Berlin (ots) -
- 344 Euro zu viel pro Monat: In den ausgewerteten Fällen liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 925,59 Euro, die ermittelte zulässige Miete liegt durchchnittlich bei 581,28 Euro.
- Die durchschnittliche Differenz summiert sich für Betroffene auf über 4.100 Euro jährlich.
- Friedrichshain-Kreuzberg mit größter Abweichung: Dort liegen die verlangten Quadratmeterpreise im Schnitt 89 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert.
Kaum ein Thema ist im Berliner Wahlkampf derzeit so präsent wie die Miete. Auf vielen Wahlplakaten begegnen den Berlinern Forderungen rund um bezahlbares Wohnen. Neue Zahlen von Allright, dem führenden Portal zur Durchsetzung von Verbraucherrechten zeigen, wie groß die Belastung tatsächlich ist: Die Auswertung von 821 konkreten Mietfällen zeigt, dass Berliner Mieter durchschnittlich mehr als 344 Euro pro Monat über der ermittelten zulässigen Miete zahlen. In Friedrichshain-Kreuzberg liegt die Abweichung sogar bei 89 Prozent. Erfolgreiche Fälle zeigen zugleich, dass sich eine Prüfung lohnen kann. Die Miete sank hier durchschnittlich um 25 Prozent.
Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass Mieten bei Neuvermietungen in angespannten Wohnungsmärkten unverhältnismäßig stark steigen. Eine aktuelle Auswertung des Verbraucherrechtsportals Allright zeigt jedoch, wie groß die Differenz zwischen verlangter und zulässiger Miete in Berliner Mietverhältnissen sein kann.
Für die Analyse wurden 821 Fälle von Allright ausgewertet, bei denen konkrete Angaben der Mieter zur Miethöhe vorlagen. Fälle mit lediglich geschätzten oder unvollständigen Angaben wurden nicht berücksichtigt.
Im Schnitt 344 Euro über der ermittelten zulässigen Miete
Das Ergebnis: Die tatsächliche Nettokaltmiete liegt in der ausgewerteten Stichprobe bei durchschnittlich 925,59 Euro pro Monat. Die anhand der Falldaten ermittelte maximal zulässige Miete inklusive des grundsätzlich vorgesehenen Zehn-Prozent-Aufschlags auf die ortsübliche Vergleichsmiete beträgt dagegen im Schnitt nur 581,28 Euro.
Damit zahlen die Betroffenen durchschnittlich 344,31 Euro pro Monat mehr, rund 59 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert. Auf ein Jahr hochgerechnet entspricht das einer Mehrbelastung von mehr als 4.100 Euro.
"Was wir in Berlin sehen, ist ein Mietwahnsinn, der für viele Haushalte längst zur massiven finanziellen Belastung geworden ist. Wenn ein überwiegender Anteil der Mieter im Schnitt mehr als 340 Euro im Monat über der ermittelten zulässigen Miete zahlt, sprechen wir nicht mehr über Einzelfälle. Auf ein Jahr gerechnet sind das mehr als 4.100 Euro, die im Haushaltsbudget spürbar fehlen. Unsere Auswertung zeigt deshalb sehr deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Miete überprüfen zu lassen", sagt Sarina Minch, Rechtsanwältin und Mietrechtsexpertin bei Allright.
Durchschnittlich rund 14,31 Euro pro Quadratmeter statt 8,62 Euro
Auch beim Blick auf die Quadratmeterpreise zeigt sich die deutliche Abweichung. Die tatsächliche Nettokaltmiete liegt in den auswertbaren Fällen bei durchschnittlich rund 14,31 Euro pro Quadratmeter. Der ermittelte zulässige Wert beträgt dagegen im Durchschnitt 8,62 Euro pro Quadratmeter.
Besonders groß ist die Differenz in den innerstädtischen Bezirken. An der Spitze steht Friedrichshain-Kreuzberg: Hier werden im Schnitt 16,08 Euro pro Quadratmeter verlangt, während der ermittelte zulässige Wert bei 8,51 Euro liegt. Das entspricht einer Überschreitung von rund 89 Prozent.
