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MÄRKTE ASIEN/Schwach - Ölpreisrally lastet schwer auf Stimmung für Aktien

DJ MÄRKTE ASIEN/Schwach - Ölpreisrally lastet schwer auf Stimmung für Aktien

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Der jüngst massive Anstieg der Ölpreise sorgt am Freitag an den Börsen in Ostasien und Australien für Verkaufsstimmung. Im Einklang mit einem Tick höher als gedacht ausgefallenen Erzeugerpreisen aus den USA schürt er Inflationssorgen und hat dazu geführt. dass die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche weiter zugenommen hat. Aktuell wird eine Zinserhöhung am Zinsterminmarkt mit 72 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist. An den Anleihemärkten der Region folgen die Renditen der Vorgabe der US-Renditen und steigen stark.

Am stärksten reagiert darauf die Börse in Seoul mit einem Minus von 2,5 Prozent. Sie gilt als besonders technologielastig und damit zinsreagibel. In Tokio verliert der Topix 0,8 Prozent. Der Shanghai-Composite ermäßigt sich um 1,8 Prozent, in Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,9 Prozent südwärts. In Sydney verliert das Marktbarometer 1 Prozent.

Brent-Öl wird mit 108,45 Dollar gehandelt, 0,8 Prozent höher als am späten Donnerstag. Am frühen Donnerstag hatte der Preis noch bei rund 101 Dollar gelegen. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt nach den jüngsten gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Irans hoch angespannt. Am Donnerstag passierten sieben Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber rund 125 täglich vor dem Krieg. Im bisherigen Hoch seit Ausbruch des Krieges kostete Brent-Öl auch schon über 120 Dollar.

Die Akteure warten nun auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für August im späteren Tagesverlauf. Sie gelten als noch wichtiger für die Zinsentscheidung der US-Notenbank als die Erzeugerpreise. Die hatten in der Jahresrate einen Anstieg non 5,4 Prozent gezeigt.

Im Zuge der breiten Verkaufsstimmung werden besonders die im bisherigen Wochenverlauf deutlich gestiegen Aktien mit KI-Fantasie gegeben - trotz anhaltendem Optimismus bezüglich KI-bezogener Ausgaben. So legte die Oracle-Aktie in den USA nachbörslich deutlich zu, nachdem das Unternehmen ein stärker als erwartet ausgefallenes Cloud-Wachstum und einen Rekord-Auftragsbestand gemeldet hatte - ein Beleg für die enorme Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

In Seoul verlieren SK Hynix und Samsung Electronics je rund 4 Prozent, in Tokio sacken Kioxia um 8,1 Prozent ab und Advantest um 7,8 Prozent. Softbank büßen 4,8 Prozent ein. Taiwan Semiconductor Manufacturing kommen mit einem Minus von 1,2 Prozent in Taipeh glimpflicher davon, nachdem der Chipfertiger am Vortag nach Börsenschluss Rekordumsatzzahlen für August gemeldet hatte.

Ein spektakuläres Börsendebüt gibt es in Shanghai. Der Aktienkurs der von Tencent unterstützten Shanghai Enflame Technology schießt gegenüber seinem Ausgabepreis um knapp 180 Prozent nach oben. Das Unternehmen stellt High-End-Chips, Beschleunigerkarten und Software für künstliche Intelligenz (KI) her und wird somit als chinesische Alternative zu Nvidia gesehen. Tencent legen in Hongkong um 1,0 Prozent zu.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %     % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.733,90  -1,0      +0,2      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.147,47  -0,7     +18,3      08:00 
Kospi (Seoul)       6.903,25  -1,9     +63,8      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.742,51  -0,9      -3,5      10:00 
Shanghai-Composite     3.862,73  -1,8      -2,7      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.682,36  -0,1     +22,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.490,91  -1,5     -24,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.688,34  -1,0      +0,5      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %     00:00    Do, 09:12 % YTD 
EUR/USD           1,1605  -0,0     1,1610     1,1636  -1,2 
EUR/JPY           179,12  -0,1     179,30     178,62  -2,7 
EUR/GBP           0,8592  -0,0     0,8593     0,8586  -1,4 
USD/JPY           154,32  -0,1     154,42     153,49  -1,5 
USD/KRW          1.344,10  -0,4    1.349,45    1.340,03  -6,7 
USD/CNY           6,7100  +0,1     6,7061     6,7060  -4,1 
USD/CNH           6,7104  -0,1     6,7145     6,7041  -3,8 
USD/HKD           7,8414  0,0     7,8413     7,8410  +0,8 
AUD/USD           0,7160  +0,1     0,7154     0,7214  +7,3 
NZD/USD           0,5828  +0,5     0,5797     0,5852  +1,2 
BTC/USD          77.086,07  -0,2   77.264,15    78.239,98 -12,1 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex          102,65  +0,2      0,17     102,48 
Brent/ICE          107,87  +0,2      0,24     107,63 
 
Metalle           zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.327,90  +0,3     12,21    4.315,69 
Silber            63,48  -0,1     -0,07      63,55 
Platin           1.780,29  +0,2      3,61    1.776,68 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 11, 2026 00:49 ET (04:49 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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