DJ ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland niedriger als erwartet
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Erwartungen von Finanzinvestoren für die deutsche Konjunktur haben sich im September entgegen den Erwartungen kaum aufgehellt, wobei sich die Lagebeurteilung deutlicher als erwartet besserte. Der vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 34,7 (August: 34,2) Punkte, wie das ZEW mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 40,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage erhöhte sich auf minus 47,1 (minus 61,1) Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 52,0 Punkte prognostiziert.
"Die Expertinnen und Experten sind vorsichtig optimistisch über die wirtschaftliche Erholung. Diese bleibt weiterhin fiskalgetrieben und wird durch zusätzliche Exportimpulse gestützt", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen. Die Risiken seien dennoch erheblich: teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasteten die Wirtschaft.
Das Bild über die Branchen hinweg blieb nach ZEW-Angaben stabil, aber weiterhin uneinheitlich. Die Versicherungsbranche profitierte von den gestiegen Zinsen: Der Saldo stieg um 12,1 Punkte auf 46,4 Punkte. Dagegen verharrten die Stahl - und Metallproduktion sowie die Fahrzeugbranche weiterhin im negativen Bereich mit minus 16,7 bzw. minus 22,6 Punkten. Nennenswert war demnach die Verbesserung der Bankenbranche, deren Saldo mit 52,9 Punkte um 8,2 Punkte höher lag als noch im August.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sanken auf plus 25,8 (plus 31,4) Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage stieg dagegen auf minus 13,9 (minus 21,5) Zähler.
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September 15, 2026 05:15 ET (09:15 GMT)
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