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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Novartis brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Novartis brechen ein

DOW JONES--Weiter mit kleinen Abgaben zeigt sich der europäische Aktienmarkt am Dienstagmittag. Der Brent-Ölpreis steigt weiter auf 98,60 Dollar, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Infrastruktur-Anlagen von Saudi Aramco in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Jemen bekannt geworden sind. Nach dem Scheitern der USA, den Iran militärisch zu besiegen, blockiert die Lage um die Straße um Hormus weiter den internationalen Öltransport und treibt die Preise, wie es heißt. Je länger die Ölpreise jedoch auf den Rekordniveaus bleiben, desto stärker belasten ihre Kosten die Lieferketten und treiben die Inflation nach oben. Entsprechend steigen auch die Renditen der Anleihen weiter an.

Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 25.967 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent nach unten. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht auf 1,1611 Dollar nach. Gold notiert wenig verändert bei 4.397 Dollar die Feinunze. Besonders gespannt ist man auf die Entwicklung am US-Anleihemarkt, wenn die US-Börsen nach dem Feiertag am Nachmittag den Handel wieder aufnehmen. Die Rendite der 10-jährigen Treasurys liegt bei 4,80 Prozent.

Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag dürften erst die US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben. Bis dahin dürfte an den Märkten Unsicherheit über das Thema Inflationsentwicklung dominieren. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gilt indes als sicher, bei ihr stehen nur Kommentare zur Inflation im Fokus.

Erneut mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich Novartis. Die Aktien brechen um 9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hat mit einem experimentellen Medikament gegen die neuromuskuläre Erkrankung myotone Dystrophie Typ 1 das primäre Ziel in einer Spätphasenstudie nicht erreicht. Das Medikament Del-desiran sei eine von drei Therapien gewesen, die die Schweizer durch die 12 Milliarden US-Dollar schwere US-Übernahme von Avidity Biosciences in ihre Pipeline aufgenommen hatten. "Das ist schon der zweite Studienrückschlag in einer Woche", sagt ein Händler. Es stelle zudem die Sinnhaftigkeit der Übernahme von Avidity Biosciences in Frage.

Der Fahrplan der Sandoz Group für die kommenden Jahre dürfte bei Anlegern gut ankommen, so Vontobel. Der Schweizer Generikahersteller habe seinen Ausblick für 2028 bestätigt, eine neue Prognose für 2030 vorgelegt, die über den Schätzungen von Vontobel liege, und eine Beschleunigung des Wachstums bis 2035 in Aussicht gestellt, heißt es. Die Aktie kommt dennoch nur auf ein mageres Plus von 0,2 Prozent.

Die Signale von der weltweiten Konjunktur sind uneinheitlich: Keine guten Vorlagen für Europas Export-Industrie sehen Händler in der Handelsbilanz Chinas für August. Vor allem die Aktien der Luxusgüter-Hersteller könnten unter der geringer als erwartet ausgefallenen Dynamik bei den Importen leiden. Bei Hermes und Richemont geht es bis 1,2 Prozent tiefer.

Kräftig aufwärts um 5,6 Prozent geht es bei Hornbach Holding. Die Baumarktkette hat am Vorabend gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit sinkenden Budgets der Kunden sei das Beibehalten des Jahresausblicks zuvor nicht ganz sicher gewesen, kommentiert ein Händler.

Nach den kräfigen Aufschlägen vom Vortag geht es für die Infineon-Aktie um 4,1 Prozent nach unten. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewinnen Nordex dagegen 1,6 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.400,09  -0,1   -3,90    6.403,99      10,5 
Stoxx-50        5.413,74  -0,4   -19,23    5.432,97      10,1 
DAX          25.967,47  -0,2   -39,06    26.006,53      6,0 
MDAX          32.515,63  +0,3   110,19    27.039,42      6,2 
TecDAX         4.035,13  -0,5   -20,39    3.091,28      11,4 
SDAX          18.769,47  +0,1   15,99    13.062,07      9,3 
FTSE          10.822,46  0,0    0,33    10.822,13      9,0 
CAC           8.303,86  -0,0   -2,29    8.306,15      1,9 
SMI          14.098,11  -1,3  -181,27    14.279,38      6,3 
ATX           6.871,73  -0,5   -33,63    6.905,36      29,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:11 Uhr 
EUR/USD          1,1611  -0,1  -0,0010     1,1621     1,1626 
EUR/JPY          179,19  -0,1  -0,1900     179,38    179,4900 
EUR/CHF          0,9422  +0,2   0,0014     0,9408     0,9406 
EUR/GBP          0,8583  +0,0   0,0001     0,8582     0,8585 
USD/JPY          154,31  -0,0  -0,0400     154,35    154,3800 
GBP/USD          1,3525  -0,1  -0,0013     1,3538     1,3541 
USD/CNY          6,7105  0,0  -0,0003     6,7108     6,7108 
USD/CNH          6,7092  0,0   0,0000     6,7092     6,7086 
AUS/USD          0,7211  -0,1  -0,0004     0,7215     0,7217 
Bitcoin/USD      78.368,04  -1,1  -881,31    79.249,35   78.917,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         93,76  +2,5    2,28      91,48 
Brent/ICE         98,64  +1,7    1,64      97,00 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.399,95  -0,1   -4,72    4.404,67 
Silber           66,07  -0,1   -0,07      66,14 
Platin         1.828,15  +0,1    1,71    1.826,44 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 08, 2026 07:19 ET (11:19 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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