Während Charlottenburg-Wilmersdorf mit durchschnittlich 16,12 Euro pro Quadratmeter den höchsten tatsächlichen Mietpreis in der Stichprobe aufweist, ist die relative Abweichung in Friedrichshain-Kreuzberg am stärksten.
Auch in Lichtenberg liegen die verlangten Mieten im Durchschnitt rund 67 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert, in Pankow sind es 58 Prozent. Vergleichsweise geringer fallen die Abweichungen in Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf aus. Doch auch dort liegen die tatsächlichen Mieten in der Allright-Auswertung noch deutlich oberhalb der jeweils ermittelten zulässigen Werte.
Erfolgreiche Fälle: Miete im Durchschnitt um 25 Prozent gesenkt
Dass eine Überprüfung der Miethöhe nicht nur auf dem Papier einen Unterschied machen kann, zeigt ein Blick auf die auswertbaren erfolgreichen Allright-Fälle. Dort konnte die monatliche Miete im Durchschnitt um rund 25 Prozent reduziert werden.
Für die betroffenen Mieter bedeutet das eine durchschnittliche Entlastung von 236 Euro pro Monat, beziehungsweise mehr als 2.800 Euro im Jahr.
"Die Zahlen aus den erfolgreichen Fällen zeigen, welchen konkreten finanziellen Unterschied die Durchsetzung der eigenen Rechte machen kann. Entscheidend ist allerdings immer der Einzelfall: Vormiete, Modernisierungenund weitere gesetzliche Ausnahmen können Einfluss darauf haben, welche Miete tatsächlich zulässig ist. Deshalb ist eine individuelle Prüfung so wichtig", erklärt Rechtsanwältin Minch.
Mietpreisbremse allein reicht nicht - Mieter müssen ihre Rechte kennen
Die Auswertung zeigt aus Sicht von Allright vor allem ein Problem: Eine gesetzliche Obergrenze schützt Mieter nur dann effektiv, wenn mögliche Verstöße erkannt und Ansprüche auch geltend gemacht werden. Ob eine Miete gegen die Mietpreisbremse verstößt, lässt sich für Verbraucher häufig nur schwer selbst beurteilen. Neben dem einschlägigen Mietspiegel können unter anderem das Baujahr der Wohnung, Modernisierungen, die Vormiete und gesetzliche Ausnahmeregelungen eine Rolle spielen. Allright unterstützt Mieter dabei, ihre Miethöhe zu prüfen und mögliche Ansprüche durchzusetzen.
Methodik und Disclaimer
Für die Auswertung wurden 821 Berliner Mietfälle aus dem Allright-System berücksichtigt, für die konkrete Kundendaten zur Miethöhe vorlagen. Reine Leads sowie Fälle mit lediglich geschätzten oder unvollständigen Mietangaben wurden nicht in die Analyse aufgenommen.
Die ermittelten zulässigen Mietwerte basieren auf den im jeweiligen Fall vorliegenden Angaben und dem einschlägigen Mietspiegel. Gesetzliche Ausnahmen von der Mietpreisbremse können im Einzelfall zu einer abweichenden zulässigen Miethöhe führen.
Die Stichprobe besteht aus Kundendaten von Allright und ist daher nicht repräsentativ für sämtliche Berliner Mietverhältnisse. Die Ergebnisse zeigen die Verhältnisse innerhalb der ausgewerteten Fälle.
Über Allright
Allright ist das führende Portal zur Durchsetzung von Verbraucherrechten und bietet Verbraucher:innen hochwertige juristische Expertise sowie Unterstützung in mehreren Rechtsgebieten an. Allright möchte es Verbraucher:innen künftig noch einfacher machen, ihre Rechte effektiv geltend zu machen und setzt dabei auf eine transparente Kostenstruktur. Hinter Allright steht die Allright Gruppe, die aus der Flightright GmbH und ihren Tochtergesellschaften sowie der Partnerkanzlei Chevalier Rechtsanwaltsgesellschaft mbH besteht.
