Die großen Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück rechnet mit einer höheren Schadenbelastung aufgrund vermehrter wetterbedingter Naturkatastrophen. Überschwemmungen, Dürren, Hagel, Waldbrände und schwere Gewitter dürften langfristig zu höheren Schadenbelastungen führen und die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz weiter antreiben, ließ Hannover Rück auf dem jährlichen Treffen der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo ("Rendez-Vous de Septembre") verlauten. Besonders sogenannte "Non-Peak Perils" wie Hagelstürme entwickeln sich laut Münchener Rück zu einem wachsenden Risiko. Die Schäden einzelner Ereignisse seien zwar geringer als bei Erdbeben oder Hurrikans, summierten sich inzwischen jedoch zu erheblichen Belastungen. Swiss Re sieht Waldbrände als weltweit am stärksten wachsendes Wetterrisiko. In Europa stiegen die versicherten Waldbrandschäden in den vergangenen Jahrzehnten Schätzungen zufolge jährlich um 8 bis 11 %. Laut dem weltweit zweigrößten Rückversicherungskonzern sollen die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen dabei jährlich um 5 bis 7 % zulegen.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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