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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

OpenAI wird wegen Sicherheitsbedenken dieses Jahr nicht an die Börse gehen. Aktuell sei ein unkluger Zeitpunkt für den ChatGPT-Entwickler für einen Börsengang, sagte CEO Sam Altman. Das Unternehmen wolle sich aktuell darauf konzentrieren, das zu liefern, was für Sicherheit und Ausrichtung erforderlich sein werde. "Angesichts all dessen, was beim Thema Sicherheit geschieht, wäre der jetzige Zeitpunkt für einen Börsengang unklug, und wir spüren in dieser Hinsicht keinen Druck", so Altman in einem Interview, das am Samstag veröffentlicht wurde. Später erklärte er explizit, dass er keinen Börsengang für 2026 anstrebe. OpenAI reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer weiteren Stellungnahme.

Der Konkurrent Anthropic, der das Modell Claude betreibt, hat bereits vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, muss jedoch noch eine offizielle öffentliche Anmeldung vorlegen. Anthropic war kurzfristig ebenfalls nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Die neueste Quelle öffentlicher Besorgnis betrifft die Sicherheitsauswirkungen von KI. Vergangene Woche erklärte der ehemalige Mitarbeiter von OpenAI und Anthropic, Jacob Coxon, dass er letzteres Unternehmen und die gesamte Branche verlasse, weil er das Gefühl habe, dass die großen KI-Akteure sich des gefährlichen Potenzials von KI bewusst seien, es aber im Rennen um das beste Modell in Kauf nähmen, darüber hinwegzusehen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

Keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung angekündigt.

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.486,00  -0,3 
E-Mini-Future S&P-500   7.617,00  -0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.003,00  -1,3 
Topix (Tokio)       4.047,05  +0,5 
Hang-Seng (Hongk.)    24.875,47  +0,3 
Shanghai-Comp.       3.882,30  -0,2 
 
 
Freitag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.568,56  +0,8 
DAX-Future    25.583,00  +0,7 
MDAX       31.663,79  +0,2 
TecDAX       3.980,48  +1,0 
SDAX       18.346,58  -0,4 
Euro-Stoxx-50   6.325,13  +0,9 
Stoxx-50      5.332,59  +0,6 
XDAX       25.573,03  +0,0 
Dow-Jones     52.573,29  +1,0 
S&P-500      7.656,98  +0,9 
Nasdaq Composite 26.333,04  +1,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einer leichteren Eröffnung rechnen Händler am Montag. Der Datenkalender ist leer, der Markt dürfte sich daher auf Öl und Renditen als Thema konzentrieren. Der Ölpreis steigt wieder deutlich, nachdem er sich am Freitag zwischenzeitlich etwas beruhigt hatte. Aktuell kostet Brent 107,30 Dollar, 2,6 Prozent mehr als am späten Freitag. Das könnte die globale Inflation weiter beschleunigen. Erst am Freitag war aus den USA ein Anstieg von 3,4 Prozent für die Verbraucherpreise gemeldet worden, weit über dem Ziel der US-Notenbank. Am Anleihemarkt stiegen darauf die Renditen, bei 10-jährigen US-Anleihen um 3 Basispunkte auf 4,97. Für die Fed-Sitzung am Mittwoch preisen die Märkte seit Freitagnachmittag eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 87 Prozent ein. Zuvor waren es 70 Prozent gewesen.

Rückblick: Fester - Der im Tagesverlauf deutlich von den Hochs zurückgekommene Ölpreis stützte die Stimmung, ebenso wie anziehende Kurse an der Wall Street. Das Umfeld blieb aber schwierig. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise für August fielen weitestgehend wie erwartet aus, worauf die Erwartung einer Zinserhöhung der US-Notenbank in der kommenden Woche etwas überraschend deutlich nach oben ging - auf 85 nach zuvor knapp 70 Prozent Wahrscheinlichkeit. Möglicherweise hätten einige Akteure doch mit einer positiven Überraschung bei den Preisdaten gerechnet, hieß es.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - Die DAX-Gewinnerliste wurde von Infineon angeführt, die um 5,0 Prozent stiegen. Keinen positiven Impuls setzten besser als erwartet ausgefallene Oracle-Zahlen bei SAP - die Aktie büßte 0,3 Prozent ein. Flatexdegiro verloren 7,9 Prozent nach überraschenden Wechseln im Aufsichtsrat vor dem Hintergrund von unterschiedliche Auffassungen über wesentliche Fragen der zukünftigen strategischen Ausrichtung und Positionierung des Unternehmens.

USA - AKTIEN

Fester - Eine viertägige Verlustserie wurde beendet, weil eine Unterbrechung des rasanten Anstiegs der Ölpreise einen Tick höher als erwartet ausgefallene US-Verbraucherinflation ausglich. Bei den Einzelwerten verloren Oracle nach anfänglichen Gewinnen 1,7 Prozent, trotz eines Umsatzsprungs im Cloud-Computing-Geschäft . Dies deutete zwar darauf hin, dass sich die Neuausrichtung auf KI auszahlt, steigende Zinsen könnten es für Oracle jedoch schwierig machen, milliardenschwere Kredite für Rechenzentren zu verdauen. Dagegen ging es für Adobe nach Verlusten zu Handelsbeginn um 1,4 Prozent nach oben. Der Konzern hatte seine Jahresprognose angehoben und nach eigenen Angaben die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer erreicht. Die Kroger-Aktie stieg um 2,7 Prozen, obwohl die Supermarktkette ihre Prognose für den flächenbereinigten Umsatz gesenkt hatte.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,64 +0,09 
10 Jahre     4,97 +0,03 
 

