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MÄRKTE USA/Börsen dürften vom Ölpreis deutlicher gedrückt werden

DJ MÄRKTE USA/Börsen dürften vom Ölpreis deutlicher gedrückt werden

DOW JONES--Nach den eher moderaten Abgaben am Vortag scheint die Wall Street am Donnerstag deutlicher nachzugeben. Ölpreise jenseits der Marke von 105 US-Dollar je Fass, Inflationssorgen und in der Folge steigende Anleiherenditen bremsen die US-Börsen aus. Der Aktienterminmarkt deutet einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Die Inflation steht mit der Ölpreisrally seit Tagen im Fokus, weil Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank besteht. Denn die Inflationsentwicklung liefert Argumente für Zinserhöhungen, die aber politisch von US-Präsident Donald Trump nicht gewünscht werden.

Daher werden die US-Erzeugerpreise für August genau unter die Lupe genommen. Diese sind auf Monatssicht wie erwartet gestiegen, in der Kernrate sogar einen Tick geringer. Allerdings wurde der Wert für Juli hochrevidiert und auf Jahressicht bewegen sich Inflationsdaten klar über der Zielmarke der US-Notenbank. Wichtiger in diesem Zusammenhang sind allerdings die Verbraucherpreise am Freitag. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten spielen kaum eine Rolle, zumal sie sich im prognostizierten Rahmen bewegen.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter. Die jüngsten Ankündigungen über Rückkäufe durch das US-Finanzministerium werden von Marktteilnehmern als enttäuschend eingestuft. Die Markterwartung über das Volumen sei bei einigen Akteuren höher ausgefallen, heißt es. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zieht um 5 Basispunkte auf 4,90 Prozent an - getrieben von den Ölpreisen und der damit einhergehenden Inflation.

Die Ölpreisrally hält an, der Preis der Rohölsorte Brent klettert um 4,1 Prozent auf 105,39 Dollar pro Fass. Die wechselseitigen militärischen Attacken zwischen den USA und dem Iran schüren Sorgen über Lieferunterbrechungen. US-Präsident Trump hat nach Angaben von US-Vertretern von seinen engsten Beratern den Hinweis erhalten, dass sich der Iran-Krieg möglicherweise bis zum Ende seiner Amtszeit oder darüber hinaus hinziehen könnte. Die Händler warten nun auf die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten im weiteren Sitzungsverlauf.

Der Dollar-Index steigt mit den Daten auf nun 0,3 Prozent, der Euro gerät trotz Leitzinserhöhung durch die EZB unter Druck. "Ist schwer, das alles unter einen Hut zu bringen", sagt ein Händler. Die EZB habe wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht, die US-Inflation in Form der Erzeugerpreise sei auf den ersten Blick etwas geringer als erwartet gestiegen. "Durch den hochrevidierten Vormonat ergibt sich aber kein stimmiges Gesamtbild", so der Händler. Gold gerät mit dem deutlichen Anstieg der Marktzinsen unter Druck - auch die Dollarstärke belastet das Edelmetall.

Unter den Einzelaktien steigen Apple vor Börseneröffnung um 0,8 Prozent. Der Technologieriese hat am Vorabend ein faltbares Mobiltelefon vorgestellt. Die Meinungen gehen auseinander: Während einige Marktbeobachter die Innovation begrüßen, kritisieren andere den hohen Preis. Macy's fallen um 2,5 Prozent, obwohl der Einzelhändler mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen geschlagen und die Prognose angehoben hat. Allerdings überzeugt der Umsatzausblick nicht in Gänze.

American Eagle Outfitters brechen um 14,3 Prozent ein, der Modekonzern meldete gesunkene Margen aufgrund verstärkter Werbeaktionen im Kerngeschäft. Nach einer gesenkten Prognose stürzen Cooper Cos um 18,3 Prozent ab. Das Unternehmen hat die Lagerbestände im Kontaktlinsengeschäft reduziert. Skillsoft geben 9,1 Prozent ab - nach einem ebenfalls gesenkten Ausblick. Navan übernimmt die Veranstaltungsplattform BoomPop, der Kurs rutscht um 16 Prozent ab.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,50 +0,07    4,51      4,42 
5 Jahre           4,68 +0,07    4,69      4,60 
10 Jahre          4,90 +0,07    4,91      4,83 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:42 Uhr 
EUR/USD          1,1603  -0,3  -0,0029     1,1632     1,1631 
EUR/JPY          179,19  +0,3   0,5800     178,61    178,4300 
EUR/CHF          0,9437  +0,2   0,0015     0,9422     0,9418 
EUR/GBP          0,8591  +0,1   0,0006     0,8585     0,8583 
USD/JPY          154,4  +0,6   0,8600     153,54    153,4100 
GBP/USD          1,3502  -0,3  -0,0040     1,3542     1,3549 
USD/CNY          6,7062  -0,0  -0,0015     6,7077     6,7077 
USD/CNH          6,713  +0,1   0,0066     6,7064     6,7053 
AUS/USD          0,7166  -0,7  -0,0051     0,7217     0,7217 
Bitcoin/USD      77.116,65  -1,5 -1.206,89    78.323,54   78.630,11 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,52  +4,7    4,47      96,05 
Brent/ICE         105,39  +4,1    4,18     101,21 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.342,95  -1,3   -57,54    4.400,49 
Silber           64,25  -4,5   -3,02      67,27 
Platin         1.809,57  -4,6   -86,27    1.895,84 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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September 10, 2026 09:01 ET (13:01 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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