DJ Aktien Schweiz bleiben unter Druck
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch die Durststrecke der laufenden Woche ausgebaut. Händler sprachen von einem "Gift-Cocktail" aus Ölpreis- und Renditeanstieg. Die Ölpreise marschierten weiter nach oben - die europäische Sorte Brent hatte die Marke von 100 Dollar pro Fass übersprungen. Die USA und der Iran überzogen sich weiter gegenseitig mit Militärschlägen. Die USA sollen fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben. Die Inflationssorgen befeuert durch die Ölpreisrally hievte die Anleiherenditen nach oben und belastete so europaweit die Aktienbörsen.
Der SMI verlor 1,8 Prozent auf 13.805 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 22,03 (zuvor: 27,86) Millionen Aktien. Unter kräftigem Abgabedruck standen vor allem Banken-, Konjunktur- und Konsumwerte, die als Hauptverlierer der Energiepreisexplosion gesehen wurden. Der Ausverkauf der Novartis-Aktie nach dem Scheitern von gleich zwei Medikamentenstudien endete, das Papier schloss 0,1 Prozent tiefer. Die Citi wertete den jüngsten Absturz der als übertrieben. Die bevorstehenden Studienergebnisse könnten für den Pharmakonzern positiver ausfallen, mutmaßten die Analysten. Gleichwohl hagelte es Kurszielsenkungen von Analysten - die Deutsche Bank stufte die auf "Halten" von Kaufen" ab. Roche verloren 0,8 Prozent - trotz einer positiven Einschätzung der RBC.
Hauptverlierer in Europa waren Konsumtitel angesichts des Ölpreissprungs. Anleger gingen von schmaler werdenden Budgets der Konsumenten aus. Bei Luxusgüteraktien kam unabhängig davon die Abschwächung des frei verfügbaren Einkommens in China hinzu. Die Nachfrage aus China ist einer der wichtigsten Umsatztreiber der Luxusbranche. Richemont fielen um 4,7 Prozent, Swatch um 1,9 Prozent. Auch Nestle (-3,3%) wurden als Konsumtitel verkauft, obwohl Barclays Finanzchefin Anna Manz bescheinigt hatte, bei der Trendwende auf dem richtigen Pfad zu sein. Der Lebensmittelkonzern investiert 157 Millionen Franken in Thailand im Bereich Tiernahrung. Avolta sanken im Konsumsektor um 1,3 Prozent, der Reisebedarfshändler hatte gleichwohl die Verlängerung langfristiger Verträge an vier mexikanischen Flughäfen verkündet.
Holcim (-2,7%) wurden als Konjunkturwert ebenfalls gegeben - der Baustoffkonzern investiert in die Optimierung der Betonlieferung. Docmorris kletterten um 6,6 Prozent - getrieben von kräftigen Eindeckungen. Auslöser war die Ankündigung einer neuen Wandelanleihe über rund 100 Millionen Franken, mit der eine noch laufende vorzeitig abgelöst werden soll. Der hohe Eindeckungsbedarf sei dadurch entstanden, dass der Verwässerungseffekt durch die neue Anleihe geringer als bei der alten ausfalle, hieß es im Handel.
In der vierten Reihe gaben Medacta 3,8 Prozent nach Zahlenvorlage nach - belastet von einer schwachen Margenentwicklung. Nach Halbjahreszahlen verbilligten sich die Papiere des Biotechnologie-Unternehmens Bioversys um 3,9 Prozent.
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September 09, 2026 11:43 ET (15:43 GMT)
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