DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Sentix-Konjunkturindex Deutschland steigt im September
Die Konjunkturerwartungen von Anlegern für Deutschland sind im September das vierte Mal in Folge gestiegen. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex kletterte auf minus 2,8 (August: minus 11,9) Punkte, das höchste Niveau seit Juli 2025. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 16,8 (minus 28,3) und der Index der Erwartungen auf plus 12,3 (plus 6,0) Punkte. "Die deutsche Konjunktur zeigt sich in den Sentix-Konjunkturindizes zu Beginn des Monats September in einer erstaunlich positiven Verfassung. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den Lagewerten", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner die Daten.
Eurozone-BIP für zweites Quartal nach oben revidiert
Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal 2026 stärker gewachsen als bisher berichtet. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer dritten Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Bei der zweiten Schätzung am 14. August war zunächst nur ein BIP-Plus von 0,4 Prozent gemeldet worden. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieser Rate gerechnet. Auf Jahressicht betrug das BIP-Wachstum 1,2 Prozent, womit es gegenüber der zweiten Veröffentlichung ebenfalls zu einer Aufwärtsrevision gekommen ist. Bisher hatte die Behörde das Plus auf 1,0 Prozent beziffert.
EZB dürfte Zinsen diese Woche anheben - Pause im Rest des Jahres 2026 möglich
Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag "scheine so gut wie ausgemacht", schreibt Alessia Berardi vom Amundi Investment Institute in einem Kommentar. Danach erwarte Amundi, dass die EZB für den Rest des Jahres eine Pause einlegen werde. "Wir sehen keine weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2026, beobachten aber erneute Aufwärtsrisiken bei Gas und Lebensmitteln, die die Inflation hartnäckiger machen und Zweitrundeneffekte auslösen könnten, die noch nicht sichtbar sind", sagt die Leiterin der globalen Makroökonomie. Die Inflation bleibe hoch und dürfte in den nächsten Monaten hartnäckig bleiben, bevor sie in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres nachlasse. Gleichzeitig könnten Wachstumsrisiken und der Druck bei den Renditen von Staatsanleihen die EZB davon abhalten, zu aggressiv vorzugehen, meint Berardi.
Chinas Inflationsdaten im August wahrscheinlich uneinheitlich
Chinas Inflationsdaten dürften im August uneinheitlich ausfallen, wie die Volkswirte der Deutschen Bank in einem Kommentar schreiben. Die Bank erwarte, dass sich die chinesische Erzeugerpreisinflation im August auf 3,2 Prozent im Jahresvergleich von 3,5 Prozent im Juli abschwächen werde, so die DB. "Während die Erholung der Ölpreise in den vergangenen zwei Monaten die Preiszuwächse im Erdölsektor weiter stützte, waren die Preistrends in den meisten anderen Branchen weitgehend unverändert", so die Bank. Im Gegensatz dazu erwarte die DB einen Anstieg der Verbraucherpreisinflation auf 0,8 Prozent im Jahresvergleich von 0,5 Prozent, getrieben durch die anhaltenden Preissteigerungen bei Schweinefleisch und Gemüse.
Chinas KI-Strategie beschleunigt Investitionen in Infrastruktur
Chinas KI-Strategie beschleunigt die Investitionen in die Infrastruktur und weitet die KI-Einführung auf verwandte Sektoren aus, wie Moody's Ratings in einer Research Note schreibt. Infrastrukturunternehmen beteiligen sich demnach zunehmend als Investoren, Entwickler und Nutzer von KI-Technologien am chinesischen KI-Ökosystem. "Anwendungen in Stromnetzen, der Stromerzeugung, Häfen, Flughäfen und mautpflichtigen Straßen verbessern bereits die Prognose, die Disposition, die Wartung und die Anlagenauslastung und schaffen so messbare betriebliche Vorteile", heißt es.
Chinas Devisenreserven im August leicht gestiegen
Chinas Devisenreserven sind im August vor dem Hintergrund eines schwächeren Dollars und eines stark gestiegenen Handelsüberschusses leicht gestiegen, was die Sorgen über eine Aufwertung des Yuan erneut schürt. Chinas Devisenreserven stiegen im August um 19,55 Milliarden US-Dollar auf 3,438 Billionen Dollar, wie aus den am Montag von der People's Bank of China veröffentlichten Daten hervorgeht. Das Ergebnis lag über den von The Wall Street Journal befragten Ökonomen erwarteten 3,425 Billionen Dollar.
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September 07, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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