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MÄRKTE USA/Schwächer - KI-Sorgen drücken Chip-Aktien ins Minus

DJ MÄRKTE USA/Schwächer - KI-Sorgen drücken Chip-Aktien ins Minus

DOW JONES--Mit Abgaben zeigt sich die Wall Street am Montagmittag (Ortszeit). Allerdings können die sich die Indizes von ihren deutlicheren Verlusten zu Handelsbeginn wieder erholen. Der Dow-Jones-Index reduziert sich um 0,2 Prozent auf 52.489 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verzeichnet ein Minus von 0,4 Prozent. Für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht um bis zu 0,8 Prozent nach unten. Hier belasten die Sicherheitswarnungen bezüglich Künstlicher Intelligenz (KI). Aus diesem Grund verschiebt OpenAI seinen Gang auf das Börsenparkett. Dazu kommen weiter steigende Ölpreise. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen ist im Handelsverlauf erstmals seit drei Jahren wieder über die Marke von 5 Prozent gestiegen, zeigt sich aktuell jedoch wieder mit leichten Abgaben unter dieser Marke.

Die KI-Sicherheitswarnungen könnten das Ende des rasanten Wachstums bei Investitionen in Rechenleistung und KI-Infrastruktur signalisieren, so Kathleen Brooks von XTB. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX hätten alle zu einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Modellen aufgerufen, was eine "höchst ungewöhnliche einheitliche Botschaft" sei. Der Aufruf könnte ein Ende der Hyperskalierung signalisieren, was massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätte, meint Brooks. Mehr als die Hälfte der Sektoren, die den S&P-500 ausmachen, seien mit KI verbunden, während Hyperscaler ein Drittel der Gewichtung des Blue-Chip-Index ausmachten, merkt Brooks an.

"Für die Märkte ist die Schlüsselfrage, ob dies das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der außergewöhnliche KI-Investitionszyklus schließlich abschwächen könnte", so die Deutsche Bank. Zudem werden mit einem steigenden Zinsniveau deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer zu rechtfertigen, heißt es.

Vor diesem Hintergrund stehen vor allem Chip-Werte unter Druck. So fallen Nvidia um 3,0 Prozent, AMD knicken um 5,2 Prozent ein, Qualcomm verlieren 1,7 Prozent und Intel büßen 4,8 Prozent ein. Im Gegenzug geht es für die Aktien von CrowdStrike, Palo Alto Networks und Workday um bis zu 15 Prozent nach oben. Die Aktien von Cybersicherheits- und Software-Unternehmen legen zu, nachdem deren Papiere in diesem Jahr unter Druck gestanden hatten, da Anleger darauf wetteten, dass ihre Geschäftsmodelle durch neue KI-Modelle verdrängt würden.

Belastend für den Gesamtmarkt wirken auch die weiter steigenden Ölpreise. Brent klettert um 2,7 Prozent auf 107,45 Dollar je Barrel, steht damit allerdings wieder unter den Tageshochs. Auslöser ist, dass der Oman ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten über die Zukunft der Straße von Hormus verschoben hat, nachdem es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen. Zudem kontrollieren die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen offenbar die Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls für den Welthandel von großer Bedeutung ist.

Mit einem volatilen Verlauf zeigen sich die Renditen am US-Anleihemarkt. Nachdem die Rendite zehnjähriger Papiere im Verlauf erstmals seit Oktober 2023 wieder über die Marke von 5 Prozent geklettert war, geht es aktuell um 3 Basispunkte auf 4,95 Prozent nach unten. Vor allem die Inflationssorgen hatten die Renditen weiter angetrieben, heißt es.

Etwas in den Hintergrund tritt die Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch bekannt gegeben wird. Die Zins-Futures preisen eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent für eine Zinserhöhung ein. Wichtig werden auch die Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad der US-Notenbank. "Die Kombination aus den gestiegenen Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird, gepaart mit den hohen Ölpreisen, hat dem US-Dollar heute auf breiter Front Auftrieb gegeben", schreibt Marc Chandler von Bannockburn. Für den Dollar-Index geht es um 0,3 Prozent nach oben.

Dagegen belasten die sich weiter verfestigenden Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die Fed den Goldpreis. Die Feinunze verbilligt sich um 1,3 Prozent auf 4.291 Dollar.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.489,46  -0,2   -83,83    52.573,29 
S&P-500         7.626,09  -0,4   -30,89    7.656,98 
NASDAQ Comp      26.201,11  -0,5  -131,93    26.333,04 
NASDAQ 100       29.120,52  -0,8  -247,92    29.368,44 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,62 -0,03    4,68      4,60 
5 Jahre           4,77 -0,02    4,84      4,76 
10 Jahre          4,95 -0,03    5,01      4,94 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:39 
EUR/USD          1,1549  -0,4  -0,0049     1,1598   1,1601 
EUR/JPY          178,33  +0,2   0,3000     178,03  178,2700 
EUR/CHF          0,9433  -0,4  -0,0034     0,9467   0,9462 
EUR/GBP          0,8559  -0,1  -0,0011      0,857   0,8578 
USD/JPY          154,4  +0,6   0,8600     153,54  153,6700 
GBP/USD          1,3489  -0,2  -0,0029     1,3518   1,3520 
USD/CNY          6,7082  0,0   0,0002     6,7080   6,7080 
USD/CNH          6,7084  +0,0   0,0013     6,7073   6,7082 
AUS/USD          0,7138  -0,4  -0,0030     0,7168   0,7175 
Bitcoin/USD      78.453,72  +1,5  1.127,19    77.326,53 77.639,39 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         102,43  +2,4    2,38     100,05 
Brent/ICE         107,45  +2,7    2,84     104,61 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.290,79  -1,3   -56,53    4.347,32 
Silber           63,27  -1,8   -1,19      64,46 
Platin         1.769,13  -1,5   -26,82    1.795,95 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 14, 2026 12:30 ET (16:30 GMT)

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