Vor der Veröffentlichung des wichtigsten Wirtschaftsindikators der Woche - dem US-Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index, CPI) für August - zeigen die US-Futures eine verhaltene Erholungsbewegung. Der S&P 500 (US500) legt um 0,2 - zu, während der Nasdaq 100 (US100) ein leichtes Plus von 0,1 - verzeichnet. Der EUR/USD notiert nahezu unverändert bei ca. 1,16, während sich Bitcoin um die Marke von 77.000 USD stabilisiert. Analysten erwarten für den monatlichen CPI einen Anstieg von 0,4 - (nach 0,1 - im Juli), während die Jahresrate unverändert bei 3,4 - verbleiben dürfte.
Neben den US-Daten stehen weitere wichtige Impulsgeber auf dem Kalender:
- UK-Wirtschaftsdaten: BIP und Industrieproduktion aus Großbritannien.
- US-Konsumklima: Vorläufige Daten der Universität Michigan zu Konsumstimmung und Inflationserwartungen.
- Agrarmarkt: Der WASDE-Bericht zu Weizen, Sojabohnen, Baumwolle und Mais.
Am Rohölmarkt geraten die Notierungen unter Druck: Die Sorte Brent (OIL) fällt von knapp 110 USD auf rund 105 USD pro Barrel.
Aktuelle Börsen News zu Einzeltiteln: Adobe und Oracle im Fokus
Adobe: KI-Wachstum stark, aber Ausblick enttäuscht
Die Aktien von Adobe verloren nach Vorlage der Zahlen über 2 - an Wert. Zwar verzeichnete der Konzern ein starkes Umsatzwachstum im Bereich Künstliche Intelligenz, der enttäuschende Umsatzausblick belastete jedoch die Stimmung.
- Q3-Ergebnisse: Bereinigtes EPS von 6,13 USD (Konsens: 6,08 USD); Umsatz von 6,76 Mrd. USD (Konsens: 6,70 Mrd. USD).
- Auftragsbestand: Verbleibende Leistungsverpflichtungen (RPO) lagen mit 22,16 Mrd. USD unter den erwarteten 22,72 Mrd. USD.
- KI-Sparte: Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) für "AI-First"-Lösungen stieg um über 150 - im Jahresvergleich auf mehr als 650 Mio. USD.
- Prognose: Für Q4 wird ein bereinigtes EPS von 6,30-6,35 USD bei einem Umsatz von 6,80-6,85 Mrd. USD erwartet. Die Jahresprognose für das EPS wurde leicht auf 24,45-24,50 USD angehoben (Umsatz: 26,58-26,63 Mrd. USD).
Für die künftige Bewertung wird entscheidend sein, wie schnell das Wachstum im KI-Segment die Gesamterlöse weiter beschleunigen kann.
Oracle: KI-Infrastruktur als Kurstreiber
Oracle-Papiere legten nach starken Zahlen für das erste Geschäftsquartal um 4 - zu. Der Konzern profitierte erneut von der hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
- Q1-Ergebnisse: Bereinigtes EPS von 1,92 USD (Konsens: 1,75 USD); Umsatz von 19,35 Mrd. USD (Konsens: 19,13 Mrd. USD).
- Marge - Operatives Ergebnis: Bereinigtes operatives Ergebnis von 8,15 Mrd. USD mit einer operativen Marge von 42 - (Prognose: 40,8 %).
- Cloud-Sparte (IaaS): Das Hauptwachstumssegment erzielte 7,39 Mrd. USD (über den erwarteten 7,19 Mrd. USD).
- Neugeschäft - Ausblick: Oracle schloss neue KI-Cloud-Verträge im Wert von über 30 Mrd. USD ab. Das RPO stieg auf rund 664 Mrd. USD. Für das Geschäftsjahr wird ein Umsatz von mindestens 90 Mrd. USD angestrebt. Die Investitionsausgaben (CapEx) stiegen im ersten Quartal jedoch deutlich auf rund 28,5 Mrd. USD.
Relevanz im Marktbericht Börse: Was heutzutage für deutsche Anleger zählt
Für hiesige Anleger und den DAX steht der Tag ganz im Zeichen der US-Inflationsdaten. Da die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Fed stark datenabhängig agieren, entscheiden die CPI-Zahlen maßgeblich über die globale Zinsentwicklung.
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Einfluss auf den DAX: Fällt die US-Inflation höher als erwartet aus, könnte dies Zinssenkungserwartungen dämpfen und die Renditen von Staatsanleihen steigen lassen. Dies belastet erfahrungsgemäß zinsreagible deutsche Schwergewichte wie SAP oder Siemens.
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Entlastung durch Ölpreise: Der leichte Rückgang der Ölpreise in Richtung 105 USD wirkt den jüngsten Inflationssorgen am deutschen Aktienmarkt entgegen. Anhaltend hohe Energiepreise belasten andernfalls energieintensive Industrie- und Chemiekonzern-Werte im DAX und MDAX.
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Wechselkurs-Effekt (EUR/USD): Die Stabilisierung des Euro nahe 1,16 hält die Importkosten im Rahmen, mindert jedoch leicht den Währungsvorteil für stark exportorientierte DAX-Titel....
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