WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Zahl der Menschen, die Asylbewerberleistungen bezogen haben, ist erneut gesunken. Ende 2025 bezogen rund 390.000 Menschen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das waren 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Bereits Ende 2024 war die Zahl um zehn Prozent zurückgegangen.
Leistungsberechtigt sind Ausländer, die sich im Bundesgebiet aufhalten und die Voraussetzungen dafür erfüllen. Dabei wird unterschieden zwischen Regelleistungen - Grundleistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs wie Essen, Unterkunft und Kleidung - sowie besonderen Leistungen.
Wer genau bekam zuletzt die Unterstützung?
* 61 Prozent der Regelleistungsempfänger waren männlich.
* 31 Prozent waren den Daten zufolge minderjährig, 62 Prozent waren zwischen 18 und 49 Jahren alt und 7 Prozent waren 50 Jahre und älter.
* Die häufigsten Herkunftsländer waren Syrien (17 Prozent), die Türkei (15 Prozent) und Afghanistan (10 Prozent).
* Nur 5 Prozent stammen aus der Ukraine, das liegt daran, dass diese Leistungsempfänger zumeist Anspruch auf Bürgergeld haben.
Neben den Regelleistungen können auch besondere Leistungen in speziellen Bedarfssituationen gewährt werden. Dazu zählen Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt. Ende 2025 erhielten rund 214.800 Personen besondere Leistungen, auch hier ging die Zahl um 15 Prozent zurück. Darunter waren etwa 10.000 Menschen, die ausschließlich Anspruch auf besondere Leistungen hatten.
Zahl der Asylanträge seit Jahren rückläufig
Generell geht die Zahl der Asylanträge, die in Deutschland gestellt werden, seit einigen Jahren zurück. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es 39.646 Asylerstanträge, wie aus Statistiken des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervorgeht. Das entspricht einem Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum./jto/DP/jha
