DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Exporte sinken im Juli um 0,8 Prozent
Die deutschen Exporte sind im Juli gesunken. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 0,8 Prozent weniger im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 6,1 Prozent höher. Die Importe fielen im Juli um 5,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die befragten Ökonomen hatten ein Minus von 1,2 Prozent vorhergesagt. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 3,0 Prozent.
Japans Wirtschaftswachstum übertrifft Schätzungen und gibt Rückenwind für Zinserhöhungen
Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zunächst geschätzt. Dies ist auf einen geringeren Rückgang der Unternehmensausgaben zurückzuführen. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im Zeitraum von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent. Dies geht aus revidierten Regierungsdaten vom Dienstag hervor. Die vorläufige Schätzung hatte bei einem Wachstum von 1,1 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent.
Chinas Exportwachstum beschleunigt sich bei steigendem Handelsüberschuss
Chinas Exporte sind im August stärker als erwartet gewachsen, gestützt durch den weltweiten Ausbau der KI. Der Anstieg der Überseelieferungen könnte jedoch die Spannungen über Ungleichgewichte mit den Handelspartnern anheizen. Die Exporte stiegen im August um 25,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 23,9 Prozent im Juli, wie aus den am Dienstag von der Allgemeinen Zollverwaltung veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Wert übertraf auch das von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal erwartete Wachstum von 23,8 Prozent.
EZB dürfte am Donnerstag Botschaft mit offenem Ende geben
Die Europäische Zentralbank wird die erwartete Zinserhöhung am Donnerstag voraussichtlich mit einer bewusst ergebnisoffenen Botschaft kombinieren, schreibt Konrad Kleinfeld von State Street Investment Management in einer Research Note. "Für die Märkte liegt der Fokus daher weniger auf der September-Entscheidung als auf der Frage, ob ein Einlagensatz von 2,50 Prozent bereits als ausreichend restriktiv angesehen wird oder ob die Zentralbank die Tür für Dezember offen lässt", sagt er. Die Geldmärkte preisen laut LSEG eine Anhebung um 25 Basispunkte am Donnerstag vollständig ein, wodurch der Einlagensatz auf 2,50 Prozent steigt.
EZB-Signale zum künftigen Zinspfad am Donnerstag erwartet
Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank am Donnerstag ist laut State Street Investment Management das wahrscheinlichste Szenario. "Die eigentliche Bedeutung der Sitzung dürfte daher weniger in der Zinsentscheidung selbst als in den Signalen für den künftigen geldpolitischen Kurs liegen", schreibt Konrad Kleinfeld, Head of Fixed Income Distribution EMEA für SPDR ETF, in einer Research Note. Die jüngsten Inflationsdaten lieferten diesbezüglich kein klares Signal, da die Gesamtinflation, vor allem angetrieben durch höhere Energiepreise, auf 3,3 Prozent gestiegen sei, während die Kerninflation und die Dienstleistungsinflation bisher relativ moderat geblieben seien und breitere Zweitrundeneffekte bislang nur begrenzt aufgetreten seien, so Kleinfeld. "Aus Sicht der EZB erhöht dies den Kommunikationsbedarf."
EZB-Sicht auf Marktbepreisung des Zinspfads dürfte Anleiherenditen beeinflussen
Das kurze Ende der Renditekurven von Staatsanleihen der Eurozone hat sich angesichts des erneuerten Inflationsrisikos bereits deutlich neu bewertet, und es habe auch Übertragungseffekte von anderen Staatsanleihemärkten gegeben, schreibt Niall Scanlon von Mediolanum International Funds Limited in einem Kommentar. "Sollte die EZB die Marktbepreisung bei dieser Sitzung bestätigen, gibt es Spielraum für einen weiteren Anstieg der Renditen," sagt der Fixed-Income-Portfoliomanager. Ein ausgewogenerer Tonfall und die Anerkennung, dass die Inflation weiterhin hauptsächlich energiebedingt sei und es kaum Zweitrundeneffekte gebe, dürften den Anleihen der Eurozone jedoch eine gewisse Entlastung bieten, meint er.
US-Verbraucherpreise wohl entscheidend für Zinspfad der Fed
Da der US-Arbeitsmarkt weiterhin Vollbeschäftigung aufweist, dürfte der Arbeitsmarktbericht der vergangenen Woche für die Fed kein ausreichender Grund sein, die Zinsen auf ihrer bevorstehenden Sitzung anzuheben, meint Christian Scherrmann, Chefvolkswirt für die USA bei DWS. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen habe im August mit 162.000 die Erwartungen übertroffen, stellt er fest. Zudem sei die Zahl für Juli von einem Rückgang um 23.000 Stellen auf einen Anstieg um 21.000 Stellen revidiert worden. Der inländische Preisdruck werde weiterhin von externen Faktoren wie Energiepreisen und Zöllen dominiert. Der bevorstehende Bericht zu den Verbraucherpreisen werde der Hauptfaktor sein, um zu bestimmen, ob höhere Leitzinsen gerechtfertigt seien oder nicht, fügt er hinzu.
Japans Finanzministerin: Kooperieren weiter mit USA für geordneten Devisenmarkt
Japan wird sich weiterhin mit den USA abstimmen, um die Stabilität auf dem Devisenmarkt zu gewährleisten, erklärte die Finanzministerin, während der Yen nach einer längeren Schwächephase wieder an Wert gewinnt. "Wir werden den engen Austausch mit dem US-Finanzministerium aufrechterhalten und daran arbeiten, die Ordnung auf dem Devisenmarkt zu wahren", sagte Finanzministerin Satsuki Katayama am Dienstag auf einer Pressekonferenz.
Ölpreise steigen nach Angriff auf Saudi-Aramco-Infrastruktur
Die Ölpreise sind am späten Montag in einem volatilen Handel gestiegen, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Infrastrukturanlagen von Saudi Aramco in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Jemen bekannt wurden. Der Kontrakt auf die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober kletterte am späten Montag um 1,2 Prozent auf 92,68 US-Dollar pro Barrel, nachdem er im Tagesverlauf kurzzeitig 93 Dollar erreicht hatte. Brent-Rohöl verteuerte sich zur Lieferung im November auf 97,38 Dollar. Damit erreichten sowohl die US-Referenzsorte als auch die globale Benchmark die höchsten Stände seit dem 23. Juli.
+++ Konjunkturdaten +++
Niederlande Inflationsrate Aug 3,3% - CBS
Niederlande Inflationsrate Juli war 3,2% - CBS
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September 08, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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