Der weltweite Ausverkauf bei Anleihen setzte sich fort, wobei die Renditen langfristiger Anleihen um ihre Mehrjahreshochs schwankten. Gleichzeitig erhöhten die US-Anleger ihre Wetten auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche. Die Verbraucherpreise für August hatten in der Kernrate einen minimal stärkeren Anstieg im Monatsvergleich gezeigt, als erwartet. Darauf stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung am kommenden Mittwoch durch die US-Notenbank kräftig auf rund 87 von zuvor etwa 70 Prozent. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern zwingen die Inflationsdaten und die jüngsten Spitzen bei den Renditen von Staatsanleihen die US-Notenbank zum Handeln. "Wenn die Fed nach den heutigen Daten auf eine Zinserhöhung verzichten würde, würde sie einen erheblichen Ausverkauf am langen Ende riskieren", so Strategen der Bank of America. Sie warnten vor möglichen Verwerfungen bei langfristigen Anleihen.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:39 Uhr 
EUR/USD     1,1569  -0,3  -0,0029     1,1598     1,1601 
EUR/JPY     178,15  +0,1  0,1200    178,0300    178,2700 
EUR/CHF     0,946  -0,1  -0,0007     0,9467     0,9462 
EUR/GBP     0,8564  -0,1  -0,0006     0,8570     0,8578 
USD/JPY     153,97  +0,3  0,4300    153,5400    153,6700 
GBP/USD     1,3503  -0,1  -0,0015     1,3518     1,3520 
USD/CNY     6,7068  -0,0  -0,0012     6,7080     6,7080 
USD/CNH     6,7068  0,0  -0,0003     6,7073     6,7082 
AUS/USD     0,7146  -0,3  -0,0022     0,7168     0,7175 
Bitcoin/USD 77.590,38  +0,3  263,85    77.326,53   77.639,39 
 

Der Dollar kletterte mit den steigenden Zinsen und Zinserhöhungserwartungen. Der Euro wurde zuletzt im US-Handel mit 1,1607 Dollar gehandelt. Im asiatisch dominierten Handel am Montag zieht der Dollar zum Euro weiter an.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.334,75  -0,3  -12,57    4.347,32 
Silber    64,03  -0,7   -0,43      64,46 
Platin  1.798,14  +0,1   2,19    1.795,95 
 

Der Goldpreis legte zu und holte einen Teil seiner Vortagesverluste wieder auf. Der Preis für die Feinunze kletterte um 1,2 Prozent auf 4.366 Dollar, trotz eine eher ungünstigen Umfelds mit steigenden Marktzinsen und einem festeren Dollar. Im Wochenvergleich gab der Preis aber um rund 2 Prozent nach.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex  102,41  +2,4   2,36     100,05 
Brent/ICE  107,12  +2,4   2,51     104,61 
 

Die Ölpreise gaben nach der Rally der vergangenen Tage nach. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 4,8 Prozent auf gut 104 Dollar. Die Wochenbilanz zeigte aber ein Plus von fast 10 Prozent, weil sich Händler auf eine länger andauernde Unterbrechung der Ölflüsse aus dem Nahen Osten aufgrund der eskalierenden Kämpfe einstellten. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen hatten am Freitag eine strategisch wichtige Insel in der Meerenge Bab al-Mandab und eine Stadt an der Festlandküste eingenommen. Damit erhalten der Iran und ein wichtiger Verbündeter die Kontrolle über zwei der wichtigsten Engpässe für die Schifffahrt im Nahen Osten. Im asiatischen Handel am Montag ziehen die Preise wieder stark an. Berichten zufolge wurden Verhandlungen Irans mit Golfstaaten verschoben, weil es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen.

MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR

SPANIEN - Rating

Die Ratingagentur Scope hat die Bonitätsnote Spaniens auf A+ von A erhöht.

ÖLVERSORGUNG

Das saudische Energieministerium teilte am Freitag mit, die Ost-West-Pipeline sei am Donnerstag bei Angriffen mehrfach getroffen worden. Die Attacken hätten zu einer Reihe von Verletzten geführt und das Königreich veranlasst, die Pipeline abzuschalten. Die wichtige Pipeline transportiert Rohöl vom Förderzentrum Saudi-Arabiens am Persischen Golf nach Yanbu am Roten Meer und umgeht so die Blockade in Hormus.

SCHAEFFLER

Fitch hat den Ausblick für das Langfrist-Rating auf positiv von stabil angehoben. Das Rating wurde mit "BB+" bestätigt.

GSK

hat mit seinem Medikament Jideytro in einer klinischen Studie Vorteile für Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs nachgewiesen. Das Ergebnis könnte dem Unternehmen dabei helfen, die Zulassung für das Arzneimittel in einem früheren Behandlungsstadium zu beantragen.

ORACLE

hat Pläne zum Verkauf von Teilen seiner Oracle-Beteiligung im Wert von bis zu 7,5 Milliarden Dollar verworfen - nur einen Tag nachdem das Unternehmen die Handelspläne des Milliardärs bekannt gegeben hatte.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/go/hab

(END) Dow Jones Newswires

September 14, 2026 03:42 ET (07:42 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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