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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag Dekrete unterzeichnet, um den Import vieler Milchprodukte, alkoholischer Getränke und Motorräder aus Kanada in drei Wochen zu verbieten. Dies stellt eine Vergeltungsmaßnahme für kanadische Zölle dar, die zuvor in Kraft getreten sind. Trump änderte zudem den Umfang einiger bestehender 50-prozentiger Zölle auf kanadische Produkte. Er strich die Abgaben auf Zement, Streusalz und Krankenhausbedarf, während er gleichzeitig Zölle von 50 Prozent auf andere Produkte erhob, darunter einige Geländefahrzeuge, Boote und Käsesorten.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

19:00 US/Apple Inc, Vorstellung neuer Produkte

AUSBLICK KONJUNKTUR

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.686,75  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.581,50  +0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.917,40  -0,0 
Topix-500 (Tokio)      4.050,97  +0,0 
Kospi (Seoul)        7.049,59  +1,4 
Shanghai-Composite      3.936,12  -0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.225,84  -0,4 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Die weiter steigenden Ölpreise dürften stark mit dazu beitragen, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagen. Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen. Die Blicke vieler Akteure sind daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind unterdessen im August leicht gestiegen, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachen. Favorisiert werden laut Marktteilnehmern weiter Aktien von Chipherstellern, nachdem diese an den US-Börsen gegen die in der Breite leichtere Tendenz zulegen konnten. Intel und Qualcomm legten kräftig zu, nachdem sie mit Amazon eine Vereinbarung zur Entwicklung maßgeschneiderter KI-Chips getroffen hatten, was den Fokus auf Investitionen in KI-Infrastruktur verstärkte. In Sydney gibt der Kurs von Westgold Resources um 5,5 Prozent nach. Das Unternehmen teilte mit, seine jährliche Goldproduktion auf rund 500.000 Unzen steigern zu wollen, wohingegen im Konsens mit 508.000 Unzen gerechnet wurde.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.786,07  -1,2  -628,18    53.414,25 
S&P-500    7.673,52  -0,6  -45,08    7.718,60 
NASDAQ Comp 26.421,41  -0,3  -85,58    26.506,99 
NASDAQ 100  29.507,70  -0,1  -36,45    29.544,16 
 
           Dienstag  Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,21 Mrd  0,98 Mrd 
Gewinner        965   1.341 
Verlierer      1.778   1.378 
Unverändert       88    109 
 

Leichter - Als übergeordneter Bremsklotz wurden die weiter steigenden Ölpreise ausgemacht, die letztlich die Notenbank zu einer Erhöhung der Zinsen bewegen könnten. Entsprechen blieb das Niveau der Marktzinsen erhöht. Der Dow gab deutlicher nach - belastet durch Amgen, die um 10,1 Prozent einknickten. Nachdem der Konkurrent Novartis in einer Studie eines experimentellen Herz-Kreislauf-Medikaments einen Misserfolg gemeldet hatte, befürchtete der Markt ähnliches für Amgens eigenes Herz-Kreislauf-Medikamen. Eliy Lily verloren 2,2 Prozent, auch Eli Lilly arbeitet an einer konkurrierenden Behandlung. Qualcomm stiegen um 3,2 Prozent, nachdem der Chipdesigner eine Vereinbarung im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar getroffen hatte, um Amazon bei der Entwicklung spezialisierter Halbleiter für seine KI-Infrastruktur zu unterstützen. Intel stiegen um 9 Prozent. Rückenwind lieferten eine Hochstufung durch einen Analysten sowie Berichte, wonach das Unternehmen eine Preiserhöhung für CPUs plant. In Toronto fielen Bombardier um 2,2 mProzent, nachdem US-Präsident Trump damit gedroht hatte, den Flugzeugersteller mit einem Verkaufsverbot zu belegen, falls er keine neuen Zusagen für den Bau in den USA mache. Bloom Energy zogen um 9,6 Prozent an. Treiber war die Aufnahme der Aktie des Brennstoffzellenherstellers in den S&P-500-Index.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite  +/- 
2 Jahre      4,40    +0,02 
10 Jahre     4,81    +0,02 
 

