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MÄRKTE ASIEN/Kräftiger Kursschub in Seoul - Hongkong leichter

DJ MÄRKTE ASIEN/Kräftiger Kursschub in Seoul - Hongkong leichter

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Während sich die Börse in Seoul am Montag in Rallylaune präsentierte, ging es an den Nachbarbörsen in Ostasien und in Australien verhaltener zu. Dabei ging es mit den Indizes aber vielfach immerhin aufwärts. Klare Tagesfavoriten in der Region waren Chipaktien mit wieder auflebender KI-Fantasie.

Der Kospi in Seoul machte einen gewaltigen Satz um 4,6 Prozent nach oben. Die Aktien der beiden Chip-Giganten SK Hynix und Samsung Electronics verteuerten sich um 8,3 bzw. 5,7 Prozent, Hanmi Semicondutor gewannen 4,6 Prozent. In Tokio legten die Chiptitel Advantest und Renesas um 4,2 bzw. 3,1 Prozent zu. Murata Manufacturing zogen um 6,0 Prozent an, Kioxia um 9,3 Prozent. Der dortige breite Börsenindex Topix schloss 0,6 Prozent höher. Für kaum einen Impuls sorgte, dass der japanische Index der Frühindikatoren im Juli zwar gestiegen ist, aber nicht so stark wie erwartet.

In Hongkong lag der HSI im dortigen Späthandel 0,6 Prozent im Minus, wobei Immobilienaktien zu den größeren Verlierern gehörten. Shanghai ging dagegen 0,1 Prozent höher aus dem Tag. Hier könnte etwas gestützt haben, dass Peking eine umfassende Rekapitalisierung staatlicher Banken und Versicherer ankündigte, um das Finanzsystem zu stärken und die Kreditvergabe angesichts des nachlassenden Wachstums zu unterstützen. Trotz des Indexminus waren auch in Hongkong Halleiteraktien gesucht. SMIC gewannen 1,7 und Hua Hong Grace 4,7 Prozent. Im australischen Sydney war die Tendenz gut behauptet.

Als Bremser an den Börsen machten Akteure ungeachtet der Rally bei Halbleiteraktien die weiter steigenden Ölpreise aus, Brent-Öl kostete zuletzt 1,1 Prozent mehr, das Barrel 97,34 Dollar. Höhere Ölpreise schüren Inflationssorgen und halten Spekulationen über steigende US-Zinsen am Leben, genauso wie die am Freitag besser als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Am Wochenende hatten die USA drei iranische Öltanker angegriffen, nachdem iranische Streitkräfte US-Marine-Schiffe attackiert hatten. Der Iran drohte, eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten, was das Risiko weiterer Störungen der Energieflüsse erhöht.

Am Zinsterminmarkt liegt die Erwartung einer Zinserhöhung im September dennoch wieder bei unter 60 Prozent, nachdem im jüngsten Hoch auch schon 70 Prozent gesehen wurden. Die US-Börsen bleiben am Montag wegen des Labor-Day-Feiertags geschlossen.

Zur wieder aufblühenden KI-Fantasie verwiesen Marktteilnehmer auf das neue Modell GPT-6 Astra von OpenAI, das die Einführung von KI in allen Branchen beschleunigen und die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur aufrechterhalten könnte. Laut Nomura stellt das Modell einen großen Fortschritt in der Fähigkeit von KI-Systemen dar, komplexe Aufgaben zu bewältigen, sich an unbekannte Situationen anzupassen und über längere Zeiträume hinweg agentenähnliche Arbeiten auszuführen.

Foxconn (Hon Hai Precision Industry) zeigten sich in Taipeh lediglich 0,2 Prozent höher, obwohl der Elektronikauftragsfertiger angekündigt hatte, dass seine Drittquartalszahlen die Markterwartungen übertreffen dürften, unterstützt durch starke KI-Nachfrage.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %     % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.010,90  +0,1      +3,4      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.223,85  +0,6     +21,2      08:00 
Kospi (Seoul)       6.995,39  +4,6     +66,0      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.465,55  -0,7      -0,6      10:00 
Shanghai-Composite     3.932,70  +0,1      -0,9      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.794,17  -0,1     +24,7      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.622,30  -0,2     -23,4      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.713,33  +0,3      +2,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %     00:00    Fr, 09:34 % YTD 
EUR/USD           1,1611  -0,0     1,1613     1,1627  -1,1 
EUR/JPY           180,97  -0,3     181,42     181,75  -1,6 
EUR/GBP           0,8584  -0,1     0,8589     0,8584  -1,5 
USD/JPY           155,85  -0,3     156,24     156,29  -0,5 
USD/KRW          1.343,50  -0,1    1.344,20    1.351,90  -6,7 
USD/CNY           6,7109  0,0     6,7108     6,7108  -4,0 
USD/CNH           6,7100  +0,0     6,7079     6,7089  -3,8 
USD/HKD           7,8386  -0,0     7,8407     7,8401  +0,7 
AUD/USD           0,7211  +0,1     0,7202     0,7202  +8,1 
NZD/USD           0,5871  -0,2     0,5880     0,5885  +2,0 
BTC/USD          79.658,25  -0,3   79.899,49    80.768,46  -9,2 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           91,94  +0,5      0,46      91,48 
Brent/ICE           97,34  +1,1      1,06      96,28 
 
Metalle           zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.397,76  -0,7     -29,93    4.427,69 
Silber            65,61  -0,9     -0,58      66,19 
Platin           1.807,36  -0,7     -13,14    1.820,51 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 07, 2026 03:19 ET (07:19 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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