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MÄRKTE USA/Schwach - KI-Sorgen drücken Chip-Aktien ins Minus

DJ MÄRKTE USA/Schwach - KI-Sorgen drücken Chip-Aktien ins Minus

DOW JONES--Mit teils kräftigen Abgaben ist die Wall Street am Montag in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,3 Prozent auf 52.412 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 büßt 0,7 Prozent. Besonders deutlich geht es für die technologielastigen Nasdaq-Indizes nach unten, die um bis zu 1,6 Prozent fallen. Hier belasten die Sicherheitswarnungen bezüglich Künstlicher Intelligenz (KI). Aus diesem Grund verschiebt OpenAI auch seinen Gang auf das Börsenparkett.

Die KI-Sicherheitswarnungen könnten das Ende des rasanten Wachstums bei Investitionen in Rechenleistung und KI-Infrastruktur signalisieren, so Kathleen Brooks von XTB. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX hätten alle zu einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Modellen aufgerufen, was eine "höchst ungewöhnliche einheitliche Botschaft" sei. Der Aufruf könnte ein Ende der Hyperskalierung signalisieren, was massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätte, meint Brooks. Mehr als die Hälfte der Sektoren, die den S&P-500 ausmachen, seien mit KI verbunden, während Hyperscaler ein Drittel der Gewichtung des Blue-Chip-Index ausmachten, merkt Brooks an.

"Für die Märkte ist die Schlüsselfrage, ob dies das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der außergewöhnliche KI-Investitionszyklus schließlich abschwächen könnte", so die Deutsche Bank. Zudem werden mit einem steigenden Zinsniveau deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer zu rechtfertigen, heißt es.

Vor diesem Hintergrund stehen vor allem Chip-Werte unter Druck. So fallen Nvidia um 3,9 Prozent, AMD knicken um 5,8 Prozent ein, Qualcomm verlieren 4,4 Prozent und Intel büßen 8,0 Prozent ein. Im Gegenzug geht es für die Aktien von CrowdStrike, Palo Alto Networks und Workday um bis zu 7,1 Prozent nach oben. Die Aktien von Cybersicherheits- und Software-Unternehmen legen zu, nachdem deren Papiere in diesem Jahr unter Druck gestanden hatten, da Anleger darauf wetteten, dass ihre Geschäftsmodelle durch neue KI-Modelle verdrängt würden.

Belastend für den Gesamtmarkt wirken auch die weiter steigenden Ölpreise. Brent klettert um 3,9 Prozent auf 108,64 Dollar je Barrel. Auslöser ist, dass der Oman ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten über die Zukunft der Straße von Hormus verschoben hat, nachdem es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen. Zudem kontrollieren die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen offenbar die Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls für den Welthandel von großer Bedeutung ist.

Auch die Renditen am US-Anleihemarkt legen weiter zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöht sich um 1 Basispunkt auf 4,99 Prozent und könnte im Tagesverlauf zum ersten Mal seit 2023 die Marke von 5 Prozent durchbrechen.

Etwas in den Hintergrund tritt die Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch bekannt gegeben wird. Die US-Geldmärkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent für eine Zinserhöhung ein. Wichtig werden auch die Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad der US-Notenbank. Der Dollar profitiert von den Erwartungen an eine Zinserhöhung. Für den Dollar-Index geht es um 0,5 Prozent nach oben.

Dagegen belasten die sich weiter verfestigenden Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die Fed den Goldpreis. Die Feinunze verbilligt sich um 1,6 Prozent auf 4.276 Dollar.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.411,70  -0,3  -161,59    52.573,29 
S&P-500         7.601,65  -0,7   -55,33    7.656,98 
NASDAQ Comp      26.019,57  -1,2  -313,46    26.333,04 
NASDAQ 100       28.898,59  -1,6  -469,85    29.368,44 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,65 +0,01    4,66      4,60 
5 Jahre           4,81 +0,02    4,82      4,76 
10 Jahre          4,99 +0,01    4,99      4,95 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:39 
EUR/USD          1,1535  -0,5  -0,0063     1,1598   1,1601 
EUR/JPY          178,66  +0,4   0,6300     178,03  178,2700 
EUR/CHF          0,9434  -0,4  -0,0033     0,9467   0,9462 
EUR/GBP          0,8559  -0,1  -0,0011      0,857   0,8578 
USD/JPY          154,87  +0,9   1,3300     153,54  153,6700 
GBP/USD          1,3475  -0,3  -0,0043     1,3518   1,3520 
USD/CNY          6,7082  0,0   0,0002     6,7080   6,7080 
USD/CNH          6,7115  +0,1   0,0044     6,7073   6,7082 
AUS/USD          0,7113  -0,8  -0,0055     0,7168   0,7175 
Bitcoin/USD      78.005,63  +0,9   679,10    77.326,53 77.639,39 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,71  +3,7    3,66     100,05 
Brent/ICE         108,64  +3,9    4,03     104,61 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.275,67  -1,6   -71,65    4.347,32 
Silber           62,95  -2,3   -1,51      64,46 
Platin         1.758,53  -2,1   -37,42    1.795,95 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/kla

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September 14, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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