DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
OpenAI wird wegen Sicherheitsbedenken dieses Jahr nicht an die Börse gehen. Aktuell sei ein unkluger Zeitpunkt für den ChatGPT-Entwickler für einen Börsengang, sagte CEO Sam Altman. Das Unternehmen wolle sich aktuell darauf konzentrieren, das zu liefern, was für Sicherheit und Ausrichtung erforderlich sein werde. "Angesichts all dessen, was beim Thema Sicherheit geschieht, wäre der jetzige Zeitpunkt für einen Börsengang unklug, und wir spüren in dieser Hinsicht keinen Druck", so Altman in einem Interview, das am Samstag veröffentlicht wurde. Später erklärte er explizit, dass er keinen Börsengang für 2026 anstrebe. OpenAI reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer weiteren Stellungnahme.
Der Konkurrent Anthropic, der das Modell Claude betreibt, hat bereits vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, muss jedoch noch eine offizielle öffentliche Anmeldung vorlegen. Anthropic war kurzfristig ebenfalls nicht für einen Kommentar zu erreichen.
Die neueste Quelle öffentlicher Besorgnis betrifft die Sicherheitsauswirkungen von KI. Vergangene Woche erklärte der ehemalige Mitarbeiter von OpenAI und Anthropic, Jacob Coxon, dass er letzteres Unternehmen und die gesamte Branche verlasse, weil er das Gefühl habe, dass die großen KI-Akteure sich des gefährlichen Potenzials von KI bewusst seien, es aber im Rennen um das beste Modell in Kauf nähmen, darüber hinwegzusehen.
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ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.620,25 -0,5 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.018,50 -1,3 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.745,20 +0,1 Topix-500 (Tokio) 4.050,43 +0,6 Kospi (Seoul) 6.695,73 -3,1 Shanghai-Composite 3.881,98 -0,2 Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.880,55 +0,3
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich zum Start in die neue Woche keine einheitliche Tendenz ausmachen. Mancherorts stützen die positiven Vorgaben der Wall Street vom Freitag, wobei der neuerliche Anstieg des Ölpreises die Kursgewinne aber begrenzt. Daneben veranlasst der für den späten Mittwoch erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank einige Anleger zu Zurückhaltung, wie es heißt. Die Märkte erwarten mehrheitlich eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Die am Wochenende von Anthropic-CEO Dario Amodei angestoßene Diskussion über eine stärkere Regulierung von KI belastet Chipaktien. Amodei sprach sich in einem Blog-Beitrag dafür aus, die Weiterentwicklung von KI-Modellen langsamer anzugehen, damit die Entwicklung von Mechanismen zur Risikoprävention damit Schritt halten könnten. Er reagierte damit auf die Kündigung eines KI-Forschers bei Anthropic wegen der seiner Meinung nach mit KI verbundenen Risiken und eigenständige Hacks durch KI in der jüngsten Vergangenheit. Andere Branchengrößen wie OpenAI-CEO Sam Altman und Tesla-CEO Elon Musk stimmten Amodei zu. Unterdessen verschiebt OpenAI wegen Sicherheitsbedenken seinen Börsengang. Unter den Chipwerten verbilligen sich die beiden südkoreanischen Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics um 5,5 und 3,1 Prozent. In Tokio geht es mit dem Kurs der Softbank Group, einer der größten Unterstützer von OpenAI, um 11,5 Prozent abwärts. Die Aktie des Chipherstellers Kioxia verliert 6 Prozent. Advantest büßen 3 Prozent ein. In Taiwan gibt die Aktie des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) um 1,2 Prozent nach.
WALL STREET
Dow-Jones 52.573,29 +1,0
S&P-500 7.656,98 +0,9
Nasdaq Composite 26.333,04 +1,0
Freitag Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,11 Mrd 1,16 Mrd
Gewinner 1.662 751
Verlierer 1.079 2.017
Unverändert 78 70
Fester - Eine viertägige Verlustserie wurde beendet, weil eine Unterbrechung des rasanten Anstiegs der Ölpreise einen Tick höher als erwartet ausgefallene US-Verbraucherinflation ausglich. Bei den Einzelwerten verloren Oracle nach anfänglichen Gewinnen 1,7 Prozent, trotz eines Umsatzsprungs im Cloud-Computing-Geschäft . Dies deutete zwar darauf hin, dass sich die Neuausrichtung auf KI auszahlt, steigende Zinsen könnten es für Oracle jedoch schwierig machen, milliardenschwere Kredite für Rechenzentren zu verdauen. Dagegen ging es für Adobe nach Verlusten zu Handelsbeginn um 1,4 Prozent nach oben. Der Konzern hatte seine Jahresprognose angehoben und nach eigenen Angaben die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer erreicht. Die Kroger-Aktie stieg um 2,7 Prozent, obwohl die Supermarktkette ihre Prognose für den flächenbereinigten Umsatz gesenkt hatte.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- 2 Jahre 4,64 +0,09 10 Jahre 4,97 +0,03
