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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Deutz erhöht das Grundkapital um 10 Prozent und gibt bis zu 15,26 Millionen neue Aktien aus. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses vom Montag bei 12,29 Euro entspricht das etwa 187 Millionen Euro. Die neuen Aktien werden ausschließlich institutionellen Investoren im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens angeboten. Der Platzierungspreis, die endgültige Anzahl an neuen Aktien und der endgültige Bruttoemissionserlös werden nach Abschluss des Verfahrens veröffentlicht. Der Nettoerlös soll zur Optimierung der Kapitalstruktur verwendet werden. Der Konzern will finanziell flexibler werden im Hinblick auf künftige Wachstumschancen. Deutz hatte im Juli angekündigt, die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft für 1,6 Milliarden Euro zu übernehmen und damit sein Rüstungsgeschäft auszuweiten.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 FR/Axa SA, Investorentag

AUSBLICK KONJUNKTUR

-GB 
  08:00 Arbeitsmarktdaten August 
     Arbeitslosengeldbezieher 
     Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO) 
     PROGNOSE: 4,9 
     zuvor:  4,9 
 
-DE 
  11:00 ZEW-Index Konjunkturerwartungen September 
     PROGNOSE: 40,0 
     zuvor:   34,2 
     Konjunkturlage 
     PROGNOSE: -52,0 
     zuvor:  -61,1 
 
-US 
  14:30 Empire State Manufacturing Index September 
     PROGNOSE: 11,1 
     zuvor:  20,6 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.419,00  -0,0 
E-Mini-Future S&P-500   7.600,50  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.047,25  -0,4 
Topix (Tokio)       4.042,81  -0,4 
Hang-Seng (Hongk.)    24.789,58  -0,5 
Shanghai-Comp.       3.875,77  -0,3 
 
Montag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.440,81  -0,5 
DAX-Future    25.585,00  +0,1 
MDAX       31.057,16  -1,9 
TecDAX       3.960,75  -0,5 
SDAX       18.182,00  -0,9 
Euro-Stoxx-50   6.260,38  -1,0 
Stoxx-50      5.319,67  -0,2 
XDAX       25.514,07 +0,3 
Dow-Jones     52.421,20 -0,3 
S&P-500      7.619,98 -0,5 
Nasdaq Composite 26.186,41 -0,6 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Händler rechnen mit einem vorsichtigen Start in den Dienstag. Einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank dürfte man sich kaum noch aus dem Fenster lehnen wollen, heißt es im Handel. Aus der Krisenregion Nahost gibt es keine Neuigkeiten, der Brent-Ölpreis zieht dennoch wieder an, um 1,7 Prozent auf rund 107,50 Dollar. Im Hoch war er am Vortag schon bei knapp 110 Dollar, eher er wieder deutlicher zurückfiel. Sorgen macht der ungebremste Renditeanstieg in den USA. Bei den 10-jährigen Staatsanleihen liegt sie bei 5,02 Prozent. Nach Meinung vieler Analysten geht ein großer Teil des Anstiegs auf Zweifel am Willen der US-Notenbank zurück, entschlossen gegen die Inflation vorzugehen. Sollte sie am Mittwoch aber die US-Zinsen erhöhen und sich falkenhaft für die Zukunft äußern, dürften die Börsen das mit fallenden Renditen honorieren. Bei den Wirtschaftsdaten wird auf die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland geblickt.

