In den aktuellen Börsen News dominiert die erneute Rolllage im Nahost-Konflikt die weltweiten Finanzmärkte. Während der deutsche Leitindex DAX unter den steigenden Rohstoffpreisen ächzt, zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte überraschend widerstandsfähig. Der Marktbericht Börse fasst die wichtigsten Entwicklungen an den globalen Märkten und die Folgen für Privatanleger zusammen.
Geopolitische Spannungen treiben den Ölpreis nach oben
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich massiv verschärft. Washington gab bekannt, fünf iranische Öltanker zerstört zu haben, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) ein US-Kriegsschiff angegriffen hatten. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien sowie gemeldeten Attacken auf US-Zerstörer und Frachtschiffe in der Straße von Hormuz.
Diese Eskalation lässt die Energiepreise steigen:
- Brent-Öl (OIL): Handelt nahe der Marke von 99 US-Dollar.
- WTI-Öl (OIL.WTI): Steigt auf rund 95 US-Dollar.
Der Fokus des Konflikts verlagert sich zusehends auf gegenseitige Angriffe gegen Tanker und Schifffahrtsinfrastruktur. Während der Iran vor Schiffen mit US-Bezug nahe Kuwait und Bahrain warnte, kündigte Washington weitere Angriffe auf iranische Tanker an, sollten US-Militärschiffe unter Beschuss geraten.
Auswirkung auf Deutschland: DAX schwächelt, deutsche Tech- und Energiewerte gesucht
Die Folgen der Geopolitik spüren auch deutsche Privatanleger direkt im Depot:
- DAX unter Abgabedruck: Der deutsche Leitindex rutschte im Kontext erhöhter Energiepreise wieder unter die Marke von 26.000 Punkten. Steigende Ölpreise schüren zudem Ängste vor neuer Inflation im Euroraum und belasten vor allem energieintensive Industriezweige sowie zinsrelevante Werte.
- Profiteure im TecDAX und MDAX: Trotz des schwächeren Gesamtmarktes verzeichnen deutsche KI- und Halbleiterwerte (wie Infineon, AIXTRON und SUSS MicroTec) kräftige Kursgewinne - angetrieben von starken Vorgaben aus Südkorea. Ebenso gefragt sind deutsche Energietechnik-Ausrüster wie Siemens Energy oder Nordex, die vom enormen Strombedarf der globalen Rechenzentren und der Energiewende profitieren.
- Zinssensible Branchen hinken hinterher: Immobilienwerte im DAX und MDAX geraten durch Sorge vor anhaltend hohen Leitzinsen erneut unter Druck.
Konjunkturdaten aus China: Entwarnung bei Deflationssorgen?
Aus China kommen gemischte Signalimpulse für die globalen Märkte. Die Verbraucherpreise (CPI) stiegen im August im Jahresvergleich um 0,8 % (nach 0,5 - im Vormonat), während die Erzeugerpreise (PPI) um 3,8 - YoY zulegten....
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