Der weltweite Ausverkauf bei Anleihen setzte sich fort, wobei die Renditen langfristiger Anleihen um ihre Mehrjahreshochs schwankten. Gleichzeitig erhöhten die US-Anleger ihre Wetten auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche. Die Verbraucherpreise für August hatten in der Kernrate einen minimal stärkeren Anstieg im Monatsvergleich gezeigt als erwartet. Darauf stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am kommenden Mittwoch durch die US-Notenbank kräftig auf rund 87 von zuvor etwa 70 Prozent. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern zwingen die Inflationsdaten und die jüngsten Spitzen bei den Renditen von Staatsanleihen die US-Notenbank zum Handeln. "Wenn die Fed nach den heutigen Daten auf eine Zinserhöhung verzichten würde, würde sie einen erheblichen Ausverkauf am langen Ende riskieren", so Strategen der Bank of America. Sie warnten vor möglichen Verwerfungen bei langfristigen Anleihen.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 09:05 % YTD EUR/USD 1,1569 -0,3 1,1598 1,1606 -1,5 EUR/JPY 178,16 +0,1 178,03 178,89 -3,2 EUR/GBP 0,8565 -0,1 0,8570 0,8585 -1,7 USD/JPY 153,99 +0,3 153,54 154,12 -1,7 USD/KRW 1.345,00 +0,3 1.341,46 1.344,60 -6,6 USD/CNY 6,7068 -0,0 6,7080 6,7090 -4,1 USD/CNH 6,7063 -0,0 6,7073 6,7094 -3,9 USD/HKD 7,8427 0,0 7,8427 7,8417 +0,8 AUD/USD 0,7145 -0,3 0,7168 0,7175 +7,1 NZD/USD 0,5784 -0,5 0,5814 0,5831 +0,5 BTC/USD 77.516,13 +0,3 77.326,53 77.300,33 -11,6
Der Dollar kletterte mit den steigenden Zinsen und Zinserhöhungserwartungen. Der Euro wurde zuletzt im US-Handel mit 1,1607 Dollar gehandelt. Im asiatisch dominierten Handel am Montag zieht der Dollar zum Euro weiter an.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.333,01 -0,3 -14,31 4.347,32 Silber 64,00 -0,7 -0,46 64,46 Platin 1.796,58 +0,0 0,63 1.795,95
Der Goldpreis legte zu und holte einen Teil seiner Vortagesverluste wieder auf. Der Preis für die Feinunze kletterte um 1,2 Prozent auf 4.366 Dollar, trotz eine eher ungünstigen Umfelds mit steigenden Marktzinsen und einem festeren Dollar. Im Wochenvergleich gab der Preis aber um rund 2 Prozent nach.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 102,47 +2,4 2,42 100,05 Brent/ICE 107,31 +2,6 2,70 104,61
Die Ölpreise gaben nach der Rally der vergangenen Tage nach. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 4,8 Prozent auf gut 104 Dollar. Die Wochenbilanz zeigte aber ein Plus von fast 10 Prozent, weil sich Händler auf eine länger andauernde Unterbrechung der Ölflüsse aus dem Nahen Osten aufgrund der eskalierenden Kämpfe einstellten. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen hatten am Freitag eine strategisch wichtige Insel in der Meerenge Bab al-Mandab und eine Stadt an der Festlandküste eingenommen. Damit erhalten der Iran und ein wichtiger Verbündeter die Kontrolle über zwei der wichtigsten Engpässe für die Schifffahrt im Nahen Osten.
Am Montag geht es mit den Preisen wieder nach oben. Gründe dafür sind neue Angriffe der Huthi-Rebellen auf Ziele in Saudi-Arabien und die kurzfristige Verschiebung von Verhandlungen über die Straße von Hormus.
MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR
NAHOST-KONFLIKT
Saudi-Arabien hat eine wichtige Pipeline abgeschaltet, die es dem Königreich ermöglicht hatte, nach der Schließung der Straße von Hormus weiterhin Rohöl zu exportieren. Als Grund gab das Land an, dass die Pipeline im Zuge der aufflammenden Kämpfe im Nahen Osten mehrfach angegriffen worden sei. Die Ost-West-Pipeline kann bis zu 7 Millionen Barrel Rohöl aus dem saudischen Ölförderzentrum am Persischen Golf zum Hafen von Yanbu am Roten Meer transportieren. Von dort aus war Saudi-Arabien in der Lage gewesen, Öl an Kunden weltweit zu verschiffen, was den Engpass bei der globalen Ölversorgung linderte und die Rohölpreise im Zaum hielt.
KI
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
September 14, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-
Die Chefs dreier KI-Giganten sind sich einig, dass sie die Entwicklung der Technologie bremsen müssen, bevor die Fortschritte zu einer unkontrollierbaren Bedrohung werden. Die Einigkeit von Elon Musk, Sam Altman und Dario Amodei, die etliche Milliarden Dollar ausgegeben haben, um immer mächtigere Modelle an Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, ist ungewöhnlich. Amodei, der CEO von Anthropic, eröffnete die Diskussion am Samstag mit einem Blogbeitrag, in dem er erklärte, dass die Risiken der aktuellen Spitzen-KI-Tools einfach zu groß seien, um die Entwicklung im bisherigen atemberaubenden Tempo fortzusetzen. Seine Warnung kam wenige Tage, nachdem einer seiner Mitarbeiter Befürchtungen geschürt hatte, dass eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 10 Prozent bestehe, dass KI-Systeme die Zivilisation zerstören könnten.
BOEING
Die US-Luftwaffe hat ein bestehendes Abkommen mit Boeing um ein potenzielles Ausgabenvolumen von 13,4 Milliarden Dollar erweitert, um ausländische Militärverkäufe in den Leistungsumfang aufzunehmen. Durch die Änderung steigt die Gesamtobergrenze des Vertrags von 5,7 Milliarden auf 19,1 Milliarden Dollar, wie das Verteidigungsministerium bereits am Freitag mitteilte.
ORACLE
Mitbegründer Larry Ellison hat Pläne zum Verkauf von Teilen seiner Oracle-Beteiligung im Wert von bis zu 7,5 Milliarden Dollar verworfen - nur einen Tag nachdem das Unternehmen die Handelspläne des Milliardärs bekannt gegeben hatte.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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September 14, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)
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