Rückblick: Schwach - Der Euro-Stoxx-50 wurde vor allem belastet von schwachen Halbleiteraktien bzw. Aktien mit KI-Appeal. Dazu kamen steigende Ölpreise als Bremsfaktor. Sie trugen mit dazu bei, dass die Renditen erhöht blieben. Dabei spielte aber auch die Erwartung einer US-Zinserhöhung am Mittwoch eine Rolle. KI-Aktien wurden wegen des steigenden Zinsniveaus verkauft, was deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer rechtfertigbar macht. Vor allem aber hatte sich die KI-Stimmung eingetrübt, nachdem sich Anthropic-Chef Dario Amodei dafür ausgesprochen hatte, die Weiterentwicklung von KI-Modellen langsamer anzugehen, damit die Entwicklung von Mechanismen zur Risikovorsorge Schritt halten kann. Unter den KI-Infrastrukturausrüstern ging es für Schneider Electric um 6,5 Prozent abwärts. Im Chipsektor sackten Infineon, ASML, Aixtron oder BE Semiconductor zwischen 6,1 und 11,2 Prozent ab. Kursgewinne verzeichneten dagegen Aktien von Softwareunternehmen. Sie litten seit Monaten unter Bedenken wegen disruptiver Wirkungen von KI-Anwendungen auf ihre Geschäftsmodelle. Daher sorgten die Spekulationen über eine Verlangsamung der KI-Entwicklung für etwas Entspannung. SAP gewannen 5,1 Prozent, Nemetschek stiegen um 2,7 Prozent und Dassault Systemes um 5,0 Prozent. Zu den Tagesfavoriten gehörten Pharmaaktien, unter anderem getrieben von Studienerfolgen. Ihr Stoxx-Subindex gewann 3,2 Prozent. In Zürich stiegen Roche um 5,0 Prozent. Novartis erholten sich im Fahrwasser um 1,7 Prozent. Fest zeigten sich Aktien der Börsenbetreiber nach einem Interview in der "Financial Times". Laut Euronext-Vorstandschef ist sein Unternehmen offen für eine Fusion mit ihrem größten Rivalen Deutsche Börse oder für eine Zusammenlegung der Börsen-Geschäfte der beiden Gruppen. Für Deutsche Börse ging es um 2,1 Prozent nach oben, für Euronext um 1,3 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwächer - Unter den KI-Infrastrukturausrüstern ging es mit der am Wochenende angestoßenen KI-Sicherheitsthematik für Siemens Energy um 8,0 Prozent abwärts, für Hochtief um 9,4 Prozent. Im Chipsektor fielen Aixtron um 11,2 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Deutz gaben mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung um 3,2 Prozent nach, Cewe wurden auf Tradegate mit einem angekündigten Aktiuenrückkauf 2,02 Prozent höher gestellt.

USA - AKTIEN

Leichter - Die Indizes konnten sich im Verlauf von deutlicheren Verlusten zu Handelsbeginn wieder erholen. Den Technologiesektor, insbesondere KI-Aktien, belastete die Forderung von Anthropic-CEO Dario Amodei, die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) zu verlangsamen. Dazu kamen als Bremser weiter steigende Ölpreise, die Inflationssorgen schürten und Zinserhöhungsspekulationen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erreichte im Handelsverlauf erstmals seit drei Jahren wieder die Marke von 5 Prozent. Am Zinsterminmarkt wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eine US-Zinserhöhung am Mittwoch eingepreist. Im Chipsektor fielen Nvidia um 3,4, AMD 4,4, Qualcomm 1,0 und Intel 5,6 Prozent. Die Aktie von Corning, das die für die Verkabelung von Rechenzentren notwendigen Glasfasermaterialien herstellt, stürzte um 14 Prozent ab. Im Gegenzug ging es für die Aktien von Aktien von Cybersicherheits- und Softwareunternehmen nach oben, nachdem deren Papiere seit Monaten unter der Sorge litten, dass ihre Geschäftsmodelle durch immer neue KI-Entwicklungen- und Anwendungen untergraben werden. Unter anderem schossen Crowdstrike und Palo Alto Networks um über 13 Prozent nach oben, Workday legten wie Salesforce um 4,7 Prozent zu. Microsoft wartete mit einem Verhaltenskodex, den das Unternehmen beim Training neuer KI-Modelle anwenden will. Die Microsoft-Aktie stieg um 2 Prozent.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,63 -0,01 
10 Jahre    4,96 -0,02 
 

Am Anleihemarkt ging es volatil zu. Zunächst stiegen die Renditen, im Zehnjahresbereich stieg die Rendite erstmals seit Oktober 2023 wieder über die Marke von 5 Prozent, fiel dann aber wieder etwas zurück - unter das Niveau vom Freitag. Allgemein wird nach den jüngsten Preisdaten und mit Blick auf den Ölpreisanstieg inzwischen erwartet, dass die US-Notenbank am Mittwoch die Zinsen auf eine Spanne zwischen 3,75 Prozent und 4 Prozent anheben wird.