Pressekontakt:
Mara Zatti
presse@allright.de
+49 176 70 06 49 41
Original-Content von: Allright Group, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/178351/6352070
- 344 Euro zu viel pro Monat: In den ausgewerteten Fällen liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 925,59 Euro, die ermittelte zulässige Miete liegt durchchnittlich bei 581,28 Euro.
- Die durchschnittliche Differenz summiert sich für Betroffene auf über 4.100 Euro jährlich.
- Friedrichshain-Kreuzberg mit größter Abweichung: Dort liegen die verlangten Quadratmeterpreise im Schnitt 89 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert.
Kaum ein Thema ist im Berliner Wahlkampf derzeit so präsent wie die Miete. Auf vielen Wahlplakaten begegnen den Berlinern Forderungen rund um bezahlbares Wohnen. Neue Zahlen von Allright, dem führenden Portal zur Durchsetzung von Verbraucherrechten zeigen, wie groß die Belastung tatsächlich ist: Die Auswertung von 821 konkreten Mietfällen zeigt, dass Berliner Mieter durchschnittlich mehr als 344 Euro pro Monat über der ermittelten zulässigen Miete zahlen. In Friedrichshain-Kreuzberg liegt die Abweichung sogar bei 89 Prozent. Erfolgreiche Fälle zeigen zugleich, dass sich eine Prüfung lohnen kann. Die Miete sank hier durchschnittlich um 25 Prozent.
Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass Mieten bei Neuvermietungen in angespannten Wohnungsmärkten unverhältnismäßig stark steigen. Eine aktuelle Auswertung des Verbraucherrechtsportals Allright zeigt jedoch, wie groß die Differenz zwischen verlangter und zulässiger Miete in Berliner Mietverhältnissen sein kann.
Für die Analyse wurden 821 Fälle von Allright ausgewertet, bei denen konkrete Angaben der Mieter zur Miethöhe vorlagen. Fälle mit lediglich geschätzten oder unvollständigen Angaben wurden nicht berücksichtigt.
Im Schnitt 344 Euro über der ermittelten zulässigen Miete
Das Ergebnis: Die tatsächliche Nettokaltmiete liegt in der ausgewerteten Stichprobe bei durchschnittlich 925,59 Euro pro Monat. Die anhand der Falldaten ermittelte maximal zulässige Miete inklusive des grundsätzlich vorgesehenen Zehn-Prozent-Aufschlags auf die ortsübliche Vergleichsmiete beträgt dagegen im Schnitt nur 581,28 Euro.
Damit zahlen die Betroffenen durchschnittlich 344,31 Euro pro Monat mehr, rund 59 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert. Auf ein Jahr hochgerechnet entspricht das einer Mehrbelastung von mehr als 4.100 Euro.
"Was wir in Berlin sehen, ist ein Mietwahnsinn, der für viele Haushalte längst zur massiven finanziellen Belastung geworden ist. Wenn ein überwiegender Anteil der Mieter im Schnitt mehr als 340 Euro im Monat über der ermittelten zulässigen Miete zahlt, sprechen wir nicht mehr über Einzelfälle. Auf ein Jahr gerechnet sind das mehr als 4.100 Euro, die im Haushaltsbudget spürbar fehlen. Unsere Auswertung zeigt deshalb sehr deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Miete überprüfen zu lassen", sagt Sarina Minch, Rechtsanwältin und Mietrechtsexpertin bei Allright.
Durchschnittlich rund 14,31 Euro pro Quadratmeter statt 8,62 Euro
Auch beim Blick auf die Quadratmeterpreise zeigt sich die deutliche Abweichung. Die tatsächliche Nettokaltmiete liegt in den auswertbaren Fällen bei durchschnittlich rund 14,31 Euro pro Quadratmeter. Der ermittelte zulässige Wert beträgt dagegen im Durchschnitt 8,62 Euro pro Quadratmeter.
Besonders groß ist die Differenz in den innerstädtischen Bezirken. An der Spitze steht Friedrichshain-Kreuzberg: Hier werden im Schnitt 16,08 Euro pro Quadratmeter verlangt, während der ermittelte zulässige Wert bei 8,51 Euro liegt. Das entspricht einer Überschreitung von rund 89 Prozent.
