 +0,0 0,0027 6,7079 6,7073 AUS/USD 0,7204 +0,0 0,0002 0,7202 0,7208 Bitcoin/USD 79.843,70 -0,1 -55,79 79.899,49 79.440,11
Der Dollar zog am Freitag im Gefolge der Anleiherenditen etwas an und machte damit einen Teil seiner Vortagesverluste wett. Der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu. Am Donnerstag hatte der Greenback zum Yen kräftig abgewertet, nachdem am Devisenmarkt Spekulationen über eine Intervention Japans zugunsten der eigenen Währung aufgekommen waren.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.402,75 -0,6 -24,94 4.427,69 Silber 65,85 -0,5 -0,34 66,19 Platin 1.798,46 -1,2 -22,05 1.820,51
Die leichte Aufwertung des Dollar und der Anstieg der Marktzinsen belasteten den Goldpreis. Die Feinunze ermäßigte sich um 1,4 Prozent auf 4.430 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,54 +1,2 1,06 91,48 Brent/ICE 97,3 +1,1 1,02 96,28
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
September 07, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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