Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG: Die "Zwischenwahlzeit" ist in Deutschland meistens eine sehr interessante Zeit. Gemeint ist die Zeit zwischen den Landtagswahlen, die immer als großer Stimmungstest für die Bewertung der amtierenden Bundesregierung gewertet wird. Insofern ist Deutschland etwas Besonderes. Es gibt nicht wie in den USA die Midterms, es gibt viele punktuelle Wahlen, die interessanterweise alle gleich gewichtet werden, obwohl die Bundesländer strategisch und in Bevölkerungszahl stark differenzieren. Jetzt stehen wir zwischen den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zeitgleich mit Berlin. In diesem Standpunkt beschäftigen wir uns damit, ob der Rechtsruck in Sachsen-Anhalt zum Kapitalmarktrisiko für KMU werden kann. Die Wahl in Sachsen-Anhalt verschiebt die politische Risikowahrnehmung von ausländischen Investoren massiv. Politische Stabilität ist wichtig für die wirtschaftliche Berechenbarkeit. Unternehmensbewertungen unterliegen auch dem Country Risk. So verbindet Amundi, als großer institutioneller Investor die Risikoprämie von Unternehmen mit der politischen Stabilität. Beide gehen Hand in Hand. https://research-center.amundi.com/article/german-reforms-what-do-they-mean-european-equities. Auch der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, äußert sein massives Unbehagen über den Aufstieg der AfD auf einer Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank in Berlin: "Hilft das, ausländische Investoren in dieses Land zu locken? Definitiv nicht. Ich denke, sie werden zögern, sie werden davor zurückschrecken, hier Geschäfte zu machen. Also ja, ich mache mir Sorgen." Bundesbankpräsident Nagel sagt, er sei besorgt über den Aufstieg der ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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