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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA I

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben von US-Vertretern von seinen engsten Beratern unter vier Augen den Hinweis erhalten, dass sich der Iran-Krieg möglicherweise bis zum Ende seiner Amtszeit oder darüber hinaus hinziehen könnte. Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und andere Berater hätten mit Trump erörtert, dass Teheran dem US-Druck durch Blockade und militärische Maßnahmen weiterhin widerstehen könnte. Trump spricht sich nach Angaben der Vertreter zwar für ein schnelles Ende aus, unterstützt zugleich aber eine langfristige wirtschaftliche Belagerung durch Seeblockade und Sanktionen. Die USA haben ihre militärische Präsenz in der Region bereits aufgestockt beziehungsweise verlängert. Einige Truppenstationierungen reichen bis 2027, zudem soll der Einsatz von Luftverteidigungseinheiten ohne festes Enddatum verlängert werden. Rund 50.000 US-Soldaten sind derzeit in der Region stationiert. Eine weitere Marineeinheit soll im Herbst in den Nahen Osten entsandt werden.

TAGESTHEMA II

Präsident Trump hat seine Rede auf dem Parteitag der Republikaner mit einer Aufzählung von Versprechen beendet - falls die Republikaner die Zwischenwahlen gewinnen. Über eine Dividende von 5.000 Dollar für jeden erwachsenen US-Bürger schlug er vor, die Steuersenkungen von Trump dauerhaft zu machen, einen "Großen Gesundheitsplan" zu veranbschieden, um "alle staatlichen Zahlungen an große Versicherungsgesellschaften zu stoppen und das Geld direkt an die Menschen zu geben", die Gebühren für Kreditkartenzahlungen zu senken und die Grenze für illegale Einwanderung geschlossen zu halten. Außerdem plädierte er für die Einführung der Todesstrafe für Drogenhändler im großen Stil und die Verabschiedung des SAVE America Act, der unter anderem einen Staatsbürgerschaftsnachweis für die Stimmabgabe vorschreibt.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

22:05 US/Oracle Corp, Ergebnis 1Q

22:05 US/Adobe Inc, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 205.000 
     zuvor:  206.000 
 
  14:30 Erzeugerpreise August 
     PROGNOSE:  +0,4% gg Vm 
     zuvor:    0,0% gg Vm 
     Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
     PROGNOSE:  +0,3% gg Vm 
     zuvor:    +0,2% gg Vm 
 
  16:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser August 
     PROGNOSE:  -2,2% gg Vm 
     zuvor:    -1,7% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.663,00  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.484,75  +0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.800,40  -1,3 
Topix-500 (Tokio)      4.046,37  -0,0 
Kospi (Seoul)        7.060,76  +0,1 
Shanghai-Composite      3.934,44  -0,4 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.954,61  -1,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Leichter - Die Marktteilnehmer sind nervös und agieren vorsichtig angesichts von Ölpreisen über 100 Dollar pro Barrel und steigenden Anleiherenditen und vor wichtigen Inflationsdaten aus den USA. Dazu kommt eine leichtere Vorgabe der Wall Street. Der Ölpreisanstieg erschwert den Ausblick für die Zentralbanken, weil er die Inflation trotz des durch höhere Energiekosten belasteten Wirtschaftswachstums auf hohem Niveau halten könnte. Derweil erreichte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe wieder das jüngste Hoch von 4,84 Prozent. Dazu trug auch bei, dass ein Rückkauf von langlaufenden US-Staatsanleihen mit einem Volumen von 6 Milliarden Dollar geringer ausfiel, als der Markt nach entsprechenden Ankündigungen des US-Finanzministeriums erwartet hatte. Der Renditeanstieg erhöht laut Marktteilnehmern den Druck auf Technologie- und andere Wachstumswerte, deren Bewertungen besonders empfindlich auf höhere Finanzierungskosten reagieren. In Sydney ziehen Megaport um gut 5 Prozent an, wohingegen NextDC um 3,4 Prozent fallen. Die Unternehmen gehören zu diversen weiteren mit denen Nvidia in den kommenden Jahren in Australien eine Rechenzentrumsinfrastruktur aufbauen will.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.380,66  -0,8  -405,41    52.786,07 
S&P-500    7.636,36  -0,5  -37,16    7.673,52 
NASDAQ Comp 26.253,34  -0,6  -168,07    26.421,41 
NASDAQ 100  29.421,55  -0,3  -86,15    29.507,70 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,16 Mrd  1,21 Mrd 
Gewinner        690    965 
Verlierer      2.069   1.778 
Unverändert       83     88 
 

