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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind im August leicht gestiegen, angetrieben von der Nervosität an den Energiemärkten im Zusammenhang mit den erneuten Spannungen im Nahen Osten. Der Erzeugerpreisindex stieg im August im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent und beschleunigte sich damit gegenüber dem Anstieg von 3,5 Prozent im Juli. Der Wert übertraf den von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten Mediananstieg von 3,7 Prozent. Die Erzeugerpreise sind den sechsten Monat in Folge gestiegen, angetrieben von den stark gestiegenen Ölpreisen, die auf den Nahost-Konflikt zurückzuführen sind. Der Trend markiert eine deutliche Umkehr von einem ausgedehnten, mehr als dreijährigen Einbruch, der Ende 2022 begann. Auf Monatsbasis stiegen die Erzeugerpreise im August um 0,4 Prozent, nach einem Rückgang von 0,7 Prozent im Juli. Sie trotzten damit den Auswirkungen widriger Wetterbedingungen, die die Fabrikaktivitäten landesweit störten. Unterdessen stiegen Chinas Verbraucherpreise um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies war schneller als das Wachstum von 0,5 Prozent im Juli und entsprach dem von Ökonomen in der WSJ-Umfrage erwarteten Anstieg von 0,8 Prozent. Die Kernrate der Verbraucherpreise, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im August um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und legte damit leicht gegenüber dem Anstieg von 0,9 Prozent im Vormonat zu.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:30 ES/Inditex SA, Ergebnis 1H

19:00 US/Apple Inc, Vorstellung neuer Produkte

AUSBLICK KONJUNKTUR

- FR 
  08:45 Industrieproduktion Juli 
     PROGNOSE: -0,1% gg Vm 
     zuvor:  +0,1% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.883,00  -0,5 
E-Mini-Future S&P-500   7.686,00  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.581,75  +0,2 
Topix (Tokio)       4.054,22  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    25.253,14  -0,3 
Shanghai-Comp.       3.947,76  +0,2 
 
Dienstag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        26.007,63  0,0 
DAX-Future    25.871,90  -0,5 
MDAX       32.544,30  +0,4 
TecDAX       4.036,38  -0,5 
SDAX       18.791,15  +0,2 
Euro-Stoxx-50   6.413,17  +0,1 
Stoxx-50      5.419,19  -0,3 
XDAX       25.960,10  -0,0 
Dow-Jones     52.786,07  -1,2 
S&P-500      7.673,52  -0,6 
Nasdaq Composite 26.421,41  -0,3 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Verlusten in den Handel am Mittwoch starten. An der Gemengelage hat sich nichts geändert. Die USA und der Iran setzen die gegenseitigen Militärschläge fort. Die USA sollen 5 iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit nicht ab. Entsprechend steigt der Ölpreis weiter. Brent geht bei 99,11 Dollar das Fass um und notiert damit nur noch einen Hauch unter der 100-Dollar-Marke. Die Renditen an den Anleihemärkten stehen weiterhin grundsätzlich unter Aufwärtsdruck. Derweil richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend halten EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel Reden. Wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Wichtig werden die im Vorfeld anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag.

Rückblick: Die Entwicklung des Ölpreises und der Renditen an den Anleihemärkten blieben die wichtigsten Themen. Der Brent-Ölpreis stieg weiter, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf saudische Ölinfrastruktur bekannt geworden waren. Kauflaune kam somit nicht auf. Novartis brachen um 10,9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hatte mit einem experimentellen Medikament innerhalb weniger Tage in einer Spätphasenstudie erneut einen Misserfolg verbucht. Analysten stellten die Sinnhaftigkeit der teuren Übernahme von Avidity Biosciences in Frage, denn eines der Wirkstoffe stammte aus deren Pipeline. Sanofi gaben 1,3 Prozent nach. Nach den deutlichen Aufschlägen zu Wochenbeginn legten Chipaktien indes den Rückwärtsgang ein. Damit setzte sich Europa von den weiterhin positiven Sektorvorgaben aus Asien negativ ab. Laut Berichten hatte Morgan Stanley die Infineon-Aktie (-3,9%) abgestuft. Allerdings erstreckte sich die Schwäche auch auf andere Titel aus dem Sektor. Suss verloren 2,4 Prozent, Aixtron 1,6 Prozent und STMicroelectronics 3,5 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Kaum verändert - Rüstungswerte waren gesucht. Von mehr als einer technischen Gegenbewegung konnte jedoch nicht die Rede sein. Das Sentiment für den Sektor ist angeschlagen. Zwar investieren die Staaten weiterhin, es ist aber unklar, inwieweit klassische Waffensysteme angesichts der technologischen Veränderungen der Kriegsführung hiervon profitieren werden. Rheinmetall gewannen 3 Prozent, Hensoldt 2,9 Prozent und Renk 3,7 Prozent. Um 6,5 Prozent ging es bei Hornbach Holding aufwärts. Die Baumarktkette hatte gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit gesunkenen Kundenbudgets sei das Festhalten am Jahresausblick nicht ganz sicher gewesen, kommentierte ein Händler. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citi gewannen Nordex 0,2 Prozent. Die Analysten empfahlen auch das Kion-Papier zum Kauf - der Kurs legte um 7,5 Prozent zu.

XETRA-NACHBÖRSE

Der nachbörsliche Handel verlief in ruhigen Bahnen. Es gab keine wichtigen Unternehmensmeldungen.

