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XETRA-SCHLUSS/Weitgehender Stillstand im DAX

DJ XETRA-SCHLUSS/Weitgehender Stillstand im DAX

DOW JONES--Nach einem sehr ruhigen Verlauf hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag kaum verändert geschlossen. Der DAX gewann 1 Punkt auf 26.008. Die Entwicklung des Ölpreises und der Renditen an den Anleihemärkten blieben die wichtigsten Themen an der Börse. Der Brent-Ölpreis stieg weiter auf 97,70 Dollar, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Infrastrukturanlagen von Saudi Aramco in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Jemen bekannt geworden waren.

Nach dem Scheitern der USA, den Iran militärisch zu besiegen, blockiere die Lage um die Straße um Hormus weiter den internationalen Öltransport und treibe die Preise, hieß es. Je länger die Ölpreise jedoch auf den Rekordniveaus bleiben, desto stärker belasten ihre Kosten die Lieferketten und treiben die Inflation nach oben. An den Anleihemärkten ging es mit den Renditen leicht nach oben.

Die Nachrichtenlage war äußerst dünn. Rüstungswerte waren gesucht. Von mehr als einer technischen Gegenbewegung konnte jedoch nicht die Rede sein. Das Börsen-Sentiment für den Sektor ist angeschlagen. Zwar investieren die Staaten weiterhin, es ist aber unklar, inwieweit klassische Waffensysteme angesichts der technologischen Veränderungen der Kriegsführung hiervon profitieren werden. Hinzu kamen weiterhin hohe Bewertungen im Sektor, auch nach der Korrektur. Rheinmetall gewannen 3 Prozent, Hensoldt 2,9 Prozent und Renk 3,7 Prozent.

Nach den deutlichen Aufschlägen zu Wochenbeginn legten Chipaktien dagegen den Rückwärtsgang ein. Damit setzte sich Europa von den weiterhin positiven Sektorvorgaben aus Asien negativ ab. Laut Berichten hatte Morgan Stanley die Infineon-Aktie (-3,9%) abgestuft und vor einem Hoch der DRAM-Nachfrage gewarnt. Allerdings erstreckte sich die Schwäche auch auf andere Titel aus dem Sektor. Suss verloren 2,4 Prozent und Aixtron 1,6 Prozent.

Kräftig aufwärts um 6,5 Prozent ging es bei Hornbach Holding. Die Baumarktkette hatte am Vorabend gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit gesunkenen Budgets der Kunden sei das Beibehalten des Jahresausblicks zuvor nicht ganz sicher gewesen, kommentierte ein Händler.

Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewannen Nordex 0,2 Prozent. Die Analysten empfahlen auch das Kion-Papier zum Kauf. Sich verbessernde Konjunkturdaten in Deutschland, unter anderem gestützt durch das Infrastrukturgesetz, deuteten auf eine Beschleunigung im Staplerbereich bis zum Jahr 2027 hin. Kion verteuerten sich um 7,5 Prozent.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.008  +0,0    6,1 
DAX-Future   26.019  -0,0    5,3 
XDAX      25.999  -0,0    5,8 
MDAX      32.544  +0,4    6,3 
TecDAX      4.036  -0,5    11,4 
SDAX      18.791  +0,2    9,3 
zuletzt        +/- Ticks 
Bund-Future   121,99 +20,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 08, 2026 11:54 ET (15:54 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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