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MÄRKTE ASIEN/Kleine Einbußen überwiegen - Seoul von festen Chipaktien gestützt

DJ MÄRKTE ASIEN/Kleine Einbußen überwiegen - Seoul von festen Chipaktien gestützt

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--An den Aktienmärkten in Ostasien und Australien sind am Mittwoch überwiegend moderate Einbußen zu beobachten gewesen. Sie folgten damit der Vorgabe der Wall Street.

Am meisten tat sich in Seoul, wo sich der technologielastige und volatile Kospi als Ausreißer nach oben zeigte. Er stieg um 1,4 Prozent. In Tokio ging es für den Topix ganz leicht nach unten um 0,1 Prozent. Hier dürfte der weiter fest gehende Yen gebremst haben, weil er Exporte japanischer Waren verteuert. Er legte wieder leicht zu, nachdem US-Finanzminister Bessent Händler provokant dazu herausforderte, gegen den Yen zu wetten. Hintergrund ist, dass die USA alles Notwendige tun dürften, um ihren Anleihemarkt zu schützen und den Yen zu stützen. Eine Rückkehr des Dollarkurses auf 150 Yen dürfte laut Marktbeobachtern sowohl für die japanischen als auch für die US-Behörden wünschenswert sein. Zuletzt kostete der Dollar 153,30 Yen.

Der HSI in Hongkong (Späthandel) büßte 0,3 Prozent ein. Shanghai schloss dagegen 0,3 Prozent höher. Im australischen Sydney war die Tendenz knapp behauptet.

Die weiter steigenden Ölpreise dürften mit dazu beigetragen haben, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagen. Angesichts der unverändert angespannten und unübersichtlichen Lage in der Straße von Hormus verteuerte sich Brent-Öl weiter, um 1,6 Prozent auf 99,47 Dollar. Der Iran feuerte ballistische Raketen auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien ab und griff Schiffe in und um die Straße von Hormus an, nachdem die USA fünf iranische Öltanker zerstört hatten.

Die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel, ist damit nun zum Greifen nah. Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen. Die Blicke vieler Akteure waren daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.

Chinesische Verbraucher- und Erzeugerpreise stiegen unterdessen im August leicht, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachten.

Favorisiert wurden laut Marktteilnehmern weiter Aktien von Chipherstellern, nachdem diese an den US-Börsen gegen die in der Breite leichtere Tendenz zulegen konnten. Qualcomm stiegen kräftig, nachdem das Unternehmen mit Amazon eine Vereinbarung zur Entwicklung maßgeschneiderter KI-Chips getroffen hatte, was den Fokus auf Investitionen in KI-Infrastruktur verstärkte. Intel schnellten mit einer Kaufempfehlung stark nach oben und mit Berichten über Preiserhöhungen. Die Rally der Chiphersteller stand dabei im Kontrast zur Schwäche von Softwarewerten, nachdem ein neuer KI-Agent von OpenAI Befürchtungen geweckt hatte, dass KI etablierte Softwareunternehmen verdrängen könnte.

In Seoul legten SK Hynix um 3,5 und Hanmi Semiconductor um 2,5 Prozent zu. In Tokio büßten Kioxia 0,7 Prozent ein, nachdem der Kioxia-Chef engere Fertigungskooperationen mit SK Hynix ausgeschlossen hatte mit Verweis auf kartellrechtliche Bedenken sowie auf Komplikationen mit den bestehenden Kioxia-Gemeinschaftsanlagen mit Sandisk.

In Sydney gab der Kurs von Westgold Resources um 4,3 Prozent nach. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, seine jährliche Goldproduktion auf rund 500.000 Unzen steigern zu wollen, wohingegen im Konsens mit 508.000 Unzen gerechnet wurde.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %     % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.911,40  -0,1      +2,3      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.162,29  -0,1     +18,9      08:00 
Kospi (Seoul)       7.051,64  +1,4     +67,3      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.240,09  -0,3      -1,5      10:00 
Shanghai-Composite     3.951,51  +0,3      -0,4      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.718,68  -0,9     +23,1      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.669,53  -0,3     -22,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.712,93  -0,1      +2,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %     00:00    Di, 09:06 % YTD 
EUR/USD           1,1642  +0,2     1,1623     1,1621  -0,9 
EUR/JPY           178,28  -0,4     178,98     178,74  -3,1 
EUR/GBP           0,8582  NULL     0,8582     0,8581  -1,5 
USD/JPY           153,12  -0,6     153,96     153,78  -2,3 
USD/KRW          1.334,91  -0,4    1.339,79    1.345,74  -7,3 
USD/CNY           6,7071  -0,1     6,7105     6,7107  -4,1 
USD/CNH           6,7041  -0,0     6,7059     6,7104  -3,9 
USD/HKD           7,8425  +0,0     7,8410     7,8410  +0,8 
AUD/USD           0,7235  +0,3     0,7213     0,7213  +8,4 
NZD/USD           0,5864  +0,2     0,5852     0,5857  +1,9 
BTC/USD          79.330,28  +1,1   78.488,88    78.398,57  -9,5 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           94,24  +1,3      1,21      93,03 
Brent/ICE           99,52  +1,6      1,60      97,92 
 
Metalle           zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.403,63  +1,1     49,44    4.354,19 
Silber            66,76  +1,5      1,01      65,75 
Platin           1.850,82  +2,1     37,25    1.813,57 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 09, 2026 03:18 ET (07:18 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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