DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Frankreich unterstützt Knot für EZB-Spitze - will EZB-Chefvolkswirt - Agentur
Frankreich würde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters den Niederländer Klaas Knot als Nachfolger von Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstützen - vorausgesetzt, der mächtige Posten des EZB-Chefvolkswirts geht an einen französischen Kandidaten. Wie die Agentur unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen meldet, hat der informelle Vorschlag die Unterstützung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Er könnte jedoch auf heftigen Widerstand aus Deutschland stoßen, was die Bühne für ein politisches Feilschen auf höchster Ebene zwischen den politischen und wirtschaftlichen Schwergewichten der Eurozone bereiten würde.
Inflation in Großbritannien zieht vor Zinsentscheid der BoE an
Die Inflation im Vereinigten Königreich hat sich im August erneut beschleunigt. Damit liegt der Preisdruck vor einer Zinsentscheidung am Donnerstag weiterhin deutlich über dem Ziel der Bank of England. Die Verbraucherpreise stiegen im August im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Dies entsprach der Konsensprognose von Ökonomen, die vom Wall Street Journal befragt worden waren. Der Anstieg markiert den höchsten Inflationswert seit März, als die Energiepreise durch den Ausbruch des Krieges im Iran in die Höhe getrieben wurden. Er liegt knapp über dem Wert von 3 Prozent vom Februar, aber weiterhin deutlich über den Vorkriegsprognosen der BoE. Diese hatten für dieses Jahr einen Rückgang der Inflation auf ihr Ziel von 2 Prozent vorgesehen.
Japans Handelsdefizit weitet sich wegen höherer Ölpreise aus
Japan hat im August das größte Handelsdefizit seit sieben Monaten verzeichnet, da höhere Energiekosten die Importrechnung des Landes in die Höhe trieben. Das Handelsdefizit belief sich laut den am Mittwoch veröffentlichten Regierungsdaten im vergangenen Monat auf 1,1056 Billionen Yen, umgerechnet 7,13 Milliarden US-Dollar. Im Juli hatte das Defizit 638,344 Milliarden Yen betragen. Der August-Wert stellt die größte Lücke seit Januar dar. Tokios Strategie, die Energieversorgung über Routen unter Umgehung der Straße von Hormus zu sichern, hat zwar dazu beigetragen, die Lieferströme aufrechtzuerhalten. Alternative Quellen sind jedoch mit höheren Preisen verbunden. Die Exporte stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 19,3 Prozent, während die Importe den Daten zufolge um 28,0 Prozent zulegten.
Dieselpreis bricht weiter Rekorde
Diesel kostet in den USA jetzt im Durchschnitt 6,27 US-Dollar pro Gallone, ein Rekordhoch laut OPIS-Daten, die bis ins Jahr 2000 zurückreichen. Die Preise schlossen am Dienstag den siebten Tag in Folge höher. Der Durchschnittspreis pro Gallone in Kalifornien, der jetzt bei 8,21 Dollar liegt, ist der höchste im Land. Der Bundesstaat erreichte am Freitag erstmals die 8-Dollar-Marke. Washington und Hawaii liegen auf dem zweiten und dritten Platz, mit ihren Durchschnittspreisen von über 7 Dollar. "Die Kraftstoffmargen haben die früheren Preiserhöhungen im Großhandel noch nicht aufgeholt", schrieb Tom Kloza, Chef-Energieberater bei Gulf Oil, in den sozialen Medien. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune (Republikaner, South Dakota), sagte, er sei "offen für die Erwägung" eines Exportverbots für Diesel, wie Bloomberg am Dienstag berichtete.
US-Finanzminister Bessent will chinesischen Amtskollegen am Wochenende treffen
US-Finanzminister Scott Bessent will sich nach eigenen Angaben an diesem Wochenende mit dem chinesischen Vize-Premierminister He Lifeng treffen, um die Gespräche über die Sanktionen gegen den Iran fortzusetzen. "Wir haben drei Banken im Zusammenhang mit China sanktioniert", sagt Bessent. "Wir hatten einige sehr gute private Gespräche, und ich freue mich darauf, diese an diesem Wochenende fortzusetzen, wenn ich meinen chinesischen Amtskollegen treffe", sagte er während einer Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses.
Ifo: Zuversicht im deutschen Wohnungsbau wächst
Die Stimmung im Wohnungsbau in Deutschland hat sich im August nach Angaben des Ifo-Instituts deutlich verbessert. Das Geschäftsklima stieg von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte. Ausschlaggebend waren die Erwartungen der Unternehmen: Der Indikator kletterte von minus 35,6 auf minus 23,3 Punkte. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage blieb dagegen unverändert, ist aber noch von einer gewissen Unzufriedenheit gekennzeichnet. "Die Unternehmen sehen zunehmend Licht am Ende des Tunnels", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Die steigenden Baugenehmigungen nähren die Hoffnung, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten belebt." In den Auftragsbüchern ist davon bislang allerdings laut Ifo-Angaben wenig zu sehen.
Kanadas Energie- und Bergbauprojekte sollen binnen 12 Monaten geprüft werden
Kanada drängt darauf, dass alle künftigen Projekte im Energie- und Bergbausektor nur noch einem einzigen Genehmigungsverfahren unterzogen und innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Dies erklärte der Minister für Energie und Rohstoffe des Landes. Änderungen der Regulierungsvorschriften, die vergangene Woche in Kraft traten, und die Zusagen von Premierminister Mark Carney auf einem Investitionsgipfel in Toronto würden hoffentlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen und Investoren Rohstoffprojekte verfolgen, sagte Tim Hodgson am Dienstag in einem Interview. Die Regierung Carney hat erklärt, sie wolle das Land als Energie-Supermacht positionieren.
GB/Erzeugerpreise (Output) Aug +0,7% gg Vm; +3,7% gg Vj
GB/Erzeugerpreise (Input) Aug +0,4% gg Vm; +6,1% gg Vj
Japan/Maschinenbauaufträge Kern Juli -3,7% (PROG: -1,6%) gg Vm
Japan/Maschinenbauaufträge Kern Juli +11,2% gg Vj
Japan/Maschinenbauaufträge Kern Juli -3,7% (PROG: -1,6%) gg Vm
Japan/Maschinenbauaufträge Kern Juli +11,2% gg Vj
Schweden Aug Arbeitslosenquote 8,5%
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September 16, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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