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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Der Inflationsdruck in den USA dürfte im August konstant geblieben sein, während für die Kerninflation ein leichter Rückgang erwartet wird. Ökonomen rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen sind und damit wie im Juli um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Am Vortag waren die Erzeugerpreise fast exakt wie erwartet ausgefallen. Die Verbraucherpreise stehen auch wegen des unerwartet stark ausgefallenen Arbeitsmarktberichts für August besonders im Fokus. Der überraschend hohe Zugewinn an Stellen schien eine Bestätigung der Einschätzung von Fed-Chairman Kevin Warsh zu sein, der gesagt hatte, der Arbeitsmarkt befinde sich in einem guten Zustand. Das impliziert die Einschätzung, dass sich die Fed vor allem um ihre Preisstabilitätsmandat kümmern müsste, was tendenziell für eine Zinserhöhung spricht. Dennoch scheint der entscheidende Offenmarktausschuss bezüglich einer Zinserhöhung am 16. September ziemlich gespalten zu sein.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Termine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Realeinkommen August 
  14:30 Verbraucherpreise August 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,1% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     Verbraucherpreise Kernrate 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) September 
     PROGNOSE: 51,4 
     zuvor:   51,7 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.621,75  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.197,50  +0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.740,10  -0,9 
Topix-500 (Tokio)      4.022,74  -0,8 
Kospi (Seoul)        6.892,07  -2,0 
Shanghai-Composite      3.890,20  -1,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.798,01  -0,6 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwach - Der jüngste massive Anstieg der Ölpreise sorgt für Verkaufsstimmung. Im Einklang mit einen Tick höher als gedacht ausgefallenen Erzeugerpreisen aus den USA schürt er Inflationssorgen und hat dazu geführt. dass die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche weiter zugenommen hat. An den Anleihemärkten der Region folgen die Renditen der Vorgabe der US-Renditen und steigen stark. Brent-Öl wird mit 108,45 Dollar gehandelt, 0,8 Prozent höher als am späten Donnerstag. Am frühen Donnerstag hatte der Preis noch bei rund 101 Dollar gelegen. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt nach den jüngsten gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Irans hoch angespannt. Im bisherigen Hoch seit Ausbruch des Krieges kostete Brent-Öl auch schon über 120 Dollar. Die Akteure warten nun auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für August im späteren Tagesverlauf. Sie gelten als noch wichtiger für die Zinsentscheidung der US-Notenbank als die Erzeugerpreise. Im Zuge der breiten Verkaufsstimmung werden besonders die im bisherigen Wochenverlauf deutlich gestiegen Aktien mit KI-Fantasie gegeben - trotz anhaltendem Optimismus bezüglich KI-bezogener Ausgaben. In Seoul verlieren SK Hynix und Samsung Electronics je rund 4 Prozent, in Tokio sacken Kioxia um 8,1 Prozent ab und Advantest um 7,8 Prozent. Softbank büßen 4,8 Prozent ein. Taiwan Semiconductor Manufacturing kommen mit einem Minus von 1,2 Prozent in Taipeh glimpflicher davon, nachdem der Chipfertiger am Vortag nach Börsenschluss Rekordumsatzzahlen für August gemeldet hatte.

WALL STREET

INDEX       Schluss  +/- % 
Dow-Jones     52.064,10 -0,6 
S&P-500      7.591,70 -0,6 
Nasdaq Composite 26.081,73 -0,7 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,16 Mrd  1,16 Mrd 
Gewinner        751    690 
Verlierer      2.017   2.069 
unverändert       70     83 
 

Leichter - Auf die jüngste Ölpreisexplosion und sehr stark gestiegenen Marktzinsen reagierte die Wall Street erneut mit eher moderaten Abgaben. Allerdings war es bereits das vierte Minus in Folge. Die US-Erzeugerpreise fielen fast exakt wie erwartet aus und wurden somit vom starken Anstieg der Ölpreise um fast 7 Prozent als Inflationstreiber überlagert. Apple stiegen um 3,6 Prozent. Nachdem der Technologieriese ein faltbares Mobiltelefon vorgestellt hatte, hob Analyst Gene Munster von Deepwater Asset Management, hervor, dass die Designvorzüge des Geräte eine höher als erwartete Nachfrage nach dem Gerät erzeugen könnte. Die Aktie des Apple-Zulieferers Skyworks stieg um 10 Prozent. Macy's fielen um 4,7 Prozent, obwohl die Kaufhauskette mit ihren Quartalszahlen die Markterwartungen geschlagen und die Prognose angehoben hatte. Allerdings überzeugte der Umsatzausblick nicht. American Eagle Outfitters brachen um 14 Prozent ein, nachdem das Unternehmen gesunkene Margen aufgrund verstärkter Werbeaktionen berichtet hatte. Nach einer gesenkten Prognose stürzten Cooper um 14,7 Prozent ab. Skillsoft sausten um 34,2 Prozent gen Süden - nach einem ebenfalls gesenkten Ausblick. Positive Geschäftszahlen trieben AeroVironment um 4,5 Prozent nach oben.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite  +/- 
2 Jahre      4,55  +0,12 
10 Jahre      4,94  +0,10 
30 Jahre      5,36  +0,08 
 

