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Dow Jones News
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(1)

MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Investoren sind sich beinahe sicher, dass die US-Notenbank am Mittwoch zum ersten Mal seit drei Jahren die Leitzinsen erhöhen wird. Die schwierigere Frage ist jedoch, was danach kommt. Da kaum jemand in der Notenbank glaubt, dass eine Anhebung um 25 Basispunkte allein viel dazu beitragen wird, die Inflation zu senken, würde eine Entscheidung für eine Zinserhöhung die Einschätzung widerspiegeln, dass die Zinssätze bisher falsch angesetzt waren. Wenn das der Fall ist, wird eine einzige Anhebung das Problem nicht beheben.

Die Fed handelt selten, bevor die Amtsträger davon überzeugt sind, dass ein einziger Schritt nicht ausreichten wird. "Wenn wir am Mittwoch eine Zinserhöhung bekommen, werden sicherlich weitere folgen", sagte Richard Clarida, ein ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Fed, der jetzt bei Pimco tätig ist.

Aktuell liegt der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Fed veröffentlicht ihre Entscheidung am Mittwoch um 20.00 Uhr (MESZ), gefolgt von einer Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh 30 Minuten später.

Eine Zinserhöhung sieben Wochen vor den Zwischenwahlen wäre schon kompliziert genug. Die Fed auf einen Kurs für weitere Erhöhungen festzulegen, wäre noch schwieriger. Präsident Donald Trump, der den Chairman Warsh unter anderem deshalb ausgewählt hat, weil er ein einfacheres Verhältnis als mit Jerome Powell erwartete, hat erklärt, dass er vom neuen Vorsitzenden niedrigere Zinsen erwartet.

Seitdem die Fed den Leitzins in den 1990er-Jahren als Hauptinstrument zur Steuerung der Fremdkapitalkosten etabliert hat, hat die US-Notenbank nur ein einziges Mal die Zinsen in einem einmaligen Schritt angehoben - im Jahr 1997. Ein wahrscheinlicher Schritt am Mittwoch sei "sicherlich keine einmalige Sache", prognostizierte Clarida.

Warsh gab Anlegern Anlass zu derselben Annahme, als er im Juli sagte, er halte nicht viel von der Fähigkeit der Fed, die Wirtschaft durch kleine Anpassungen zu steuern. "Ich glaube nicht, dass wir besonders gut im Feintuning sind", sagte er. Ein Vorsitzender, der dem Feintuning skeptisch gegenübersteht, sei ein unwahrscheinlicher Kandidat dafür, die Zinsen um 25 Basispunkte anzuheben und die Arbeit für erledigt zu erklären, sagten Analysten.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Einzelhandelsumsatz August 
     PROGNOSE: +0,8% gg Vm 
     zuvor:  -0,6% gg Vm 
     Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
     zuvor:  -0,3% gg Vm 
 
  14:30 Import- und Exportpreise August 
     Importpreise 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm 
     zuvor:  -0,4% gg Vm 
 
  20:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung (20:30 Pk Warsh) 
     Fed-Funds-Zielsatz 
     PROGNOSE: 3,75% bis 4,00% 
     zuvor:   3,50% bis 3,75% 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.606,75  +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.053,50  +0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.697,90  +0,3 
Topix-500 (Tokio)      4.059,59  +0,6 
Kospi (Seoul)        6.693,26  +1,0 
Shanghai-Composite      3.881,41  +0,4 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.670,99  +0,0 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Zur Wochenmitte dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien positive Vorzeichen. Marktteilnehmer sprechen von einer Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste. Unterstützung komme von positiven US-Futures und wieder leicht gesunkenen US-Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht mit 4,99 Prozent wieder knapp unter der Marke von 5,00 Prozent, die sie am Montag überwunden hatte. Mit Erleichterung werde auch zur Kenntnis genommen, dass der Anstieg der Ölpreise zunächst beendet zu sein scheine. Furcht vor Versorgungsengpässen aufgrund des Nahostkonflikts dürfte die Preise aber auf hohem Niveau halten. Im Blick stehen die Zinsentscheidungen der US-Notenbank am späten Mittwoch, der Bank of England (BoE) am Donnerstag und der Bank of Japan (BoJ) am Freitag. Am Markt wird davon ausgegangen, dass die Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte anheben wird. Bei der BoE rechnen Marktbeobachter mit einem Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus. Von der BoJ wird eine Zinserhöhung erwartet. Unter den Einzelwerten gewinnen Nippon Steel in Tokio 0,9 Prozent. Der Stahlkonzern plant Investitionen von 900 Millionen Euro in der Slowakei. In Seoul verbessern sich SK Hynix um 3,1 Prozent. Der Chiphersteller hat sich im Streit um Erfolgsprämien mit den Gewerkschaften geeinigt. Samsung Electronics legen um 1,9 Prozent zu.