DEVISEN

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag    Mo, 18:46 
EUR/USD     1,1533  -0,1     -0,0014     1,1547     1,1557 
EUR/JPY     178,66  +0,3     0,4400    178,2200    178,4700 
EUR/CHF     0,9436  -0,0     -0,0002     0,9438     0,9430 
EUR/GBP     0,8553  +0,0     0,0001     0,8552     0,8559 
USD/JPY     154,9  +0,4     0,5500    154,3500    154,4100 
GBP/USD     1,348  -0,1     -0,0015     1,3495     1,3501 
USD/CNY     6,7106  +0,0     0,0024     6,7082     6,7082 
USD/CNH     6,7113  +0,0     0,0027     6,7086     6,7080 
AUS/USD     0,7119  -0,3     -0,0018     0,7137     0,7144 
Bitcoin/USD 77.438,09  -2,1    -1.657,41    79.095,50    78.678,74 
 
 

Für den Dollar ging es mit der Aussicht auf steigende Leitzinsen nach oben. "Die Kombination aus den gestiegenen Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird, gepaart mit den hohen Ölpreisen, hat dem US-Dollar heute auf breiter Front Auftrieb gegeben", so Marktexperte Marc Chandler von Bannockburn. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1545 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.293,21  -0,1      -4,68    4.297,89 
Silber    63,06  -0,3      -0,17      63,23 
Platin  1.769,47  +0,6      10,04    1.759,43 
 

Die sich weiter verfestigenden Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank belasteten den Goldpreis. Die Feinunze reduzierte sich um 1,3 Prozent auf 4.291 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    103,29  +1,9      1,90     101,39 
Brent/ICE    107,47  +1,7      1,79     105,68 
 

Die Ölpreise legten nach dem zwischenzeitlichen Rückgang vom Freitag wieder zu. Brent kletterte um 2,3 Prozent auf 106,45 Dollar je Barrel. Im Tageshoch lag der Preis auch schon bei gut 109 Dollar. Auslöser für den Anstieg gab es mehrere. Zum einen verschob der Oman ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten über die Zukunft der Straße von Hormu, nachdem es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen. Zudem kontrollieren vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen offenbar nun die Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls für den Welthandel von großer Bedeutung ist. Außerdem musste Saudi-Arabien eine Umgehungspipeline der Straße von Hormus stilllegen, die bei Angriffen beschädigt wurde.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 17.30 UHR

CHINA - Konjunktur

Die chinesischen Anlageinvestitionen fielen im Zeitraum von Januar bis August wie erwartet um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich der Rückgang gegenüber dem Minus von 6,7 Prozent in den ersten sieben Monaten des Jahres. Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den Binnenkonsum in China, stiegen im vergangenen Monat um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies war eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 0,6 Prozent im Juli und verfehlte den von befragten Ökonomen erwarteten Zuwachs von 0,8 Prozent. Gestützt durch eine robuste Nachfrage aus dem Ausland überraschte Chinas Industrieproduktion im August mit einem Anstieg von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli war die Produktion noch um 4,5 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten 4,7 Prozent getippt.

CEWE

hat einen Aktienrückkauf beschlossen. Wie der Foto-Dienstleister mitteilte, will er bis zum 16. April 2027 eigene Aktien im Volumen von bis zu 18 Millionen Euro zurückkaufen. Das entspricht einem Anteil von rund 2,0 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.

MEDIOS

verliert seinen für das Deutschland-Geschäft zuständigen Vorstand. Chief Business Officer Germany Christoph Prusseit swird seinen am 31. Juli 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

WASHTEC

hat wegen einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Geschäfts- und Ergebnisentwicklung den Ausblick für das laufende Jahr kassiert und rechnet nun mit einer rückläufigen EBIT-Marge auf zwischen 8 und 9 Prozent. Bisher wurde eine im Verhältnis zum Umsatzwachstum überproportionale EBIT-Steigerung angepeilt. Im Vorjahr lag die operative Rendite bei 9,8 Prozent. Die Umsatzsteigerung soll 2026 im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Zudem kündigte das Unternehmen an, dass der Vertrag von CEO Michael Drolshagen bis Ende April 2030 verlängert wurde.

AXA

will nach Jahren der Umstrukturierung Marktanteile gewinnen und den Gewinn in den nächsten Jahren weiter steigern. Der neue Wachstumsplan für die Jahre 2027 bis 2029 sieht eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des bereinigten Ergebnisses je Aktie zwischen 7 und 9 Prozent vor. Zudem wird eine bereinigte Eigenkapitalrendite von 15 bis 17 Prozent angestrebt. Für das Jahr 2026 peilt das Unternehmen beim Gewinn je Aktie das obere Ende seiner Prognose von 6 bis 8 Prozent an. Auch die Eigenkapitalrendite soll am oberen Ende der Spanne von 14 bis 16 Prozent liegen. Die Gesamtausschüttungsquote für die kommenden Jahre soll voraussichtlich 75 Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie betragen. Axa prognostiziert für das laufende Jahr einen bereinigten Gewinn von etwa 8,6 Milliarden Euro, nach 8,4 Milliarden 2025.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

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September 15, 2026 01:38 ET (05:38 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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