MIAMI (dpa-AFX) - Nach seiner Auslieferung von Venezuela an die USA hat sich ein Vertrauter von Ex-Staatschef Nicolás Maduro, der Geschäftsmann und frühere Minister Alex Saab, vor Gericht der Geldwäsche schuldig bekannt. Das teilte das US-Justizministerium mit. Der 54-Jährige soll sich an einem venezolanischen Sozialprogramm für Lebensmittel und Medikamente persönlich bereichert haben.
Ein Termin für die Verkündung des Strafmaßes ist noch nicht bekannt. Saab drohen laut den US-Angaben bis zu 20 Jahre Gefängnis. Medienberichten zufolge soll sich Saab auch verpflichtet haben, 195 Millionen Dollar (169 Millionen Euro) zurückzugeben und mit der US-Justiz zusammenzuarbeiten.
Im Mai hatte ihn die Regierung von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez an die US-Justiz ausgeliefert. Der kolumbianische Geschäftsmann war bereits 2020 auf den Kapverdischen Inseln festgenommen worden. Ein Jahr später wurde er in die USA gebracht, wo wegen Geldwäsche in dreistelliger Millionenhöhe gegen ihn ermittelt wurde. 2023 ließ ihn die damalige Regierung von US-Präsident Joe Biden im Austausch gegen in Venezuela inhaftierte Amerikaner frei.
Das US-Militär hatte Maduro im Januar in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht. 2027 soll ihm in New York der Prozess gemacht werden. Die US-Justiz hat Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen der angeblichen Verwicklung in Drogengeschäfte angeklagt. Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung über Jahre autoritär geführt./rin/DP/zb