USA - AKTIEN

Leichter - Nach der Feiertagspause dominierten Abgaben. Der Dow-Jones-Index gab deutlicher nach - belastet durch Amgen, das Papier stürzte um 10,1 Prozent ab. Als übergeordneter Bremsklotz des Aktienmarktes fungierten die Ölpreise, Brent näherte sich wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an. Befürchtungen, die Fed könnte noch in diesem Monat die Zinsen anheben, belastete die Wall Street wie schon am vergangenen Freitag ebenfalls. Amgen zeigten sich sehr schwach. Der schweizerische Konkurrent Novartis hatte für eine Spätphasenstudie seines experimentellen Herz-Kreislauf-Medikaments Pelacarsen einen Misserfolg gemeldet. Das verhieß nichts Gutes für Amgens eigenes Herz-Kreislauf-Medikament Olpasiran. Auch Eli Lilly (-2,2%) arbeitet an einer konkurrierenden Behandlung. Bloom Energy zogen um 9,6 Prozent an. Der Titel des Brennstoffzellenherstellers gehört zu denen, die am 21. September in den S&P-500 aufgenommen werden. Fallende Kurse bei Bitcoin belasteten Aktien mit Bezug zur Kryptowährung: Coinbase Global gaben 3,1 Prozent ab, Strategy um 4,4 Prozent. Die Aktie von Qualcomm stieg um 3,2 Prozent, nachdem der Chipdesigner eine Vereinbarung im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar getroffen hatte, um Amazon bei der Entwicklung spezialisierter Halbleiter für seine KI-Infrastruktur zu unterstützen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite  +/- 
2 Jahre      4,40    +0,02 
10 Jahre     4,81    +0,02 
 

Die gestiegenen Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen und hievten die Anleiherenditen nach oben - gerade im Vorfeld der anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. "Auch wenn wir nicht glauben, dass es nächste Woche eine Zinserhöhung geben wird, halten wir die aktuelle Preisgestaltung dennoch für durchaus gerechtfertigt", urteilten die Analysten der Danske Bank mit Blick auf die Notierungen der Anleihen.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:45 Uhr 
EUR/USD     1,1634  +0,1  0,0011     1,1623     1,1627 
EUR/JPY     178,40  -0,3  -0,5800    178,9800    179,2900 
EUR/CHF     0,9405  -0,0  -0,0001     0,9406     0,9406 
EUR/GBP     0,8584  +0,0  0,0002     0,8582     0,8586 
USD/JPY     153,32  -0,4  -0,6400    153,9600    154,1900 
GBP/USD     1,3552  +0,1  0,0015     1,3537     1,3540 
USD/CNY     6,7072  -0,1  -0,0033     6,7105     6,7105 
USD/CNH     6,7048  -0,0  -0,0011     6,7059     6,7068 
AUS/USD     0,7231  +0,3  0,0018     0,7213     0,7219 
Bitcoin/USD 79.164,32  +0,9  675,44    78.488,88   78.717,19 
 

Der Dollar sank mit trotz gestiegener Marktzinsen - der Dollar-Index fiel zwischenzeitlich auf ein Zweiwochentief ab. Die ING brachte die Stärke des Yen ins Spiel. Die japanische Währung markierte ein Sechsmonatshoch gegenüber dem Greenback - gestützt von der Erwartung schnellerer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.387,39  +0,8   33,20    4.354,19 
Silber      66,47  +1,1   0,72      65,75 
Platin    1.836,50  +1,3   22,93    1.813,57 
 

Der Goldpreis war gefangen zwischen einem schwächeren Dollar einerseits und höheren Marktzinsen andererseits. Daher bewegte sich der Preis für die Feinunze kaum - er büßte 0,8 Prozent auf 4.394 Dollar ein. "Dass sich Gold (...) hält, deutet darauf hin, dass die defensive Nachfrage immer noch stark genug ist, um den Druck eines robusten Arbeitsmarktes auszugleichen", merkte Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets an.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    93,94  +1,0   0,91      93,03 
Brent/ICE    99,02  +1,1   1,10      97,92 
 

Brent näherte sich im Verlauf wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an und notierte damit auf dem höchsten Stand seit Juli. Bereits am Vortag waren die Ölpreise gestiegen als Reaktion auf neue Angriffe des Iran bzw. der USA. Nun zirkulierten Berichte über Drohnen- und Raketenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur im Südwesten des Landes nahe der jemenitischen Grenze durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen. Die UBS hatte ihre Ölpreisprognose angehoben, da der Markt weiterhin mit einem knappen Angebot und sinkenden Lagerbeständen konfrontiert sei. Im asiatischen Handel am Mittwoch legt der Brent-Ölpreis weiter zu und notierte erneut nur knapp unter 100 Dollar. Auslöser sind Berichte über erneute gegenseitige Angriffe der USA und des Iran.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

ZOLLSTREIT USA / KANADA

US-Präsident Trump hat am Dienstag Dekrete unterzeichnet, um den Import vieler Milchprodukte, alkoholischer Getränke und Motorräder aus Kanada in drei Wochen zu verbieten. Dies stellt eine Vergeltungsmaßnahme für kanadische Zölle dar, die am selben Tag zuvor in Kraft getreten waren.

AIRBUS

hat einen Auftrag aus Ägypten an Land gezogen. Wie der Konzern mitteilte, hat Air Cairo 15 Maschinen des Typs A320neo bestellt. Finanzielle Details zu der Bestellung, die bei der El Alamein International Airshow unterzeichnet wurde, nannte Airbus nicht.

FORD

ist bei der US-Regierung wegen seiner Geschäftsaktivitäten in China in die Kritik geraten. US-Verkehrsminister Sean Duffy sagte, es sei nicht tragbar für Amerika, dass sich Ford auf Technologien "ausländischer Gegner" verlasse.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

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September 09, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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