DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland niedriger als erwartet
Die Erwartungen von Finanzinvestoren für die deutsche Konjunktur haben sich im September entgegen den Erwartungen kaum aufgehellt, wobei sich die Lagebeurteilung deutlicher als erwartet besserte. Der vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 34,7 (August: 34,2) Punkte, wie das ZEW mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 40,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage erhöhte sich auf minus 47,1 (minus 61,1) Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 52,0 Punkte prognostiziert. "Die Expertinnen und Experten sind vorsichtig optimistisch über die wirtschaftliche Erholung. Diese bleibt weiterhin fiskalgetrieben und wird durch zusätzliche Exportimpulse gestützt", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen. Die Risiken seien dennoch erheblich: teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasteten die Wirtschaft.
Handelsüberschuss der Eurozone im Juli ausgeweitet
Der bereinigte Handelsüberschuss der Eurozone hat sich im Juli ausgeweitet. Dies deutet zu Beginn des dritten Quartals trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit auf einen konjunkturellen Impuls durch den Handel hin. Der Überschuss im Warenhandel des 21-Länder-Währungsraums belief sich in dem Monat auf 5,0 Milliarden Euro (5,77 Milliarden US-Dollar), verglichen mit einem Überschuss von 1,0 Milliarde Euro im Juni, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Die bereinigten Exporte stiegen um 1,2 Prozent, während die Importe um 0,4 Prozent sanken, hieß es.
Welthandelssystem laut WTO an 'kritischem Punkt' zwischen Fragmentierung und Erneuerung
Die Zersplitterung des Welthandelssystems in eine kleine Anzahl geopolitischer Blöcke oder eine größere Anzahl regionaler Gruppierungen würde bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zu einer erheblichen Verringerung der Wirtschaftsaktivität führen. Dies teilte die Welthandelsorganisation (WTO) am Dienstag mit. Die USA haben im vergangenen Jahr die Zölle auf Importe aus aller Welt stark angehoben und verhängen weiterhin neue Zölle gegen einige Länder. Diese Maßnahmen haben jedoch bisher weder zu weitreichenden Vergeltungsmaßnahmen geführt, noch haben andere Länder ihre Zölle auf Importe, die nicht aus den USA stammen, erhöht.
China verschärft im Technologie-Wettlauf die Aus- und Einreiseregeln
Peking hat am Dienstag umfassende Ausreisebeschränkungen für chinesische Staatsbürger verhängt und zugleich neue Regeln für Ausländer bei der Einreise nach China eingeführt. Damit verschärft die Regierung die Überprüfung von Personen, die sie als Gefahr für die nationale Sicherheit ansieht, etwa im Bereich des unerlaubten Technologietransfers. Die Maßnahmen erlauben es der Regierung, chinesischen Staatsbürgern die Ausreise für Monate oder Jahre zu verwehren, sofern sie im Ausland an "kriminellen Aktivitäten" beteiligt sein könnten, nationale Interessen bedrohen oder gegen Exportkontrollen verstoßen, sodass die "industrielle und technologische Sicherheit" Chinas gefährdet sein könnte.
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September 15, 2026 09:12 ET (13:12 GMT)
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