Wegen Labor Day blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Heute Morgen zeigen die Futures wenig Richtung. Der DAX gibt in der Frühbörse rd. 0,4 % nach. Brent hält sich wegen der Spannungen am Persischen Golf bei knapp 99 Dollar, Gold gewinnt rund 0,7 % auf etwa 4.435 Dollar. Der Nikkei präsentiert sich schwächer, Südkorea und China bieten verhaltene Tendenzen ohne echten Richtungsentscheid. Wichtiger:
Der Yen steigt auf rund 153,5 je Dollar, den höchsten Stand seit Februar. Jefferies sieht darin zunehmend Stress für Yen-finanzierte Carry Trades: Werden kreditfinanzierte Positionen zurückgeführt, kann der Yen zusätzlich steigen und zugleich Liquidität aus anderen Risikoanlagen abziehen. Darauf ist über den September zu achten!
Aus dem Tech-Sektor: Morgan Stanley und Goldman Sachs versuchen für Anthropic und OpenAI direkt nach deren geplanten IPOs Investment-Grade-Ratings zu erreichen. Damit könnten beide den 11,7 Bio. Dollar großen Corporate-Bond-Markt anzapfen und ihre enormen Infrastrukturinvestitionen günstiger finanzieren. Das würde zugleich Kreditgarantien von Partnern wie Nvidia, Oracle, Google und Broadcom perspektivisch entlasten. Das Umfeld für die Halbleiter hat sich wieder spürbar verbessert.
In Europa beobachte ich erneute neue Top-Kurse für viele Bankentitel. Der Trend wurde hinlänglich und früh von uns beschrieben. Er bleibt intakt.
Jefferies stuft von "Hold" auf "Buy" hoch und hebt das Kursziel drastisch von 51 auf 90 Euro. Genannt werden die deutsche Altersvorsorge-Reform, ETF-Sparpläne und das 500-Mrd.-Euro-Infrastrukturprogramm. Die Zielerhöung in diesem Ausmaß ommt etwas spät, ist aber in der Tendenz richtig.
Infineon gewann gestern rund 6 %: Warburg erhöhte von "Hold" auf "Buy", Ziel 84 Euro. Deutsche Bank bestätigt "Buy" mit 85 Euro und sieht das Wachstum bei KI-Rechenzentren beschleunigt.
Die UBS hat die Einstufung für ASML mit einem Kursziel von 2350 Euro auf "Buy" belassen. Zeiss als wichtigster Zulieferer vertrat letzte Woche die Meinung, dass die chinesische Konkurrenz bei EUV 15 Jahre technologisch zurückängt.
Sie möchten regelmäßig am Puls des Marktes sein? Hier gehts zum Bernecker Newspilot: https://www.bernecker.info/
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Der Yen steigt auf rund 153,5 je Dollar, den höchsten Stand seit Februar. Jefferies sieht darin zunehmend Stress für Yen-finanzierte Carry Trades: Werden kreditfinanzierte Positionen zurückgeführt, kann der Yen zusätzlich steigen und zugleich Liquidität aus anderen Risikoanlagen abziehen. Darauf ist über den September zu achten!
Aus dem Tech-Sektor: Morgan Stanley und Goldman Sachs versuchen für Anthropic und OpenAI direkt nach deren geplanten IPOs Investment-Grade-Ratings zu erreichen. Damit könnten beide den 11,7 Bio. Dollar großen Corporate-Bond-Markt anzapfen und ihre enormen Infrastrukturinvestitionen günstiger finanzieren. Das würde zugleich Kreditgarantien von Partnern wie Nvidia, Oracle, Google und Broadcom perspektivisch entlasten. Das Umfeld für die Halbleiter hat sich wieder spürbar verbessert.
In Europa beobachte ich erneute neue Top-Kurse für viele Bankentitel. Der Trend wurde hinlänglich und früh von uns beschrieben. Er bleibt intakt.
Jefferies stuft von "Hold" auf "Buy" hoch und hebt das Kursziel drastisch von 51 auf 90 Euro. Genannt werden die deutsche Altersvorsorge-Reform, ETF-Sparpläne und das 500-Mrd.-Euro-Infrastrukturprogramm. Die Zielerhöung in diesem Ausmaß ommt etwas spät, ist aber in der Tendenz richtig.
Infineon gewann gestern rund 6 %: Warburg erhöhte von "Hold" auf "Buy", Ziel 84 Euro. Deutsche Bank bestätigt "Buy" mit 85 Euro und sieht das Wachstum bei KI-Rechenzentren beschleunigt.
Die UBS hat die Einstufung für ASML mit einem Kursziel von 2350 Euro auf "Buy" belassen. Zeiss als wichtigster Zulieferer vertrat letzte Woche die Meinung, dass die chinesische Konkurrenz bei EUV 15 Jahre technologisch zurückängt.
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