DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche HVPI-Inflation steigt im August auf 2,9 Prozent
Der Inflationsdruck in Deutschland ist im August leicht gestiegen, was vor allem an erhöhten Energiepreisen infolge des Iran-Krieges lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im August auf 2,9 (Vormonat: 2,8) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 31. August. Gegenüber dem Vormonat stieg der HVPI um 0,2 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
US-Notenbank könnte Zinsen ab Dezember drei Mal anheben
Die US-Notenbank dürfte ihren Leitzins nun wahrscheinlich ab Dezember drei Mal anheben, schreiben die Volkswirte von ANZ Research in einer Research Note. Sie verweisen auf anhaltende Angebotsschocks, einschließlich der jüngsten Eskalation des Nahost-Konflikts, und das Risiko, das diese für die Inflationserwartungen und die zugrunde liegende Preisstabilität darstellen. ANZ habe den Dezember für den Beginn des Zinsstraffungszyklus vorgesehen, mit drei aufeinanderfolgenden Anhebungen von jeweils 25 Basispunkten, so die Volkswirte. Dies dürfte das Zielband für die Fed Funds auf 4,25 bis 4,50 Prozent anheben.
BoJ-Direktoriumsmitglied fordert Zinserhöhungen um Überschießen der Inflation zu vermeiden
Ein Mitglied aus dem Board der Bank of Japan hat die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen betont und vor Aufwärtsrisiken für die Inflation gewarnt. Dies dürfte die Marktspekulationen über eine schnellere geldpolitische Straffung anheizen. "Um die Normalisierung der Geldpolitik in Japan abzuschließen, bin ich davon überzeugt, dass die Bank den Leitzins weiter anheben muss", sagte Kazuyuki Masu am Donnerstag in einer Rede vor Wirtschaftsführern in der Präfektur Fukui in Zentraljapan.
Taiwans Zentralbank dürfte sich hawkish äußern
Taiwans Zentralbank dürfte ihre Zinsen in der kommenden Woche unverändert lassen, schreibt die leitende Volkswirtin von DBS, Ma Tieying, in einer Research Note. Für die Zentralbank bestehe kaum Dringlichkeit, die Zinsen zu erhöhen, da die Verbraucherpreise im August schwächer als erwartet ausgefallen seien, während die Kernrate der Verbraucherpreise geringfügig nachgegeben habe. Allerdings dürfte die Zentralbank einen etwas hawkishen Ton beibehalten, meint sie. Die Währungshüter dürften angesichts des Risikos einer hartnäckigen angebotsseitigen Inflation aufgrund des erneuten Anstiegs der weltweiten Ölpreise wachsam bleiben.
Iran-Krieg könnte sich laut Trump-Beratern bis Ende der Amtszeit hinziehen
Top-Berater des Weißen Hauses haben US-Präsident Donald Trump nach Aussage von US-Vertretern unter vier Augen auf die Möglichkeit hingewiesen, dass sich der Iran-Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit hinziehen könnte. Diese Botschaft steht im Widerspruch zu Trumps öffentlichen Zusicherungen eines schnellen Ende des Krieges. Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und andere haben demnach hinter verschlossenen Türen mit Trump besprochen, dass Teheran dem US-Druck unter der Blockade und anderen militärischen Taktiken weiterhin widerstehen könnte, was den Konflikt möglicherweise über den Tag der Amtseinführung im Januar 2029 hinaus verlängern könnte.
Trump: Neue 5.000-USD-Dividende für alle erwachsenen US-Bürger bei Sieg der Republikaner
Fast eine Stunde nach Beginn seiner Rede kündigte Präsident Donald Trump an, was er als "den besten Teil der Rede" bezeichnete: Direktzahlungen an die amerikanische Bevölkerung, die durch Zölle finanziert werden sollen, falls die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses behalten. "Aufgrund unserer enormen wirtschaftlichen Stärke und unseres Erfolgs werde ich eine Dividende von 5.000 US-Dollar an jeden erwachsenen Bürger in den Vereinigten Staaten von Amerika auszahlen", sagte Trump. Er verglich dies mit der sogenannten "Krieger-Dividende", den Boni, die Anfang des Jahres an Militärangehörige gezahlt wurden.
Bessent warnt vor "sozialistischer Höllenlandschaft" durch progressive Demokraten
US-Finanzminister Scott Bessent hat in einer scharfen, gegen die Linke gerichteten Rede für die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump geworben. Er machte dabei deutlich, dass die Regierung der Mittelschicht helfe. Bessent hob die von der Regierung geschaffenen Anlagekonten für Kinder unter 18 Jahren hervor. Er zeichnete zudem ein düsteres Bild der Vergangenheit vor der Präsidentschaft Trumps und warnte vor einer düsteren Zukunft, sollten progressive Demokraten die Kontrolle über den Kongress übernehmen.
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September 10, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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