München/Kathmandu (ots) -
Eineinhalb Wochen nach der verheerenden Sturzflut in Nepal verstärken die SOS-Kinderdörfer ihre Nothilfe für Kinder und Familien. In den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading weiten die SOS-Kinderdörfer ihre Hilfe aus und erreichen damit knapp 6.000 Menschen. Durch die Sturzflut sind nach derzeitigem Stand mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen, Tausende werden noch vermisst. Rund 1,6 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen.
Im Mittelpunkt der Nothilfe stehen der Schutz von Kindern, die von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen getrennt wurden, psychosoziale Hilfe sowie die Versorgung von Familien mit Lebensmitteln, Notunterkünften, sauberem Wasser und weiteren lebenswichtigen Gütern. Für die Nothilfe stehen aktuell Mittel von einer Million Euro zur Verfügung.
"Für viele Kinder ist mit der Flut von einem Moment auf den anderen alles weggebrochen: ihr Zuhause, ihre Schule, in manchen Fällen auch ihre Familie. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie sicher sind und versorgt werden. Gleichzeitig geht es darum, ihnen so schnell wie möglich wieder etwas Alltag zu geben. Einen Ort, an dem sie lernen, spielen und einfach Kind sein können", sagt Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Mindestens 107 Kinder möglicherweise von ihren Familien getrennt
Besonders besorgt sind die SOS-Kinderdörfer über die Situation von Kindern, die während der Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden. Nach ersten Berichten könnten mindestens 107 Kinder betroffen sein. Für sie besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von Vernachlässigung Ausbeutung oder Menschenhandel zu werden.
Die SOS-Kinderdörfer kümmern sich bereits um Kinder, die allein oder von ihren Familien getrennt sind. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wird versucht, ihre Familien möglichst schnell ausfindig zu machen und sie wieder zusammenzubringen. Wo das zunächst nicht möglich ist, wird eine vorübergehende Betreuung organisiert.
Schutter sagt: "Wenn ein Kind nach einer solchen Katastrophe seine Eltern nicht findet, zählt jede Stunde. Wir müssen diese Kinder schnell finden und schützen und alles daransetzen, ihre Familien wieder zusammenzubringen. Gerade in dem Chaos nach einer Katastrophe sind Kinder besonders gefährdet."
Tausende Kinder können nicht mehr zur Schule
Für Tausende Kinder ist auch der Schulalltag weggebrochen. 9 Schulen mit mehr als 6.900 Schülerinnen und Schülern wurden beschädigt oder zerstört. Acht weitere Schulen werden derzeit als Notunterkünfte genutzt. Schätzungsweise 17.000 Kinder können deshalb nicht wie gewohnt zur Schule gehen. Die SOS-Kinderdörfer wollen vorübergehend sichere Orte zum Lernen schaffen und Kinder mit Schulmaterial ausstatten. Die SOS-Kinderdörfer richten außerdem kinderfreundliche Schutzräume ein. Dort können Kinder in einer sicheren Umgebung spielen und lernen und erhalten psychosoziale Unterstützung.
Gleichzeitig unterstützen die SOS-Kinderdörfer Familien bei der unmittelbaren Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Materialien für Notunterkünfte. Besonders besorgniserregend ist die Situation kleiner Kinder: Schätzungen zufolge könnten rund 2.600 Kinder unter fünf Jahren eine Behandlung wegen schwerer akuter Mangelernährung benötigen. Nach der akuten Nothilfe sollen Familien auch dabei unterstützt werden, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen.
Sabina Schutter reist in Kürze nach Nepal
Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, reist in Kürze nach Nepal. Dort wird sie sich unter anderem mit dem nationalen Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nepal über die aktuelle Lage und die Hilfe für Kinder und Familien in den betroffenen Gebieten austauschen.
