DJ MARKT USA/Börsen dürften sich weiter widerstandsfähig zeigen
Nach den eher moderaten Abgaben am Vortag scheint die Wall Street auch am Donnerstag eine gewisse Widerstandsfähigkeit zu beweisen. Ölpreise jenseits der Marke von 102 US-Dollar je Fass, Inflationssorgen und in der Folge steigende Anleiherenditen bremsen die US-Börsen derzeit nur verhalten. Anleger sähen offenbar über Belastungsfaktoren hinweg, heißt es. Denn der Aktienterminmarkt deutet einen wenig veränderten Handelsbeginn am Kassamarkt an. "Der Anstieg über 100 Dollar pro Barrel könnte für die Märkte psychologisch wichtig sein. (Aber) Gewinnwachstum und strukturelle Investitionen" sollten weiterhin die wichtigsten Treiber für Aktien bleiben, sagt CIO Mark Haefele von UBS Global Wealth Management.
Die Inflation steht mit der Ölpreisrally seit Tagen im Fokus, weil Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank besteht. Denn die Inlationsentwicklung liefert Argumente für Zinserhöhungen, die aber politisch von US-Präsident Donald Trump nicht gewünscht werden. Daher werden die US-Erzeugerpreise für August, die noch vor der Startglocke veröffentlicht werden, genau unter die Lupe genommen werden. Wichtiger in diesem Zusammenhang sind allerdings die Verbraucherpreise am Freitag. Die übrigen Konjunkturdaten am Donnerstag dürften hinter den Inflationsdaten zurückstehen. Neben wöchentlichen Arbeitsmarktdaten werden Immobiliendaten publiziert.
Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter. Die jüngsten Ankündigungen über Rückkäufe durch das US-Finanzministerium werden von Marktteilnehmern als enttäuschend eingestuft. Die Markterwartung über das Volumen sei bei einigen Akteuren höher ausgefallen, heißt es. JP Morgen zeigt sich gleichwohl nicht überrascht über den Ankaufumfang.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/apo
(END) Dow Jones Newswires
September 10, 2026 06:20 ET (10:20 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