Während Charlottenburg-Wilmersdorf mit durchschnittlich 16,12 Euro pro Quadratmeter den höchsten tatsächlichen Mietpreis in der Stichprobe aufweist, ist die relative Abweichung in Friedrichshain-Kreuzberg am stärksten.
Auch in Lichtenberg liegen die verlangten Mieten im Durchschnitt rund 67 Prozent über dem ermittelten zulässigen Wert, in Pankow sind es 58 Prozent. Vergleichsweise geringer fallen die Abweichungen in Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf aus. Doch auch dort liegen die tatsächlichen Mieten in der Allright-Auswertung noch deutlich oberhalb der jeweils ermittelten zulässigen Werte.
Erfolgreiche Fälle: Miete im Durchschnitt um 25 Prozent gesenkt
Dass eine Überprüfung der Miethöhe nicht nur auf dem Papier einen Unterschied machen kann, zeigt ein Blick auf die auswertbaren erfolgreichen Allright-Fälle. Dort konnte die monatliche Miete im Durchschnitt um rund 25 Prozent reduziert werden.
Für die betroffenen Mieter bedeutet das eine durchschnittliche Entlastung von 236 Euro pro Monat, beziehungsweise mehr als 2.800 Euro im Jahr.
"Die Zahlen aus den erfolgreichen Fällen zeigen, welchen konkreten finanziellen Unterschied die Durchsetzung der eigenen Rechte machen kann. Entscheidend ist allerdings immer der Einzelfall: Vormiete, Modernisierungenund weitere gesetzliche Ausnahmen können Einfluss darauf haben, welche Miete tatsächlich zulässig ist. Deshalb ist eine individuelle Prüfung so wichtig", erklärt Rechtsanwältin Minch.
Mietpreisbremse allein reicht nicht - Mieter müssen ihre Rechte kennen
Die Auswertung zeigt aus Sicht von Allright vor allem ein Problem: Eine gesetzliche Obergrenze schützt Mieter nur dann effektiv, wenn mögliche Verstöße erkannt und Ansprüche auch geltend gemacht werden. Ob eine Miete gegen die Mietpreisbremse verstößt, lässt sich für Verbraucher häufig nur schwer selbst beurteilen. Neben dem einschlägigen Mietspiegel können unter anderem das Baujahr der Wohnung, Modernisierungen, die Vormiete und gesetzliche Ausnahmeregelungen eine Rolle spielen. Allright unterstützt Mieter dabei, ihre Miethöhe zu prüfen und mögliche Ansprüche durchzusetzen.
Methodik und Disclaimer
Für die Auswertung wurden 821 Berliner Mietfälle aus dem Allright-System berücksichtigt, für die konkrete Kundendaten zur Miethöhe vorlagen. Reine Leads sowie Fälle mit lediglich geschätzten oder unvollständigen Mietangaben wurden nicht in die Analyse aufgenommen.
Die ermittelten zulässigen Mietwerte basieren auf den im jeweiligen Fall vorliegenden Angaben und dem einschlägigen Mietspiegel. Gesetzliche Ausnahmen von der Mietpreisbremse können im Einzelfall zu einer abweichenden zulässigen Miethöhe führen.
Die Stichprobe besteht aus Kundendaten von Allright und ist daher nicht repräsentativ für sämtliche Berliner Mietverhältnisse. Die Ergebnisse zeigen die Verhältnisse innerhalb der ausgewerteten Fälle.
Über Allright
Allright ist das führende Portal zur Durchsetzung von Verbraucherrechten und bietet Verbraucher:innen hochwertige juristische Expertise sowie Unterstützung in mehreren Rechtsgebieten an. Allright möchte es Verbraucher:innen künftig noch einfacher machen, ihre Rechte effektiv geltend zu machen und setzt dabei auf eine transparente Kostenstruktur. Hinter Allright steht die Allright Gruppe, die aus der Flightright GmbH und ihren Tochtergesellschaften sowie der Partnerkanzlei Chevalier Rechtsanwaltsgesellschaft mbH besteht.
Pressekontakt:
Mara Zatti
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+49 176 70 06 49 41
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