WARSCHAU (dpa-AFX) - Nach den jüngsten russischen Drohnenangriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau und auf die ukrainische Grenzregion will Polen seine Grenzübergänge zur Ukraine befestigen. "Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass Russlands Vorgehen die Sicherheit ganz Europas gefährdet", schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X.
Pioniere der polnischen Armee sollen nun die Grenzposten mit sogenannten Hesco-Barrieren verstärken, wie das Oberkommando auf X mitteilte. Dies sind vom Militär verwendete Körbe aus Metall und Kunststofffolie, die mit Sand gefüllt werden. Außerdem sollen in der Nähe der Grenzübergänge Dorohusk, Medyka und Korczowa zusätzliche Beobachtungs- und Wachposten gebaut werden.
Am Sonntag war nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn die Lokomotive des regulären Passagierzugs von Kiew nach Warschau beim Grenzbahnhof Jahodyn angegriffen worden. Verletzt wurde niemand. Kurz vor dem Angriff soll demnach an dem Bahnhof ein Diplomatenzug gehalten haben, der Sicherheitsberater mehrerer EU-Mitglieder an Bord hatte. Zudem gab es nur 800 Meter von der Grenze zu Polen entfernt einen Drohnenangriff auf eine Tankstelle. Polens Regierung warf Moskau eine Eskalation des Ukraine-Konflikts vor./dhe/DP/jha
