
© Foto: Symbolbild mithilfe von KI erstellt
Bei Palantir gibt es gerade einen heißen Chart-Alarm! Der 50er SMA kreuzt den 200er SMA von unten nach oben. Ein sogenanntes Golden Cross. Für einige Trader gilt das als eines der stärksten Kaufsignale überhaupt. Zwar schreckt die hohe Bewertung auch viele Anleger ab, jedoch liefert gleichzeitig das Unternehmen operativ Zahlen, die ihresgleichen suchen. Wachstum, Margen, neue Partnerschaften. Doch wie tragfähig ist der jüngste Anstieg wirklich und was müssen Anleger jetzt im Blick behalten, damit aus der Chance keine Enttäuschung wird? Wir ordnen die Lage ein.
Ein Unternehmen im Höhenflug
Palantir liefert weiter ab. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um satte 93 Prozent. Das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden legte sogar um 149 Prozent zu. Zahlen, von denen andere Softwarefirmen nur träumen können. Auch operativ läuft es gut, denn die Marge liegt bei 62 Prozent und allein im letzten Quartal kamen 220 neue Verträge über je mindestens 1 Million US-Dollar dazu. Mit Peter Zaffino holt sich das Unternehmen ab Januar 2027 einen erfahrenen Finanzmanager an Bord, der künftig das Geschäft mit Versicherern, Banken und Vermögensverwaltern ausbauen soll. Die erweiterte KI-Partnerschaft mit PwC US zeigt, dass es Palantir mit der kommerziellen Expansion ernst meint. Selbst in Deutschland zeigt sich, wie tief Palantirs Technologie inzwischen verankert ist. Bayern verlängert den Vertrag für die Polizeisoftware VeRA und das trotz aller politischen Diskussionen um digitale Souveränität. Das ist mal wieder ein Beleg dafür, wie schwer sich einmal etablierte Systeme wieder ersetzen lassen.

Charttechnik
Es sieht zur Zeit so aus, als könne der 50er SMA den 200er SMA von unten nach oben schneiden. Das ist dann ein Golden Cross. Das gilt dann als starkes Kaufsignal, weil es zeigt, dass der kurzfristige Trend nach oben dreht und gegenüber dem langfristigen Trend die Oberhand gwinnt. Die Aktie notiert derzeit über sowohl ihrem 200er SMA, als auch dem 50er SMA, was den Aufwärtstrend zusätzlich untermauert. Wichtig ist trotzdem zu wissen, dass auch ein Golden Cross kein Freifahrtschein ist. Fällt der Kurs wieder deutlich zurück und rutscht unter die Durchschnittslinien, wäre das Signal entwertet. Aktuell spricht die Struktur aber für die Bullen. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnten frühere Widerstandsmarken erneut ins Visier geraten.
Was tun?
Wachstum, Marge und neue Partnerschaften sprechen bei Palantir eine klar bullische Sprache. Das sich bildende Golden Cross verstärkt das positive Bild zusätzlich und liefert charttechnisch ein starkes Argument für weiter steigende Kurse. Neueinsteiger sollten dennoch nicht blind zugreifen, denn die Bewertung ist ambitioniert, und Kritiker wie Michael Burry mahnen offen zur Vorsicht. Auch Insiderverkäufe und Positionsreduzierungen bei ARK Invest zeigen, dass nicht alle Marktteilnehmer gleich optimistisch sind. Wer einsteigen möchte, sollte den Kurs im Blick behalten und die wichtigen Unterstützungslinien im Auge haben. Bricht der Kurs darunter, wäre Vorsicht geboten. Bleibt die Aktie stabil über ihren Durchschnittslinien, spricht dies derzeit für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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