DJ XETRA-SCHLUSS/Knapp behauptet - Ölpreis nähert sich der 100-USD-Marke
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt ist mit kleinen Abgaben in die neue Woche gestartet. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 26.007 Punkte. Der Brent-Ölpreis näherte sich wieder der 100 Dollar-Marke. Am Wochenende hatten die USA drei iranische Öltanker angegriffen, nachdem iranische Streitkräfte US-Marineschiffe attackiert hatten. Der Iran drohte, eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten, was das Risiko weiterer Störungen der Energieflüsse erhöhte. Ein Ende der Feindseligkeiten zeichnete sich nicht ab. Angesichts der Feiertags in den USA verlief der Handel in ruhigen Bahnen.
Wenngleich der Erdrutschsieg der AfD am Wochenende in Sachsen-Anhalt direkt keine Auswirkungen auf die Börsen hatte, so wurde er doch intensiv diskutiert. Nach Einschätzung der Commerzbank wird der Druck auf die Bundesregierung in Berlin und auf die Führung von Kanzler Friedrich Merz weiter steigen. Zudem dürfte das schlechte Abschneiden der Christ- und Sozialdemokraten die Zusammenarbeit in der Koalition belasten und es nicht einfacher machen, Einigungen bei anstehenden Reformen zu erzielen. Eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt werde jedoch die für die Finanzmärkte wichtigsten Politikbereiche - Steuern, soziale Sicherheit und die Gestaltung des Arbeitsmarktes - nicht beeinflussen.
Technologiewerte notierten auf ganzer Breite im Plus nach starken Vorlagen aus Asien. Im DAX stiegen Infineon um 6,9 Prozent, zusätzlich angetrieben von einer Hochstufung auf "Kaufen" von MPCM. Für Suss Microtec ging es um 5,2 Prozent nach oben, Aixtron gewannen 7,8 Prozent und Elmos legten 3 Prozent zu. Secunet kamen im SDAX auf ein Plus von 10,3 Prozent.
Software-Aktien bzw. Aktien von Informationsdienstleistern, die als mögliche Verlierer der KI-Revolution gesehen werden, wurden dagegen gemieden. OpenAI hatte am vergangenen Donnerstag ihr neuestes KI-Modell Astra vorgestellt. OpenAI-President Greg Brockmann sprach vom Beginn der AGI-Ära, also echter Künstlicher Allgemeiner Intelligenz. Kritiker hegten zwar Zweifel, ob AGI mit Astra tatsächlich Realität geworden sei. Kein Zweifel herrschte jedoch an den extrem hohen Leistungswerten von Astra. SAP gaben 1,6 Prozent nach, Sout24 0,9 Prozent, Auto1 4 Prozent oder CTS Eventim 2,4 Prozent.
Immobilienaktien fanden weiter keinen Boden. Neben dem hohen Renditeniveau an den Anleihemärkten wurden auch die gestiegenen Zinserwartungen zum Problem. An den Finanzmärkten wurden nun zunehmend drei EZB-Zinserhöhungen bis Mitte kommenden Jahres eingepreist. Für den zinssensiblen Sektor waren das keine erfreulichen Aussichten. Vonovia verloren 2,2 Prozent, auch belastet durch eine Abstufung durch Goldman Sachs. Daneben sanken LEG Immobilien um 2,2 Prozent und TAG Immobilien um 2,1 Prozent.
Kräftige Kursbewegungen gab es auch in Reaktion auf Umfstufungen. So sprangen Nordex um 10 Prozent nach oben nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Bank of America. Bei den Versorgern legten Eon um 1,1 Prozent zu. Sie wurden von der UBS von "Neutral" auf "Kaufen" nach oben genommen.
=== Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 26.007 -0,2 6,1 DAX-Future 26.021 -0,2 5,6 XDAX 26.000 -0,2 5,8 MDAX 32.405 +0,2 5,8 TecDAX 4.056 +0,8 11,8 SDAX 18.753 +0,1 9,2 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 122,60 -44,0 *gerundet ===
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September 07, 2026 11:57 ET (15:57 GMT)
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