WALL STREET

Dow-Jones     52.093,11 -0,6 
S&P-500      7.585,73 -0,5 
Nasdaq Composite 25.981,57 -0,8 
 
           Dienstag  Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,17 Mrd  1,18 Mrd 
Gewinner        911   1.111 
Verlierer      1.845   1.649 
Unverändert       85     74 
 

Leichter - Der im Handelsverlauf wieder deutlich anziehende Ölpreis und die hohen Anleiherenditen ließen keine Kauflaune aufkommen. Auch dürften sich die Anleger in Erwartung des Zinsentscheids der US-Notenbank zurückgehalten haben. Einige am Vortag kräftig abverkaufte Chipaktien verzeichneten eine kleine Gegenbewegung. Nvidia gewannen 0,6 Prozent. Die Aktie des Energietechnikunternehmens GE Vernova erholte sich um 0,9 Prozent. Dave & Buster's sackten um 19,0 Prozent ab, nachdem das Event-Gastronomie-Unternehmen im zweiten Quartal schwächer als erwartet abgeschnitten hatte und in die roten Zahlen gerutscht war. Aktien der Kryptobranche sanken im Sog des Bitcoin, der vor einer bevorstehenden Senatsabstimmung über einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen unter Druck stand. Unter anderem fielen Coinbase um 10,1 und Robinhood Markets um 3,4 Prozent. Die Aktienkurse von Wingstop, Cava, Cheesecake Factory, Shake Shack und dem Chili's-Eigentümer Brinker International gaben alle um 4 Prozent oder mehr nach. Hier drückte eine Schätzung des Restaurantverkehrs, die darauf hindeutet, dass steigende Benzin- und Kreditkosten die diskretionären Ausgaben bereits beeinträchtigten. Die monatlichen Besuche in US-Restaurants gingen im Vergleich zum Vorjahresaugust um 2,4 Prozent zurück, wie aus einem Bericht des Datenanalyseunternehmens Placer.

US-ANLEIHEN

Rendite   +/- 
2 Jahre     4,66  +0,02 
10 Jahre     5,00  +0,03 
 

Der Anstieg der Ölpreise befeuerte Inflationssorgen und trieb die Anleiherenditen nach oben. Diese entfernten sich allerdings von ihren Tageshochs, nachdem der Empire State Manufacturing Index für die Industrieaktivität im US-Bundesstaat New York im September überraschend deutlich zurückgegangen war. Die Zehnjahresrendite stand zuletzt 3 Basispunkte höher bei 5,00 Prozent, im Tageshoch hatte sie bei 5,04 Prozent gestanden.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Di, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1545  +0,0   1,1543     1,1538  -1,7 
EUR/JPY          179,24  +0,2   178,98     178,68  -2,6 
EUR/GBP          0,8560  -0,0   0,8561     0,8561  -1,8 
USD/JPY          155,23  +0,1   155,08     154,85  -0,9 
USD/KRW         1.366,80  +0,3  1.362,11    1.358,65  -5,1 
USD/CNY          6,7077  -0,1   6,7112     6,7121  -4,1 
USD/CNH          6,7085  -0,0   6,7111     6,7134  -3,8 
USD/HKD          7,8439  -0,0   7,8444     7,8437  +0,8 
AUD/USD          0,7131  +0,0   0,7129     0,7123  +6,9 
NZD/USD          0,5749  -0,2   0,5758     0,5760  -0,1 
BTC/USD        75.904,88  +0,0 75.899,03    77.279,06 -13,4 
 

Der Dollar wertete vor der allgemein erwarteten US-Zinserhöhung am Mittwoch weiter auf. Der Euro fiel im US-Handel auf rund 1,1545 Dollar. Vor einer Abstimmung im US-Senat über einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen gab der Bitcoin deutlich nach.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.331,72  +0,9   39,03    4.292,69 
Silber           64,73  +1,7    1,08      63,65 
Platin         1.793,11  +1,0   17,29    1.775,82 
 

