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XETRA-SCHLUSS/EZB, Inflationsangst und Ölpreis über 105 belasten

DJ XETRA-SCHLUSS/EZB, Inflationsangst und Ölpreis über 105 belasten

DOW JONES--Mit Abgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Die negative Gemengelage aus Inflation, Zinsen und Ölpreis belastete. Nachrichtlich im Fokus stand zunächst die EZB-Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Diese war erwartet worden, nicht unbedingt aber der negative Ausblick auf eine steigende Inflation. Der DAX fiel um 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte.

Dazu kletterten auch in den USA die mit Spannung erwarteten Erzeugerpreise, allerdings weitgehend im prognostizierten Rahmen. Am Freitag werden dann die wichtigeren US-Verbraucherpreise vorgelegt. Echte Besorgnis rief aber der Anstieg der Ölpreise hervor. Mit einem Sprung über 105 Dollar je Fass für Brent wurden auch die Anleiherenditen weltweit nach oben getrieben. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasurys sprang auf neue Jahreshochs. Auch in Deutschland stieg die Zehnjahresrendite der Bundesanleihen auf ein frisches 15-Jahreshoch.

Ein Frieden im Iran-Krieg rückte in immer weitere Ferne, daher marschierte der Ölpreis weiter nach oben; US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben von US-Vertretern von seinen engsten Beratern den Hinweis erhalten, dass sich der Iran-Krieg möglicherweise bis zum Ende seiner Amtszeit oder darüber hinaus hinziehen könnte. Dazu drohte eine Eskalation im Jemen, wo Huthi-Truppen die Hafenstadt Mokka eingenommen hatten und damit Bab el-Mandeb bedrohten, die nach Hormus zweite Meerenge für den internationalen Öltransport.

Hauptverlierer waren europaweit die zinssensiblen Branchen wie Technologie- und Immobilien. Umgekehrt zählten Versicherer zu den Gewinnern. "Die heutige Zinsentscheidung der EZB war erwartet und es ist klar, dass mehr Erhöhungen kommen werden - und wahrscheinlich mehr als eine", sagte Edward Hutchings, Leiter der Zinsstrategie bei Aviva Investors.

Nachrichten zu Einzelunternehmen spielten kaum eine Rolle. Für Adidas ging es 2,6 Prozent nach unten, nachdem sich Morgan Stanley negativ geäußert hatte. Nach den zuletzt schwachen Geschäftszahlen im Sektor wie von JD Sports, Lululemon und anderen senkten die Analysten bei Adidas die Gewinnschätzungen für 2026 um 8 Prozent. Bei Puma ging es um 2 Prozent tiefer.

Bei europäischen Minen- und Stahlwerten ging es mit den Konjunktursorgen am heftigsten abwärts. Dazu kamen bei Kupferproduzenten die Sorge, bereits eingepreiste US-Zölle könnten gar nicht angewandt werden. In Deutschland verloren Aurubis um 5,3 Prozent. Bei Stahlhersteller Salzgitter ging es 7,3 Prozent abwärts. DHL kletterten gegen den Trend um 0,9 Prozent nach positiven Kommentaren von JP Morgan. SAP blieben wie bereits in den vergangenen Tagen volatil, die Aktie verlor 2,8 Prozent.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.361  -0,8    3,7 
DAX-Future   25.383  -0,7    3,5 
XDAX      25.368  -0,7    3,2 
MDAX      31.596  -1,5    3,3 
TecDAX      3.941  -1,4    8,9 
SDAX      18.415  -0,8    7,2 
zuletzt        +/- Ticks 
Bund-Future   120,63 -71,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 10, 2026 11:55 ET (15:55 GMT)

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