Die steigenden Ölpreise befeuerten Inflations- und damit Zinserhöhungssorgen mit der Folge anziehender Anleiherenditen - gerade im Vorfeld neuer US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. "Auch wenn wir nicht glauben, dass es nächste Woche eine Zinserhöhung geben wird, halten wir die aktuelle Preisgestaltung dennoch für durchaus gerechtfertigt", urteilten die Analysten der Danske Bank.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:06 % YTD 
EUR/USD     1,1633  +0,1   1,1623     1,1621  -1,0 
EUR/JPY     178,41  -0,3   178,98     178,74  -3,0 
EUR/GBP     0,8583  +0,0   0,8582     0,8581  -1,5 
USD/JPY     153,34  -0,4   153,96     153,78  -2,1 
USD/KRW    1.336,20  -0,3  1.339,79    1.345,74  -7,2 
USD/CNY     6,7072  -0,1   6,7105     6,7107  -4,1 
USD/CNH     6,7050  -0,0   6,7059     6,7104  -3,9 
USD/HKD     7,8416  +0,0   7,8410     7,8410  +0,8 
AUD/USD     0,7228  +0,2   0,7213     0,7213  +8,3 
NZD/USD     0,5856  +0,1   0,5852     0,5857  +1,7 
BTC/USD    78.926,81  +0,6 78.488,88    78.398,57 -10,0 
 

Der Dollar bewegte sich seitwärts. Der Euro kostete zuletzt 1,1627 Dollar, wobei der Euro leicht unterstützt wurde von der erwarteten Zinserhöhung der EZB am Donnerstag.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.394,19  +0,9   40,00    4.354,19 
Silber     66,50  +1,1    0,75      65,75 
Platin   1.836,90  +1,3   23,33    1.813,57 
 

Der Goldpreis büßte vor dem Hintergrund höherer Matktzinsen im US-Handel 0,8 Prozent auf 4.394 Dollar ein.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    93,88  +0,9    0,85      93,03 
Brent/ICE    99,11  +1,2    1,19      97,92 
 

Brent näherte sich im Verlauf wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an und notierte damit auf dem höchsten Stand seit Juli. Hintergrund waren weiter die jüngsten Angriffe des Iran bzw. der USA. Dazu kamen Berichte über Drohnen- und Raketenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur im Südwesten des Landes nahe der jemenitischen Grenze durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen. Im US-Handel ging es um knapp 2 Prozent auf knapp über 99 Dollar nach oben.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

CHINA - Inflation

Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind im August leicht gestiegen, angetrieben von höheren Ölpreisen. Der Erzeugerpreisindex stieg zum Vorjahr um 3,8 Prozent, verglichen mit einer Steigerungsrate von 3,5 Prozent im Juli. Ökonomen hatten 3,7 Prozent geschätzt. Die Erzeugerpreise stiegen damit den sechsten Monat in Folge. Auf Monatsbasis betrug das Plus 0,4 Prozent, nach einem Rückgang von 0,7 Prozent im Juli. Chinas Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich wie auch erwartet um 0,8 Prozent zu, nach 0,5 Prozent im Juli. Die Kernrate der Verbraucherpreise, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im August um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juli hatte der Anstieg hier 0,9 Prozent betragen.

INDEXÄNDERUNG

Die Aktien von Bloom Energy, Everpure und Illumina werden in den S&P-500 aufgenommen. Dafür müssen Molson Coors Beverage, Trade Desk und Buliders Firstsource ihren Platz in dem Index räumen, wie der Indexbetreiber S&P Dow Jones Indices bereits am 5. September mitteilte. Die Änderungen treten mit Handelsbeginn am 21. September in Kraft.

FORD

ist bei der US-Regierung wegen seiner Geschäftsaktivitäten in China in die Kritik geraten. US-Verkehrsminister Sean Duffy sagte, es sei nicht tragbar für Amerika, dass sich Ford auf Technologien "ausländischer Gegner" verlasse.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2026 01:47 ET (05:47 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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