Sabina Schutter steht vor ihrer Reise sowie nach ihrer Rückkehr für Interviews zur Verfügung. Interviewanfragen bitte an Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/1658/6347208
Eineinhalb Wochen nach der verheerenden Sturzflut in Nepal verstärken die SOS-Kinderdörfer ihre Nothilfe für Kinder und Familien. In den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading weiten die SOS-Kinderdörfer ihre Hilfe aus und erreichen damit knapp 6.000 Menschen. Durch die Sturzflut sind nach derzeitigem Stand mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen, Tausende werden noch vermisst. Rund 1,6 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen.
Im Mittelpunkt der Nothilfe stehen der Schutz von Kindern, die von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen getrennt wurden, psychosoziale Hilfe sowie die Versorgung von Familien mit Lebensmitteln, Notunterkünften, sauberem Wasser und weiteren lebenswichtigen Gütern. Für die Nothilfe stehen aktuell Mittel von einer Million Euro zur Verfügung.
"Für viele Kinder ist mit der Flut von einem Moment auf den anderen alles weggebrochen: ihr Zuhause, ihre Schule, in manchen Fällen auch ihre Familie. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie sicher sind und versorgt werden. Gleichzeitig geht es darum, ihnen so schnell wie möglich wieder etwas Alltag zu geben. Einen Ort, an dem sie lernen, spielen und einfach Kind sein können", sagt Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Mindestens 107 Kinder möglicherweise von ihren Familien getrennt
Besonders besorgt sind die SOS-Kinderdörfer über die Situation von Kindern, die während der Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden. Nach ersten Berichten könnten mindestens 107 Kinder betroffen sein. Für sie besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von Vernachlässigung Ausbeutung oder Menschenhandel zu werden.
Die SOS-Kinderdörfer kümmern sich bereits um Kinder, die allein oder von ihren Familien getrennt sind. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wird versucht, ihre Familien möglichst schnell ausfindig zu machen und sie wieder zusammenzubringen. Wo das zunächst nicht möglich ist, wird eine vorübergehende Betreuung organisiert.
Schutter sagt: "Wenn ein Kind nach einer solchen Katastrophe seine Eltern nicht findet, zählt jede Stunde. Wir müssen diese Kinder schnell finden und schützen und alles daransetzen, ihre Familien wieder zusammenzubringen. Gerade in dem Chaos nach einer Katastrophe sind Kinder besonders gefährdet."
Tausende Kinder können nicht mehr zur Schule
Für Tausende Kinder ist auch der Schulalltag weggebrochen. 9 Schulen mit mehr als 6.900 Schülerinnen und Schülern wurden beschädigt oder zerstört. Acht weitere Schulen werden derzeit als Notunterkünfte genutzt. Schätzungsweise 17.000 Kinder können deshalb nicht wie gewohnt zur Schule gehen. Die SOS-Kinderdörfer wollen vorübergehend sichere Orte zum Lernen schaffen und Kinder mit Schulmaterial ausstatten. Die SOS-Kinderdörfer richten außerdem kinderfreundliche Schutzräume ein. Dort können Kinder in einer sicheren Umgebung spielen und lernen und erhalten psychosoziale Unterstützung.
Gleichzeitig unterstützen die SOS-Kinderdörfer Familien bei der unmittelbaren Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Materialien für Notunterkünfte. Besonders besorgniserregend ist die Situation kleiner Kinder: Schätzungen zufolge könnten rund 2.600 Kinder unter fünf Jahren eine Behandlung wegen schwerer akuter Mangelernährung benötigen. Nach der akuten Nothilfe sollen Familien auch dabei unterstützt werden, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen.
Sabina Schutter reist in Kürze nach Nepal
Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit, reist in Kürze nach Nepal. Dort wird sie sich unter anderem mit dem nationalen Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nepal über die aktuelle Lage und die Hilfe für Kinder und Familien in den betroffenen Gebieten austauschen.
Sabina Schutter steht vor ihrer Reise sowie nach ihrer Rückkehr für Interviews zur Verfügung. Interviewanfragen bitte an Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/1658/6347208
© 2026 news aktuell