Die Renditen schossen mit dem rasanten Anstieg der Ölpreise nach oben - die zehnjähriger US-Staatsanleihen auf das höchste Niveau seit Oktober 2023. Händler sprachen von ölpreisgetriebenen Inflationssorgen. Zugleich sorgten die angekündigten Volumen für Rückkäufe von lang laufenden Anleihen durch das Finanzministerium bei manchen Akteuren für Enttäuschung. Zum Aufwärtsdruck bei den Renditen habe auch das Trump-Versprechen, jedem erwachsenen Amerikaner 5.000 Dollar zu zahlen, falls die Republikaner im November die Kontrolle über den Kongress behalten sollten, hieß es. Händler warnten vor einer dramatischen Steigerung der Staatsverschuldung. Am Zinsterminmarkt stieg die Wahrscheinlickeit einer Zinserhöhung in der kommenden Woche von gut 60 auf gut 70 Prozent.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- %     00:00    Do, 09:12 % YTD 
EUR/USD     1,1609  -0,0     1,1610     1,1636  -1,2 
EUR/JPY     178,84  -0,3     179,30     178,62  -2,8 
EUR/GBP     0,8591  -0,0     0,8593     0,8586  -1,4 
USD/JPY     154,02  -0,3     154,42     153,49  -1,7 
USD/KRW    1.344,60  -0,4    1.349,45    1.340,03  -6,7 
USD/CNY     6,7083  +0,0     6,7061     6,7060  -4,1 
USD/CNH     6,7091  -0,1     6,7145     6,7041  -3,8 
USD/HKD     7,8414  0,0     7,8413     7,8410  +0,8 
AUD/USD     0,7168  +0,2     0,7154     0,7214  +7,4 
NZD/USD     0,5832  +0,6     0,5797     0,5852  +1,3 
BTC/USD    77.178,92  -0,1   77.264,15    78.239,98 -12,0 
 
 

Der Dollar legte mit den kräftig gestiegen Marktzinsen zu, der Euro kam um 0,2 Prozent auf 1,1605 Dollar zurück - trotz der Leitzinserhöhung durch die EZB und als falkenhaft interpretierter Zukunftsaussagen.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.344,09  +0,7     28,40    4.315,69 
Silber     63,92  +0,6      0,37      63,55 
Platin   1.794,97  +1,0     18,29    1.776,68 
 

Gold geriet mit dem deutlichen Anstieg der Marktzinsen unter Druck - auch die Dollarstärke belastete das Edelmetall. Die Feinunze verbilligte sich im US-Handel um 1,8 Prozent auf 4.313 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   100,96  -1,5     -1,52     102,48 
Brent/ICE   105,85  -1,7     -1,78     107,63 
 

Eine Rally trieb den Preis für Brent-Öl um 6,3 Prozent auf 107,63 Dollar pro Fass nach oben vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewalt im Nahost-Konflikt. Dort rücken mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen vor und bedrohen weitere Wasserwege, die für den Öltransport von Bedeutung sind. Dazu trieben Befürchtungen die Preise, dass sich der Konflikt noch länger hinziehen könnte.

MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR

ADOBE

hat seine Jahresprognose angehoben und nach eigenen Angaben die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer erreicht. Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass die Umstellung des Geschäftsmodells das kurzfristige Wachstum der jährlich wiederkehrenden Einnahmen belasten könnte. Ein Teil dieses Gegenwinds sei im Berichtsquartal deutlich geworden. Für das dritte Quartal meldete Adobe einen Gewinn von 1,83 (Vorjahr: 1,77) Milliarden Dollar. Bereinigt lag das Ergebnis bei 6,13 Dollar je Aktie. Analysten hatten 6,08 Dollar geschätzt. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 6,76 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenerwartungen von 6,69 Milliarden Dollar. Adobe prognostiziert für das Gesamtjahr nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 24,45 und 24,50 Dollar je Aktie und einen Umsatz zwischen 26,576 und 26,626 Milliarden Dollar. Zuvor waren 24,35 bis 24,45 Dollar bzw. 26,5 bis 26,6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechneten zuletzt mit 24,42 Dollar bzw. 26,54 Milliarden Dollar.

ORACLE

hat im ersten Geschäftsquartal einen Gewinn von 4,76 (Vorjahr: 2,93) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag das Ergebnis bei 1,92 Dollar je Aktie; Analysten hatten 1,74 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf 19,34 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenschätzungen von 19,14 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal prognostiziert der Konzern einen Gewinn je Aktie von 1,85 bis 1,93 (Analysten: 1,89) Dollar. Das Jahresziel für den Gewinn je Aktie erhöhte Oracle auf mindestens 8,10 (zuvor: 8,05) Dollar; Analysten erwarteten zuletzt 8,07 Dollar. Den Umsatz sieht Oracle bei mindestens 90 Milliarden Dollar, verglichen mit einem Analystenkonsens von 89,66 Milliarden.

RH

hat die Jahresprognose angehoben und für das zweite Quartal einen Gewinn von 60,2 (Vorjahr: 51,7) Millionen Dollar mitgeteilt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 2,70 US-Dollar; Analysten hatten nur 38 Cent erwartet. Der Umsatz stieg auf 922,2 (Vorjahr: 899,2) Millionen Dollar und übertraf die Analystenschätzungen von 915,1 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet der Möbelhändler nun ein Umsatzwachstum zwischen 5,5 und 7 Prozent. Analysten rechneten zuletzt mit 3,63 Milliarden Dollar bzw. 5,6 Prozent Anstieg.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 11, 2026 01:52 ET (05:52 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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