Berlin (ots) -
Sinkende Strompreise verspricht die US-Umweltbehörde EPA den Bürgern. Grund ist die Aufhebung zentraler Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen von Kohle- und Gaskraftwerken. Dass der Behördenchef von Donald Trumps Gnaden, Lee Zeldin, dies auch noch bei einem G20-Ministertreffen angekündigt hat, kann man nur als bewusste Provokation interpretieren.
Mit dem billigen Strom wird es freilich nichts werden. Das gilt nicht nur auf lange Sicht, wenn man die extrem hohen Kosten der zunehmenden Klimaschäden einpreist. Dass nun große zusätzliche Mengen ins Stromnetz eingespeist werden können, um wie angekündigt das Angebot stark zu vergrößern, ist völlig unrealistisch - darauf ist das Elektrizitätssystem in den USA nicht eingestellt, und dies lässt sich auf die Schnelle auch nicht ändern. Es geht lediglich um die Frage, welche Anlagen am Netz sind. Und da sind Wind- und Solarenergie seit Langem am preiswertesten - werden sie nun wieder von alten Kohlemeiler rausgedrängt, ist das finanzielle Ergebnis absehbar. Bleibt nur zu hoffen, dass die zahlreichen, in Energiefragen progressiven Bundesstaaten die Erneuerbaren weiter ausbauen, denn die Bundesebene ist hierbei letztlich zweitrangig.
Die EPA-Entscheidung ändert auch nichts am aktuellen Hauptgrund für steigende Strompreise. Was diese in die Höhe treibt, ist die extrem große Nachfrage durch die wie Unkraut aus dem Boden schießende KI-Infrastruktur beim globalen Marktführer USA. Rechenzentren verschlingen schon jetzt etwa fünf Prozent des Stroms. Dass die großen Techkonzerne bei ihren weiteren Expansionsplänen großspurig von eigenen, dezentralen Energielösungen sprechen, ist bisher nicht über Ankündigungen hinausgegangen.
Daher ist absehbar, dass in den Vereinigten Staaten die Preise weiter steigen werden. Das Versprechen billigen Stroms wird sich als Lüge entpuppen. Dass der Bedarf künftig wohl wieder verstärkt mit Kohlekraftwerken gedeckt wird, ist die zweite schlechte Nachricht.
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Sinkende Strompreise verspricht die US-Umweltbehörde EPA den Bürgern. Grund ist die Aufhebung zentraler Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen von Kohle- und Gaskraftwerken. Dass der Behördenchef von Donald Trumps Gnaden, Lee Zeldin, dies auch noch bei einem G20-Ministertreffen angekündigt hat, kann man nur als bewusste Provokation interpretieren.
Mit dem billigen Strom wird es freilich nichts werden. Das gilt nicht nur auf lange Sicht, wenn man die extrem hohen Kosten der zunehmenden Klimaschäden einpreist. Dass nun große zusätzliche Mengen ins Stromnetz eingespeist werden können, um wie angekündigt das Angebot stark zu vergrößern, ist völlig unrealistisch - darauf ist das Elektrizitätssystem in den USA nicht eingestellt, und dies lässt sich auf die Schnelle auch nicht ändern. Es geht lediglich um die Frage, welche Anlagen am Netz sind. Und da sind Wind- und Solarenergie seit Langem am preiswertesten - werden sie nun wieder von alten Kohlemeiler rausgedrängt, ist das finanzielle Ergebnis absehbar. Bleibt nur zu hoffen, dass die zahlreichen, in Energiefragen progressiven Bundesstaaten die Erneuerbaren weiter ausbauen, denn die Bundesebene ist hierbei letztlich zweitrangig.
Die EPA-Entscheidung ändert auch nichts am aktuellen Hauptgrund für steigende Strompreise. Was diese in die Höhe treibt, ist die extrem große Nachfrage durch die wie Unkraut aus dem Boden schießende KI-Infrastruktur beim globalen Marktführer USA. Rechenzentren verschlingen schon jetzt etwa fünf Prozent des Stroms. Dass die großen Techkonzerne bei ihren weiteren Expansionsplänen großspurig von eigenen, dezentralen Energielösungen sprechen, ist bisher nicht über Ankündigungen hinausgegangen.
Daher ist absehbar, dass in den Vereinigten Staaten die Preise weiter steigen werden. Das Versprechen billigen Stroms wird sich als Lüge entpuppen. Dass der Bedarf künftig wohl wieder verstärkt mit Kohlekraftwerken gedeckt wird, ist die zweite schlechte Nachricht.
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