DJ Hannover Rück rechnet mit sinkenden Preisen in Januar-Vertragserneuerung
DOW JONES--Die Hannover Rück erwartet für die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2027 in der Schaden-Rückversicherung überwiegend stabile Konditionen bei leicht sinkenden Preisen. Der Konzern werde "mindestens stabile Rückversicherungskapazitäten zur Verfügung zu stellen, sofern auskömmliche Preise erzielbar sind", teilte er anlässlich des jährlichen Rückversicherungstreffens in Monte Carlo mit.
"Wir wachsen dort, wo Preise und Risiken im Einklang stehen, und verzichten auf Geschäft, das unsere Profitabilitätsanforderungen nicht erfüllt", sagte Hannover-Rück-Vorstandsmitglied Sven Althoff laut Mitteilung.
Hoch sei die Nachfrage nach wie vor in Geschäftsfeldern wie Cyberdeckungen, strukturierte Rückversicherung und Naturkatastrophendeckungen.
Auch die Swiss Re sieht in dem Risiko von Naturkatastrophen einen wichtigen Treiber der Rückversicherungsnachfrage. Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen nähmen pro Jahr um 5 bis 7 Prozent zu, rechnen die Schweizer in ihrer Mitteilung vor.
"Der Bedarf nach Absicherung wächst, da sich die Risikolandschaft verändert und Risiken immer stärker miteinander vernetzt sind", sagte Urs Baertschi, Chef der Schaden-Rückversicherung bei Swiss Re.
Ein hohes Potenzial sieht der Schweizer Konzern auch im Bereich KI-Infrastruktur. Einhergehend mit den bis 2030 erwarteten Investitionen von insgesamt über 6 Billionen US-Dollar in Rechenzentren schätzt Swiss Re das weltweite Prämienpotenzial im Versicherungsmarkt bis Ende des Jahrzehnts auf 91 Milliarden Dollar. Etwa 40 Prozent der US-amerikanischen Rechenzentrumskapazitäten befinden sich laut Swiss Re Institute in Gebieten mit beträchtlichem bis sehr hohem Tornadorisiko.
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September 07, 2026 03:20 ET (07:20 GMT)
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