Der Goldpreis bewegte sich im Spannungsfeld höherer Marktzinsen und eines festen Dollar auf der einen Seite und dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger auf der anderen Seite. Die Feinunze tendierte zuletzt im US-Handel kaum verändert bei 4.282 Dollar.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         104,54  -1,2   -1,29     105,83 
Brent/ICE         108,00  -0,7   -0,75     108,75 
 

Der Preis für ein Barrel Brentöl stieg um 2,6 Prozent auf 108,50 Dollar. Nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer stieg der Preis wieder kräftig mit der Nachricht, dass in Libyen die Förderungen auf zwei Ölfeldern und einer Pumpstation ausgesetzt wurden, nachdem Mitglieder der Sicherheitskräfte, die mit dem Schutz des libyschen Ölsektors beauftragt sind, ein Ventil an der Hauptpipeline Hamada-Zawiya für Rohölverladung geschlossen hatten. Die National Oil Corporation erklärte darauf, dass sie eine Force Majeur erklären könnte, falls das Ventil geschlossen bleibe. Daneben wuchsen allgemein die Sorgen über die Fähigkeit Saudi-Arabiens, sein Rohöl auf den Markt zu bringen, nachdem eine Pipeline wegen einer Beschädigung zunächst stillgelegt werden musste und außerdem Huthi-Rebellen eine Meerenge am Ausgang des Roten Meers offenbar unter ihre Kontrolle brachten. Im asiatischen Handel am Mittwoch sinken die Preise leicht mit Meldungen,

wonach die Reparatur der beschädigten Pipeline schneller vonstatten gehen dürfte als zunächst mit einigen Wochen angenommen.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

JAPAN / HANDELSBILANZ

- Handelsbilanz Aug Defizit 1,1056 Bill JPY (PROGNOSE: Defizit 1,0526 Bill JPY)

- Exporte Aug +19,3% (PROGNOSE: +18,2%) gegenüber Vorjahr

- Importe Aug +28,0% gegenüber Vorjahr

- Exporte in die USA Aug +24,9% gg Vorjahr

- Exporte nach Europa Aug +11,0% gg Vorjahr

- Exporte nach Asien Aug +21,4% gg Vorjahr

- Exporte nach China Aug +20,6% gg Vorjahr

JAPAN / MASCHINENBAUAUFTRÄGE

- Maschinenbauaufträge Kern Juli +11,2% gg Vj

- Maschinenbauaufträge Kern Juli -3,7% (PROG: -1,6%) gg Vm

NIPPON STEEL

will mit einer Investition von etwa 900 Millionen Euro in der Slowakei ihr Angebot an hochwertigen, kohlenstoffarmen Stahlprodukten in Europa stärken. In einer Mitteilung des japanischen Stahlherstellers heißt es, die slowakische Tochter U.S. Steel Kosice werde für diese Summe einen neuen Elektrolichtbogenofen und eine neue Luftzerlegungsanlage bauen. Mit der slowakischen Regierung sei eine Fördervereinbarung über bis zu 350 Millionen Euro aus dem Modernisierungsfonds der Europäischen Union unterzeichnet worden.

OPENAI

hat offenbar erste Investorengespräche über eine neue Finanzierungsrunde geführt. Diese könnten das Unternehmen direkt nach der Veröffentlichung seines neuesten Spitzenmodells mit mehr als 1,2 Billionen US-Dollar bewerten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Person. Der ChatGPT-Entwickler wurde im März nach dem Abschluss einer Finanzierung von 122 Milliarden Dollar durch Investoren wie Amazon, Nvidia und Softbank mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Sollte die neue Runde zustande kommen, würde sie dem Börsengang des Unternehmens vorausgehen, der nun für nächstes Jahr erwartet wird.

SK HYNIX

hat den Tarifstreit mit seinen Beschäftigten beigelegt. Nach einem Votum der Gewerkschaft erhalten die Mitarbeiter ihre KI-Boom-Sonderboni künftig zu gleichen Teilen in bar und in Aktien.

UBER TECHNOLOGIES

hat seine Anleiheemission mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Die vorrangigen Anleihen sind zwischen 2029 und 2046 fällig und mit Kupons von 3,75 bis 5,25 Prozent ausgestattet.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos

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September 16, 2026 01:49 ET (05:49 GMT)

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Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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