Schwächer - Marktteilnehmer sprachen von erstaunlicher Widerstandsfähigkeit angesichts des negativen Börsenumfelds mit Ölpreisrally, Renditeanstieg und Eskalation im Zollstreit mit Kanada. Apple verloren 0,3 Prozent. Die Vorstellung einer faltbare Version des Smartphones sorgte für keinen stärkeren Impuls. Meta Platforms stieg um 6,6 Prozent, nachdem das Unternehmen Muse auf den Markt gebracht hatte, einen persönlichen KI-Agenten, der für die Automatisierung von Routineaufgaben wie die Buchung von Terminen, das Ausfüllen von Formularen und die Überwachung von Überwachungskameras zu Hause entwickelt wurde. Casey's General Stores brachen um 14,2 Prozent ein. Der Einzelhändler hatte ein verlangsamtes Wachstum der flächenbereinigten Umsätze gemeldet. Chime Financial legten mit einem angehobenen Ausblick um 6,9 Prozent zu. Zudem schluckt das Finanzunternehmen Stride Bank für 590 Millionen Dollar.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries    Rendite  +/- 
2 Jahre         4,43  +0,03 
10 Jahre        4,84  +0,03 
 

Die weiter steigenden Ölpreise befeuerten Inflationssorgen und trieben die Renditen in die Höhe. Auch die Intervention des US-Finanzministeriums konnte den Anstieg zunächst nicht bremsen. Das Ministerium gab bekannt, bei einer Rückkaufaktion längerfristiger Anleihen maximal 6 Milliarden Dollar auszugeben. Das sorgte für Enttäuschung, weil ursprünglich eigentlich 8 Milliarden Dollar für derlei Rückkäufe avisiert wurden.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- %   00:00    Mi, 09:13 % YTD 
EUR/USD      1,1638  +0,1   1,1632     1,1643  -0,9 
EUR/JPY      178,60  -0,0   178,61     178,25  -2,9 
EUR/GBP      0,8584  -0,0   0,8585     0,8581  -1,5 
USD/JPY      153,44  -0,1   153,54     153,07  -2,1 
USD/KRW     1.337,90  -0,1  1.339,78    1.335,60  -7,1 
USD/CNY      6,7072  -0,0   6,7077     6,7069  -4,1 
USD/CNH      6,7064  0,0   6,7064     6,7033  -3,9 
USD/HKD      7,8411  -0,0   7,8422     7,8422  +0,8 
AUD/USD      0,7218  +0,0   0,7217     0,7233  +8,2 
NZD/USD      0,5849  +0,2   0,5838     0,5862  +1,6 
BTC/USD    78.502,01  +0,2 78.323,54    79.330,62 -10,5 
 
 

Mit den gestiegenen Marktzinsen machte der Dollar zwischenzeitliche Verluste wett und ging kaum verändert aus dem Tag.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.425,57  +0,6   25,08    4.400,49 
Silber   67,75  +0,7    0,48      67,27 
Platin  1.891,28  -0,2   -4,56    1.895,84 
 

Der Goldpreis kletterte um 0,5 Prozent auf 4.416 Dollar pro Feinunze. "Handelshemmnisse und geopolitische Verwerfungen können das Edelmetall stützen, weil Anleger nach defensiven Vermögenswerten suchen (...)", sagte Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    95,58  -0,5   -0,47      96,05 
Brent/ICE   100,90  -0,3   -0,31     101,21 
 

Der Preis für Brent-Öl legte kräftig zu um 3,4 Prozent und ging mit 101,21 Dollar aus dem US-Handel, nachdem sich die USA und der Iran erneut mit Militärschlägen überzogen. Die USA sollen dabei fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben. Die Eskalation sei besorgniserregend, da die Lagerbestände niedrig seien und weiter sänken und es nicht so aussehe, als ob die USA in dem Konflikt Fortschritte machten, sagte John Deal, Managing Director of Capital Markets bei der Post Oak Group.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

JAPAN - Zinspolitik

Ein Mitglied aus dem Board der Bank of Japan hat die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen betont und vor Aufwärtsrisiken für die Inflation gewarnt. "Um die Normalisierung der Geldpolitik in Japan abzuschließen, bin ich davon überzeugt, dass die Bank den Leitzins weiter anheben muss", sagte Kazuyuki Masu. "Das Wichtigste ist von nun an sicherzustellen, dass die Inflationsrate nicht wesentlich über 2 Prozent steigt", sagte er und fügte hinzu, dass die Trendinflation dem Ziel der Zentralbank "sehr nahe" komme.

USA - Energiepreise

Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Schätzungen für die Dieselpreise an den Tankstellen für dieses und nächstes Jahr angehoben. Grund ist das knappe globale Angebot.

APPLE

hat eine überarbeitete Produktreihe seiner Premium-Smartphones vorgestellt mit dem iPhone 18 Pro und dem Pro Max. Zudem präsentierte Apple sein erstes Smartphone mit faltbarem Bildschirm unter dem Namen iPhone Duo. Bei den neuen Pro-Modellen betonte Apple die KI-Fähigkeiten direkt auf dem Gerät, die mit dem aufgerüsteten A20-Chip angetrieben werden.

META

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 10, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

Andrew Tulloch verlässt laut mit der Situation vertrauten Personen Meta Platforms. Der Star-KI-Forscher hatte im vergangenen Jahr ein Vergütungspaket im Wert von mehr als 1 Milliarde US-Dollar angeboten bekommen, um wieder für Meta zu arbeiten. Tullochs Einstellung war ein Coup für Meta und krönte eine hektische Rekrutierungswelle im vergangenen Sommer.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 10, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.

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