HAMBURG (dpa-AFX) - Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat Hafenarbeitern ein neues Tarifangebot unterbreitet. Das teilten der ZDS und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft stellt das Angebot aus der vierten Verhandlungsrunde, die am Mittwochabend in Hamburg beendet worden ist, eine geringfügige Verbesserung dar. Verdi will mit den Beschäftigten bis Montag über das Angebot beratschlagen.
Die Tarifverhandlungen hatten im Juli in Bremen begonnen. Die Gespräche betreffen rund 11.000 Beschäftigte in den Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Brake und Emden. Ein voriges Angebot der Arbeitgeber hatte Verdi abgelehnt und die Laufzeit kritisiert.
Verdi fordert 8,2 Prozent höhere Löhne als bislang. Der Vertrag soll ein Jahr lang laufen. Der ZDS bietet einen Vertrag, der wie gefordert ein Jahr lang Bestand haben soll. Die Löhne sollen rückwirkend um 3,4 Prozent steigen. Weitere Zahlungen sind vorgesehen, etwa für die Beschäftigten in den umsatzstarken Containerbetrieben.
Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch sagte: "Spricht sich die Mehrheit gegen eine Annahme des Angebots aus, geht es in eine qualifizierte Mitgliederbefragung zur Einleitung unbefristeter Arbeitskampfmaßnahmen." Verdi hatte bislang zu zwei Warnstreiks aufgerufen./lkm/DP/men
